Zitat von Balu85: Ich denke es gibt schon so grobe Vorstellungen wie der "richtige" Partner bzw. Partnerin sein sollte. Sowohl äußerlich als auch von den Interessen, Verhalten und Wertevorstellung.
Absolut. Für mich hat die Frage nur immer das Geschmäckle der Disney Erwartung mit dem happily ever after. Als würde es darauf eine Garantie geben nicht mehr so auf die Schnauze zu fallen wie es uns bereits passiert ist. Und das glaube ich nicht.
Zitat von Balu85: Man kann ja auch 40 Jahre zusammen sein und trotzdem war man davon 35 nicht glücklich.
Das ist doch die zentrale Frage. Waren die beiden dann aber die 5 glücklichen Jahre die richtigen füreinander und haben den Absprung verpasst? Entwerten die 35 unglücklichen Jahre, die fünf guten? Waren sie die ganze Zeit todunglücklich oder gab es immer mal wieder Momente, wo es sich echt gelohnt hat? Wenn nicht, warum waren sie dann so lange zusammen?
Diese Antworten muss jeder für sich selbst finden. Bei deiner Geschichte weiß ich auch nicht, wie ich denken soll. Emotional hast du ihr scheinbar nicht ausgereicht. Hatte sie dann immer die Hoffnung, dass es doch irgendwann reicht? Waren alle deine anderen Qualitäten so großartig, dass es doch ganz lange gereicht hat? Wo hat sie dich belogen und wo sich selbst?
Zitat von Balu85: Aber wenn man jemanden kennenlernen würde wäre es sicher möglich Zeit für diese Person aufzubringen.
Zeit ist nur ein Teil meines Problems. Aber es ist auch emotionale Verfügbarkeit. Ich habe einen intensiven Beruf. Ich habe zwei Kinder, die mich die ganze Woche ansprechen. Ich habe Freunde und Familie, die mich begleiten und die ich begleite. Jemand neues müsste sich mir extrem anpassen und das ist ein Ungleichgewicht, dass ich nicht möchte.
Daher wird es für mich einfach noch ein bisschen dauern bis ich eine neue Beziehung so führen kann, wie ich es mir wünsche.
Zitat von KomischerVogel: Solange wir über Kleinkinder reden, gehe ich noch mit, danach ist ja nun wirklich Schluss.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich die Betreuungssituation mit Kleinkindern einfacher fand als mit Grundschulkindern. Die Kita hatte drei Wochen Schließzeit und sonst haben sie die Betreuung irgendwie zwischen 7-18 Uhr geleistet. War nicht immer super pädagogisch, aber vorhanden.
Jetzt habe ich so viel Ferienzeit, Streiktage, Schulentwicklungstage, Forscherwochen, Erziehermangel etc. abzudecken, dass Vollzeit nur mit Gleitzeit und Anspruch auf Home Office möglich wäre.
Zitat von KomischerVogel: In der Ehe trifft man Arrangements, die beide tragen. Keiner wurde gezwungen
Die Konsequenzen überblicken aber gerade junge Menschen in erster Ehe nicht. Sowohl finanziell als auch emotional. Ich halte sowohl KU als auch TU in Deutschland für schlecht geregelt, aber es ist auch ein bisschen Lehrgeld für dumme Entscheidungen aus der Jugend.