Zitat von KomischerVogel: Ich meinte, auch einen Warmwechsel kann man menschlicher gestalten.
Ja, wahrscheinlich. Mein Ex hat um den Warmwechsel herum auch noch "Fehler" gemacht, die mich noch mehr vernichtet haben (z.B. seine Aussage, er habe Next schon immer toll gefunden). Oder dieses arrogante Getue ("Ich habe eine Neue aufgerissen und Du nicht."). Oder das Gelüge ... Oder dieser blöde Artikel ... Oder das Rumgegifte mir gegenüber, die Kälte und Empathielosigkeit Knall auf Fall ... TBC
Bei all diesen Dingen bin ich nicht sicher, ob ihm klar war, was er damit anrichtet.
Zitat von acre: Ich habe viele unschöne Kämpfe im Umfeld miterlebt, wo einfach sehr destruktiv miteinander umgegangen wurde. Manches davon hat sicher damit zu tun, dass es in den meisten Fällen Kinder im Alter meiner Kinder sind und Wohnraum ein massives Problem.
Mich wundert es manchmal, dass sich das hier im Forum nicht wiederspiegelt. Diese Vernichtung von verfügbarem Geld und Wohnraum erlebe ich im RL häufig als dramatischer als den Trennungsprozess an sich.
Hier gab es auch etwas Krach ums Materielle, aber es hielt sich noch im Rahmen. Zum einen waren das Stellvertreterkriege, zum anderen war und ist es für den Ex, so denke ich, wirklich ein Problem, wie er sein neues, "schönes" Leben mit Next finanziert.
Ich selbst bin (1) älter als die meisten hier, daher vermutlich materiell stabiler (auch wenn ich ganz weit entfernt von "reich" bin) und (2) habe ich direkt nach der Trennung unseren Lebensstandard massiv zurückgefahren, weil das sonst in der Katastrophe geendet wäre (egal, wer da jetzt genau "recht" hatte). Grundsätzlich finde ich das nicht so schlimm, was mich nervt, ist das zeitweilige Gestichel vom Ex, dass ich K3 wohl doch mehr "bieten" können sollte - NEIN!
Wohnraum ist hier auch knapp und teuer - wir wohnen in einer der teuersten Regionen Deutschlands. Ich gebe ein Vermögen für eine kleine Etagenwohnung in einem, wie der Ex sagt, "Sozialbau" aus. Und na klar - da kann es schnell passieren, dass man sich nach einer Trennung nicht mal mehr eine solche leisten kann.
Zitat von acre: Ich denke, nur ganz selten kann eine einvernehmliche Trennung klappen. Denn dazu müssen ja beide in einer ähnlichen emotionalen Situation sein. Sich nach so langer Zeit zu trennen, kann gar nicht schön laufen. Und vielleicht bringt der Warmwechsel zwar einen harten Cut, aber einen sehr klaren.
Weiß ich nicht. Ich denke, wir hätten mit frühzeitigen Gesprächen schon zu einer einvernehmlichen Trennung kommen können. Dafür hätte mir der Ex allerdings so früh wie möglich sagen müssen, dass er unglücklich ist. Daraufhin hätte ich mit der Reflexion unserer Beziehung begonnen. Und wenn dabei klargeworden wäre, dass es nicht mehr passt, dann hätten wir uns getrennt. Ganz rational hätte ich ja auch nicht mehr mit ihm zusammen sein wollen, wenn er mit mir nicht mehr glücklich war. Wenn ich emotional noch nicht "soweit" gewesen wäre, wäre das traurig gewesen, ja - aber ich wäre nicht so abgrundtief verzweifelt gewesen wie nach dieser Trennung quasi aus dem Nichts, bei der einfach über mich und mein Leben entscheiden wurde. Ich wäre unter Wahrung meines Stolzes und der Kontrolle hocherhobenen Hauptes aus der Beziehung gegangen.
Aber, wie wir schon öfters festgestellt haben: Da sind Menschen wahrscheinlich einfach verschieden.
Zitat von Susi01: Oben schrieb jemand das eine einvernehmliche Trennung nicht so klar ist wie bei uns allen.
Finde ich nicht. Sowohl eine einvernehmliche Trennung als auch ein Verlassenwerden mit Warmwechsel können "klar" und "herumeiernd" sein.
Zitat von Susi01: Hier war der Weg für EX sofort klar. Zwar mir gegenüber hat er so getan als würde er zweifeln, aber da war viel Gelaber dabei. Sein Weg mit NextiMopsi stand fest und den ist er gegangen.
So war das hier auch. Wie gesagt kann aber auch eine einvernehmliche Trennung klar sein. Und ich kenne einige herumeiernde Warmwechsler, die mehrmals on-off wieder zur/m früheren PartnerIn /Ehefrau/-mann hin und zurück sind. Grauenhaft.
Zitat von Susi01: Die Kinder haben hier eine Mutter am Boden erlebt und zeitgleich war der Papa in love und happy.
Wenigstens das wäre für die Kinder vielleicht! besser da beide hinter ihrer Entscheidung stehen, sollten
Ja. Für mich wäre eine einvernehmliche Trennung, bei der beide hinter der Entscheidung stehen und bei der etwas Zeit ins Land geht, ehe es neue PartnerInnen gibt, auch für Kinder das Beste, ganz klar. Und ich würde schon denken, dass das möglich ist (kenne auch zwei oder drei Fälle). In den meisten Fällen scheitert es daran, dass der unglückliche Part, wenn es die Wahrheit ist, dass er schon lange unglücklich war, nicht rechtzeitig das Gespräch sucht - oder aber, dass das zwar passiert, aber dass der andere Partner (m,w,d) darauf nicht reagiert.