Hi zusammen,
freue mich, von Euch zu lesen. Ich schaue immer noch fast täglich ins Forum, und:
Zitat von Jamirah: Dieser Faden fehlt manchmal, weil so viele tolle Leute sich ausgetauscht haben.
🤗 Bei mir ist gerade Beziehungsklärungszeit, und aktuell schaue ich mir gedanklich wieder öfter meine frühere Beziehung an, meine Muster, die Trennung, den Ex. Mein Ex und ich haben null Kontakt weiterhin, vor kurzem nochmal etwas Organisatorisches. Das ist jedes Mal seltsam: Wir telefonieren wie höfliche Kollegen miteinander. Und deswegen fand ich Eure Gedanken oder Euer Verhalten zu dem/der jeweiligen Ex spannend gerade.
Zitat von acre: kann ich aber irgendwie nachvollziehen, dass es für jemanden, der frisch verliebt ist und in ein neues Leben starten will, überhaupt keinen Sinn ergibt.
Das konnte ich immer nachvollziehen. Was ich bis heute nicht verstehe, ist, dass man (also mein Ex) nicht irgendwann nach der Trennung, wenn die Gefühle offenkundig auf beiden Seiten runtergekocht sind, den Rücken gerade macht und sich entschuldigt. Formal bringt mir das null, brauche ich nicht. Emotional wäre es hilfreich.
Zitat von Susi01: Es ist nicht mehr nötig, dass die Vergangenheit betrachtet wird.
Stimme zu, zumindest was das Trennungsverhalten etc. angeht. Das war so, ändert sich nichts dran, lasse ich stehen. Was für mich immer noch interessant ist: Warum ich mich nicht selbst getrennt habe, noch weit früher als er. Weil ich das ab und an Jahre vorher zu meiner besten Freundin gesagt habe. Auf alle Fälle in den Zeiten, als er die Affären hatte, also die 2,5 Jahre vor Trennung - vorher auch? Weiß ich leider nicht mehr. Aber spätestens ab da war unsere Beziehung echt keine gute mehr. Also: anschauen finde ich heute für mich wichtig. Z. B. auch in der neuen Beziehung: Hammerhart, wie die alten Muster erstmal greifen
Zitat von acre: Es war für sie immer ein notwendiger Schritt aus einer Beziehung heraus, die nicht mehr funktioniert hat.
"notwendiger Schritt", damit war die Verliebtheit gemeint. Ja, mein Ex hat das offenkundig auch nicht anders hinbekommen. Ich ja letztlich trotz schlechter Beziehung ja auch nicht.
Aber dass er deswegen auch im Nachhinein nicht versteht, dass sein Vorgehen mies war, da gehe ich nicht mit.
Auch mir fehlt die Bitte um Entschuldigung für sein Verhalten mir gegenüber, damit meine ich 2,5 Jahre Betrug, nicht die Trennung als solche.
Zitat von Caecilia: Ich glaube, wenn mein Ex zu seinem Verhalten gestanden hätte und seine Motivation klar benannt hätte (Verliebtheit, Next toll ...), wäre es auch für mich viel leichter gewesen.
Darüber hab ich jetzt nachgedacht, weil mein Ex das letztlich gemacht hat. Nur eben im Anschluss an 2,5 Jahre Betrug. Er hat auch Spitzen gesetzt gegen mich, dass sein Leben viel aufregender wäre ohne mich (no comment).
Jetzt überlege ich weiter: Ich habe immer gesagt, die Trennung wäre für mich ok gewesen, wenn diese lange Täuschung nicht gewesen wäre. Ich kam mir ja wie in der Truman Show vor, ich 2,5 Jahre in einem Fake-Leben .... Bin gerade nicht mehr sicher. Vielleicht ist "getrennt werden" nach dieser langen Beziehungszeit einfach Mist?
@Susi01 , @KomischerVogel , @Caecilia : Heftig, dass alle Eure Exen diese Schuldumkehr betreiben. Ich finde, das setzt dem obigen halt noch eins drauf. Bei Euch geht die Ungerechtigkeit eigentlich ja weiter, je nach Intensitätskontakt wegen der Kinder. Nicht nur, dass Ihr keine Entschuldigung bekamt, Ihr bekommt zusätzlich die Schuld. Wow. Gut, dass Ihr alle gut im "neuen Leben" angekommen seid und das so differenziert sehen und stehen lassen könnt.