Hallo ihr Lieben,
war länger weg hier. Ich habe mich im letzten Jahr extrem zurückgezogen von ihm, um Distanz reinzukriegen, weil ich nicht mehr so verletzbar sein wollte und eh immer denke: Ich bin der Pausefüller, bis die Kinder größer sind und sie dann ihre Paarbeziehung wieder mehr pflegen können. Bisher gibt es ständig Streit und Stress zu Hause, seit Jahren. Und da hat er natürlich insgesamt Defizite, da er mit den Kindern total zugeklatscht war und eben bei zwei Kindern eben entsprechend länger auf vieles verzichten musste.Langsam wird es besser und - vielleicht auch aufgrund meines Rückzuges oder eben so oder so - er hat jemandem dann gesagt, dass die Kinder ja bald größer sind und nicht mehr so viel Betreuung benötigen. Dann macht er einmal in der Woche was mit ihr und hat dann den Rest der Woche Ruhe. Die Person fand das nicht grad erbaulich, aber letztlich ist das noch mehr als wir zusammen unternehmen - nämlich nicht wirklich irgendwas.
Nun, durch die Distanz und dass ich eben immer denke, dass ich eh bloß der Pausenclown bin, fühle ich mich nicht mehr so verbunden und irgendwie einsam. Bei ihm habe ich das Gefühl, dass er noch "dabei" ist - irgendwie. Also ich habe die Distanz etwas rausnehmen müssen, aber so wie früher wird es halt auch nicht mehr. Immer das schlechte Gewissen (sicherlich zu recht), dass da Familie ist und ich da halt nix zu suchen habe. Mein Herz-, Hals- und Stirnchakra waren leer und die Entspannungstante hat er erst mal wieder aufgefüllt > Keine Liebe > nicht sagen, was man sagen will > mit dem Kopf und nicht dem Bauch oder Herzen entscheiden. Das sagt auch alles. Sicher hält das Auffüllen nicht lange.
Zu anderen hat er mal gesagt, wenn ich nicht verheiratet wäre, würde er mich heiraten. Aber warum soll ich mich trennen, wenn er es ja dann nicht kann oder tut oder gleich wieder zurückrennt? Das weiß man nie und ist immer ein Risiko. Warum sagt er nicht, also ich habe ja halt schon eine - wenn das nicht so wäre, dann könnte ich mir vorstellen.........
In letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass er versucht, Möglichkeiten zu finden, mir seine Gefühle mitzuteilen, indirekt und mit Schutzraum, da ich mich sehr zurückziehe und meine Gefühle nicht so zeige.
Ich bin zwar nicht viel weiter als am Anfang des Threads. Wie auch? Viele Fragen beantworten sich auch mit der Zeit nicht einfach so, nehme ich an. Wenn ich das noch länger einfach aussitze, kommt vielleicht, könnt' ich mir sehr gut vorstellen, eine andere. Die wird sicher nicht dasitzen und leiden, weil er ja eine Familie hat und das alles dort kaputt macht. Wie soll ich dann damit klarkommen? Einer anderen überlassen, sich schuldig zu machen, die härter ist und sich nichts draus machen wird? Vielleicht bin ich aber doch nicht diejenige welche, sondern eben dann die andere? Er hat meist kämpferische Frauen, die mit allen Mitteln ihr Revier verteidigen. Meistens sind die Frauen dominante und er verliert sich in den Beziehung und kann kaum er selbst sein, vermute ich mal.
Also die Fragen:
Soll ich ihm sagen, was ich empfinde?
Soll ich etwas mehr auf ihn zugehen?
Und sind Umarmungen oder über den Arm streichen okay?
Sollte man über seine Beziehung reden? Es ist wohl mal so, mal so?
Woran erkannt man, dass die Beziehung in der Situation nicht mehr zu retten ist? Also ich dachte von Anfang an, dass das wieder besser wird, wenn die Kinder größer sind. Offenbar tut es das?
Er sagt oft, die Kinder geh'n ja noch. Aber die Frau......... Und er meinte auch mal, dass sie ja so schon kaum ausgelastet sei und das nur noch schlimmer werden würde, wenn die Kinder größer sind. Dann wieder die Aussage, dass er dann einmal in der Woche was mit ihr macht, den Rest der Woche hat er dann Ruhe. Ich weiß nicht, wie ich die Beziehung so richtig einordnen soll.
Derzeit sind sie im Familieurlaub, eine Woche, dann Geburtstag ihrer Schwester, dann fährt er sie zu einer Freundin und dann nach Hause. Sie hat als Lehrerin mehr Urlaub als er. Er sagte zu jemandem heute, dass er von allem genervt sei und froh wäre, wenn er nächste Woche alleine zu Hause wäre. Dabei ist der jüngste dann auch zu Hause. Das scheint ihn nicht so zu stören.
Und:
Zitat: Männer, auch dieser vermutlich, binden sich nicht an Schönheit, heißen S. und Schmeicheleien. Die Frau, zu der er ja gesagt hat, mit der ist er verbunden, durch sein Versprechen, durch Erinnerungen und nicht zuletzt durch seine Liebe. Die entsteht aber, wenn er sich… genau… kümmern soll, darf und kann. So entsteht Verbundenheit und Liebe. Das alles hat die AF eben nicht. Keine Familienfeiern, keine kotzenden Kleinkinder in der Nacht, kein gebautes Haus und kein Gelöbnis. Um genau das wird er aber kämpfen und das nie aufgeben.Im für dich schlimmsten aber dem wahrscheinlichsten Fall wird das Geplänkel mit dir seine Ehe beflügeln und neu aufleben lassen.Es sei denn er trennt für sich selbst. Aber auch dann wirst du nie als Partnerin in Betracht gezogen, der sucht sich dann ne Neue.
Dem musst du dir klar werden, dieses Spiel kannst du nur verlieren.
Ist das wirklich ausschließlich immer so. Denn das denke ich nämlich auch. Nur wird mir das von einem anderen Mann dauernd dementiert, dass er mit seiner Frau abgeschlossen habe usw.
Ich weiß halt nicht, was jetzt Sache ist. Nur, dass es in letzter Zeit dann eher heißt: Ach, Trennung, ja, das ist nicht so einfach, wenn man Haus und Kinder hat. Damit ist die Sache ja eigentlich klar?! Oder doch nicht?
LG