Zitat von acre: Absolut. Für mich hat die Frage nur immer das Geschmäckle der Disney Erwartung mit dem happily ever after. Als würde es darauf eine Garantie geben nicht mehr so auf die Schnauze zu fallen wie es uns bereits passiert ist. Und das glaube ich nicht.
Es gibt natürlich keine Garantie, man kann beim 2. mal genau so auf die Schnauze fallen wie beim ersten mal. Wobei ich zumindest behaupten würde, das ich in dem unwahrscheinlichen Fall das ich jemand kennenlerne und nochmal komplett in mein Leben lasse (also es sich nicht schon vorher verläuft) ich nicht so viel mitmachen würde wie mit NF. Einfach weil es da weniger gibt wofür man kämpfen müsste...die Kernfamilie ist ja schon im Eimer. Ich würde als eher auf mein Bauchgefühl hören.
Zitat von acre: Waren die beiden dann aber die 5 glücklichen Jahre die richtigen füreinander und haben den Absprung verpasst?
Die Frage ist doch warum man so glücklich war. Lag es einfach an der Person oder waren die Umstände das man jemanden hatte mit gleichen Vorstellen und Zielen und man stetig daran arbeitet. Glück durch Fortschritt oder so....gemeinsame Wohnung, Kind, evtl. Haus....man "kauft" es sich schön. Irgendwann ist dann aber der Punkt erreicht wo theoretisch alles da ist oder manches sich eben als unrealistisch entpuppt.
So war es vermutlich auch bei NF. Ihr Traum war es bis 30 Hochzeit, Haus auf dem Land und Kind...Antrag kam von ihr und wir haben noch vor ihrem 30. geheiratet, das Haus war in Arbeit und dann kam unsere Tochter. Tja....das mit dem Haus lief ja nicht so wie im Fernsehen und dann hat sie wohl endgültig gemerkt das auch wenn eigentlich alles da ist oder zum greifen nah es nicht langt.
Zitat von acre: Daher wird es für mich einfach noch ein bisschen dauern bis ich eine neue Beziehung so führen kann, wie ich es mir wünsche.
Vielleicht ist das auch eines der "Probleme"...ich habe auch so einen Wünsch bzw. eine Wunschvorstellung einer Beziehung. Aber ich glaube nicht das ich das nochmal erleben werde....auch wenn ich das in meinem Umfeld durchaus sehe. Aber das bedeutet ja nicht das es mir auch so gehen würde.
Zitat von Birkai: Bei den Unterhaltszahlungen im Wechselmodel geht es darum den Lebensstandard möglichst bei beiden Elterteilen für die Kinder gleich zu halten. Ich bin froh darüber, dass mein Ex das ebenso sieht
Wird gern als Argument genommen. Aber dazu müssten vom Netto der Elternteile ALLE Lebenshaltungskosten abgezogen werden um dann zu schauen was wirklich zum Leben übrig bleibt. Ich z.B. trug schon immer sämtliche Kosten für alles was mit dem Haus zu tun hatte. Sie kümmerte sich um die Großteil der Einkäufe (nicht alle und was ich auf Arbeit brauchte hab ich in der Regel selbst gekauft). Jetzt trage ich noch immer sämtliche Kosten für das Haus zzgl. Unterhalt, zzgl. alle Einkäufe und Kleidung die meine Maus braucht. NF fing einmal damit an das ihr ja mehr zustehen würde usw. Ich hab dann grob überschlagen und sie schaute nicht schlecht als rauskam das wir in etwa gleich viel übrig haben. Nur das ich nochmal jeden Monat 300Euro Spritkosten haben. Sie ca. die Hälfte.
Zitat von Immerwieder1: Weil ich für die Kinder reduziere. Heißt übrigens, dass ich mich ernsthaft (!) mit ihnen beschäftige: ich mache Hausaufgaben, spiele mit ihnen, fahre sie zu ihren Veranstaltungen usw. Das schaff ich nicht mit 65%, zumal ich täglich knapp 2h fahre. Im Grunde arbeite ich also eh schon 70%.
Versteh mich bitte nicht falsch....aber das hab ich schon so oft gehört. Für die Kinder, am Ende hast du es doch schon richtig gesagt. Es ist dein persönlicher Luxus. Ich kenne genug Eltern, egal ob getrennt oder alleinerziehend die Vollzeit gehen und trotzdem mit den Kindern spielen, Ausflüge machen, bei den Schulaufgaben helfen. 2h Arbeitsweg...hmm...hab ich auch in etwa...je nachdem zu welcher Zeit ich fahre.
Das dein NM die Kinder nicht öfter nimmt ist natürlich schade für die Kinder. jedes 2. WE entspricht in etwa dem Umgangsrecht.
Ich habe sogar ein Betreuungskonzept mit meiner Dienstvorgesetzten als Option abgestimmt in dem meine Tochter 80% der Übernachtungen bei mir hat und noch mehr Nachmittage. Und das im Schichtdienst, bei 38h pro Woche (also im Schnitt).Und das ohne Oma und Opa in der Hinterhand weil die auch noch arbeiten müssen. Soweit kam es dann nicht weil NF einlenkte und ihren spontanen Umzugsplan änderte.
Zitat von acre: Im Moment bräuchte ich eine reine Booty Call Beziehung, noch nicht mal Freundschaft+.
Wie man so eine F+ ausgestaltet liegt doch an einem selber. Da reicht ja unter Umständen schon einmal im Monat ein Treffen....bissl quatschen, evtl. was unternehmen und naja... .
Im Grunde ist doch alles verhandelbar solange man mit offenen Karten spielt. Und am Ende findet sich sogar jemand dem es ähnlich geht wie dir.
Zitat von acre: Teil- oder Vollzeit ist ja nur ein Teil des Themas. Es geht ja auch um die Arbeitsbedingungen. Mein Ex hat seine 50 Stunden plus die Woche gemacht. Da es aber Homeoffice in Gleitzeit war, konnte er trotzdem ein präsenter Vater sein. Dann wurde halt abends nachgearbeitet.
Ich bin trotz Teilzeit wahnsinnig an meine Arbeitszeiten gebunden. Ich kann nur im absoluten Notfall 10 Minuten zu spät kommen. Früher gehen ist einfach nicht drin.
Richtig...die Diskussion haben wir Schichtarbeiter regelmäßig mit unsere Vorgesetzten weil die nicht verstehen das wir nicht eben mal zuhause bleiben können und ins HO gehen wenn irgendwas anliegt, nicht einfach mal so spontan ne Stunde später kommen können oder an bestimmten Tagen halt 1 oder 2 h dranhängen weil Wetter ja eh blöd ist und abfeiern wenn es gebraucht wird.
Zitat von Jamirah: Wir haben die gleiche Qualifikation.
Das ist ein entscheidendes Kriterium finde ich wenn man über die "verpassten Chancen" spricht.
Zitat von Amorelius: finde ich es schwierig als Alleinerziehender in Vollzeit zu arbeiten.
Weil? Je nach alter der Kinder und Branche natürlich unterschiedlich, aber ich frage mich ernsthaft warum bei ein oder 2 Kindern jemand die Arbeitszeit reduzieren muss wenn es einen Partner gibt. Keine Ahnung wie das die Generation meiner Eltern oder gar Großeltern gemacht hat. Meine Mutter hat Heimarbeit gemacht weil ich nicht in der Grippe war. Danach ging sie wieder normale arbeiten. Ab der Grundschule bin ich allein hin und wieder nach Hause gelaufen, habe meine Hausaufgaben gemacht usw. Ich wurde nicht von früh bis spät gepampert und hatte nie den Eindruck das mir das geschadet hat oder mir etwas fehlt. Zeit hat sich meine Mutter natürlich für mich genommen.
Und wenn ich an unser Putzi auf Arbeit denke. 30h Woche zzgl. Wegezeit weil sie wohl kein Auto hat. , Kleinkind (müsste jetzt ca 3 sein), komplett alleinerziehend, Kind ist entweder chronisch krank oder behindert das weiß ich nicht zu 100%. Und trotzdem steht sie immer pünktlich auf der Matte und macht ihre Arbeit.