Zitat von Immerwieder1: Ich erziehe die kinder und verzichte dadurch auf meinen gut bezahlten Vollzeitjob.
Zitat:Und da wird es dann unfair, wenn die Frau - auch Akademikerin mit Karriereaussichten - zurückstecken soll und dafür benachteiligt wird.
Das Problem ist das nicht unterschieden wird. In dem Fall wo die Mutter sich beruflich zurücknimmt für die Kinder und ihr Mann dadurch "den Rücken frei hat und Karriere machen kann" verstehe ich. Aber es gibt auch genug Fälle wo die Mutter genau das wollte....bei den Kindern sein und nur Teilzeit. Aus dem Wunsch wird dann der Vorwurf. Und noch viel häufiger:
die Mutter war trotzdem Vollzeit arbeiten hat aber aufgrund niedriger Qualifizierung eben kein hohes einkommen. Nach der Trennung wird es auch nicht besser weil es für mehr eben nicht langt. In dem Falle hat sie garnicht zurückgesteckt für den Mann sondern er hat sie mitfinanziert. Was innerhalb der Ehe auch selbstverständlich ist...aber mit Trennung möchte ich nicht noch dafür auskommen damit NF einen Lebensstandard halten kann den sie ohne mich nie gehabt hätte. Anders herum gilt natürlich das gleiche. Ich müsste ja schon fast einen Schrein bauen nur weil NF nach Affäre und Warmwechsel nicht auch noch Trennungsunterhalt gefordert hat als sie mit Next schon was am laufen hatte und ich mit ALLEN Zahlungsverpflichtungen auch praktisch allein da stand.
Also in der ganzen Unterhaltsdebatte fehlt die Komponente "was wäre denn möglich gewesen".
Und auch bei 50:50 zahle ich noch Unterhalt für meine Tochter an NF...dabei kaufe ich alles was die Kleine bei mir braucht selber,Schuhe für die Kita, Geschenke Kindergeburtstag, mache Ausflüge, Urlaub usw.. Hab also die gleichen Ausgaben....also was macht sie mit dem Geld? Wer prüft denn nach ob es nicht anderweitig verwendet wird? Richtig, keiner.
Und mir persönlich ist es schleierhaft wie jemand der in der Zeit der Ehe nahezu jeden Monat alles aufgebraucht hatte (wobei ich nicht sagen möchte das sie es verballert hat)...aber dann "allein" mit mindestens 350Euro Mehrausgaben jeden Monat auf einmal sagen kann "mir geht's gut" und Rücklagen bildet die früher bequem für einen Jahresurlaub gereicht hätten. Aber den hab ich bezahlt.
Jetzt ist es eh wurscht...weil Next mit eingezogen ist und ich davon ausgehe das er sich deutlich an den Fixkosten beteiligt. Also unterm Strich hat sie wohl mehr zum Leben für sich und unsere Tochter als ich und die Kleine.
Ich habe jetzt schon von mehreren Anwälten (Anwältin um genau zu sein) und auch Notarin gesagt bekommen das Scheidungsrecht, Unterhaltsrech und Kindesunterhalt lange nicht mehr zeitgemäß geregelt ist.