×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

25000

Neustart 2023 - Ex, Next und Kinder

W
Also ich bin immer mehr davon überzeugt: mein Ex HASST mich wirklich! Hass als stärkste Form der Ablehnung. Wirklich gruselig. Das hat er ja mal am Telefon auch gar nicht abgestritten, dass er mich hasst. Seine Begründung damals: nie sei er mir wichtig gewesen, nie haben wir das gemacht, was ihm wichtig war. Aus seiner Sicht habe ich ihn wirklich unverzeihlich stark verletzt. Ob dies nun den Tatsachen entspricht oder ich der Sündenbock bin für andere Verletzungen und Probleme von ihm, sei dahingestellt.

Ich fühle mich ja auch seit einem Jahr, als ob ich für etwas verurteilt werde, aber einfach nicht weiss, für was.

Habe vorhin "Hass" gegoogelt und folgendes gefunden:

"Hass ist nichts anderes als eine Verurteilung. Jemanden zu hassen gibt uns das Gefühl, dass wir ein Richter sind und dass wir das Recht haben, den anderen für sein Fehlverhalten zu be- und verurteilen. Aber wir glauben nicht nur, dass diese Menschen eine Strafe verdienen, sondern nehmen die Dinge selbst in die Hand und möchten diese Bestrafung selbst realisieren.

Genau so fühlt es sich an!

x 1 #1546


L
Ich dachten immer man kann nur hassen, was man liebt?

x 1 #1547


A


Neustart 2023 - Ex, Next und Kinder

x 3


A
@Warsdas Selbst wenn das so ist, hoffe ich, du ziehst dir diesen Schuh nicht an. Vielleicht kannst du es stattdessen so kanalisieren, dass du dich über die Scheidung ein bisschen freuen kannst.

Ich habe es schon in einem anderen Thread geschrieben, ich glaube auch die Verlasser haben nach der Trennung einen furchtbaren Leidensdruck. Er weiß ja, dass es seine Entscheidung war zu gehen, und trotzdem hat er den wichtigsten Leuten in seinem Leben viel Schmerz verursacht. Es wird sicher auch für ihn dauern, emotional da raus zu finden.
Nimm nur nichts persönlich. Er dreht sich ja nur um sich. Das hat mit dir wenig zu tun.

x 1 #1548


W
@Leopoldine1511 Egal bin ich ihm definitiv nicht, sonst könnte er mir ja entspannt-neutral begegnen. Aber Liebe ist da auch keine mehr, sondern das andere Ende der Skala. Vielleicht hasst man um so mehr, je wichtiger einem ein Mensch WAR?

x 2 #1549


Z
Zitat von Warsdas:
Egal bin ich ihm definitiv nicht, sonst könnte er mir ja entspannt-neutral begegnen. Aber Liebe ist da auch keine mehr, sondern das andere Ende der Skala. Vielleicht hasst man um so mehr, je wichtiger einem ein Mensch WAR?

Er macht ja auch die Schritte einer Verarbeitung durch, auch wenn er sich getrennt hat. Und das auszuhalten und wahr zu nehmen ist für fich anstrengend, emotional und schwierig. Genauso wird es ihm auch gehen.
Manchmal hilft es mir, mir das vor Augen zu führen. Dass Ex ja genauso mit seinen Emotionen kämpfen muss. Vielleicht sogar noch mehr, ich habe die Verletzung, er die Last zu wissen dass er so mit mir umgegangen ist.

x 2 #1550


Z
Sonntag... der Tag ist einfach nach wie vor schwierig. Der Tag, egal ob mit oder ohne Kinder, an dem ich am stärksten merke dass mir meine Familie fehlt. Und der Tag an dem ich am stärksten wieder in diesem unsinnigen vergleichen lande. Dass er nicht alleine zuhause sitzt bzw dass er auch mit den Kids wieder eine neue Familienkonstellation hat. Eine energieraubende, nutzlose Endlosschleife aus der es mir so Kraft kostet heraus zu kommen.

Gestern kam eine Nachfrage von ihm, ob er die Handsäge aus dem Keller haben könne. Er ist vor Monaten weg. Mich kostet so etwas so viel Kraft, macht mich noch immer traurig und ich will einen Haken an das Thema Auszug.

x 3 #1551


S
Zitat von Warsdas:
Also ich bin immer mehr davon überzeugt: mein Ex HASST mich wirklich! Hass als stärkste Form der Ablehnung. Wirklich gruselig. Das hat er ja mal am ...

Also das ist nun wirklich 1:1 mein Ex 😅

Allerdings haben SEINE Gefühle ja nichts mit dir persönlich zu tun.
Er kann anderen Menschen oder Situationen gegenüber Gefühle haben, wie er will. Es sind SEINE, die bei IHM im Kopf entstehen.

Das musste ich auch erstmal verstehen. Ich weiß noch, wie ich zu meinem Therapeuten sagte, dass er mich in eine "Täterrolle" drängt, die ich nicht haben will und vor allem gar nicht gerechtfertigt ist!
Und er fragte mich dann, ob ich glaube, dass sein Verhalten und seine Aktionen etwas mit MIR als Person zu tun haben oder ob es vielleicht nur ein Einblick ist in SEINE Gefühlswelt.

Irgendwann kam es dann auch bei mir an und ich habe es mittlerweile verinnerlicht, dass es überhaupt nicht um mich als reale Person geht, sondern ich schlicht und einfach eine Projektionsfläche bin 🤷🏻‍♀

x 2 #1552


W
@SonnenschWein Ja, für ihn bin ich ganz klar eine "Täterin".

Du bist da schon viel weiter als ich. Wie hast du geschafft, dich da so klar abzugrenzen?

Bei mir kommen halt doch immer wieder Zweifel, und ich denke: hat er nicht vielleicht doch irgendwo Recht? Habe ich ihn nicht tatsächlich zu wenig "gesehen"? Und dann bin ich immer wieder versucht, doch diese Schuld auf mich zu nehmen, die er mir geben will...
Es gibt ja leider keinen unbeteiligten Richter in unserem Fall...

x 1 #1553


Rheinländer
Hallo @Zitronenfalter2
Zitat von Zitronenfalter2:
Er macht ja auch die Schritte einer Verarbeitung durch, auch wenn er sich getrennt hat. Und das auszuhalten und wahr zu nehmen ist für fich anstrengend, emotional und schwierig. Genauso wird es ihm auch gehen.
Manchmal hilft es mir, mir das vor Augen zu führen. Dass Ex ja genauso mit seinen Emotionen kämpfen muss. Vielleicht sogar noch mehr, ich habe die Verletzung, er die Last zu wissen dass er so mit mir umgegangen ist.

Mir hat es unheimlich geholfen mir nicht auch noch den Kopf für meine Ex zu machen. Egal was die durchmachen, oder auch nicht, gibt es ihnen nicht das Recht so mit einem umzugehen, wie es hier zum Teil geschrieben steht und ich auch selber erleben durfte. Ich würde einen Teufel tun, mir auch noch Erklärungmodelle für ihr schlechtes Verhalten zu suchen, nur um es weniger schlimm zu sehen.
Versuche nur an dich und die eigenen Kinder zu denken. Damit denke ich hat jede/r Getrennte schon genug zu tun.

Zitat von Zitronenfalter2:
Gestern kam eine Nachfrage von ihm, ob er die Handsäge aus dem Keller haben könne. Er ist vor Monaten weg. Mich kostet so etwas so viel Kraft, macht mich noch immer traurig und ich will einen Haken an das Thema Auszug.

Meine Ex hat mich letztes Jahr nach sage und schreibe 7Jahren Trennung gefragt, ob sie bestimmte Weihnachtskugeln haben darf. Ich bin ehrlich wenn ich sage, dass geht mir am Popo vorbei und natürlich kann sie die haben, wenn ich sie nicht benutze.
Stell die Maschine also raus in die Garage und er kann sie sich abholen kommen, wenn du nicht da bist, oder mach irgendwo einen anderen Ablageort aus. Es ist nur eine Maschine und du musst ihn nicht sehen bei der Übergabe. Behalte nur die Dinge, die du auch behalten möchtest. Alles andere ist Ballast.
Meine Ex wollte auch mal einen bestimmten Topf haben, der zu meinen anderen Töpfen passte. Da habe ich entschieden NEIN gesagt, weil ich ihn behalten wollte. Fertig war das Thema.

x 2 #1554


W
Die Ehetherapeutin, bei der wir ein paar Mal waren, hat immer wieder betont: es haben beide ihre Anteile (= Schuld) (das sagt sie sicher jedem Paar).

Aber vielleicht muss man es so sehen: das gibt niemandem das Recht, uns so zu behandeln.

#1555


W
@Zitronenfalter2 Mein Ex hat in den ersten Monaten nach seinem Auszug immer wieder was gefunden, was er noch mitnehmen wollte. Meist waren es Werkzeuge. Aber immer sehr demonstrativ. Als wollte er mir jedes Mal zeigen: bätsch, ich bin gegangen... Nun betritt er das Haus ja nicht mehr...

#1556


W
Und als er dann an einem Tag den Estrich geräumt hat und alle restlichen Sachen im Haus (ich war nicht daheim), hat er aus dem Bücherregal seine Bücher aussortiert und alle übrigen Bücher so Geschichte, dass 3 Tablare leer blieben. Damit man das auch ja sah...

#1557


J
Zitat von Warsdas:
Die Ehetherapeutin, bei der wir ein paar Mal waren, hat immer wieder betont: es haben beide ihre Anteile (= Schuld) (das sagt sie sicher jedem Paar). Aber vielleicht muss man es so sehen: das gibt niemandem das Recht, uns so zu behandeln.

Guten Morgen, ich leide seit gestern an Migräne und bin nicht so richtig fit. Das von Warsdas will ich aber kurz kommentieren. Menschen entwickeln sich auch innerhalb einer Ehe in unterschiedlichem Tempo und unterschiedlichen Richtung. Das kann zu Spannungen führen und manchmal führt es eben auch dazu, dass einer ausbricht. Wie er es macht und wie verletzend er ist, dass liegt immer in der Person des Verletzers. Hier kann man nie bei beiden die Schuld suchen. Du bist nicht schuld, das er zum A... mutiert ist. Ob ihn die Schuldfrage quält, ist eine andere Frage. Aber unsere uns mal bekannten Partner verändern sich. Wir erleben Seiten an ihnen, die vielleicht versteckt da waren,oder sich erst später äußern und entwickeln. Du bist nicht schuld und für Ehetherapeuten ist es manchmal eine Floskel zum Einstieg.

x 3 #1558


S
Zitat von Warsdas:
Du bist da schon viel weiter als ich. Wie hast du geschafft, dich da so klar abzugrenzen?

Indem ich einfach so viel darüber gelernt habe, was genau jetzt gerade eine Projektion ist.
Mittlerweile kann ich schon während er spricht sehr genau differenzieren, was seine eigenen Themen sind, wenn er mir Vorwürfe macht.
Und ich denke schon währenddessen: Da brauche ich gar nicht Erst drauf eingehen. Das ist SEINE Wahrnehmung von Dingen, die ICH ganz anders wahrgenommen habe.
Das akzeptiere ich jetzt auch.
Wenn er mir also Vorhaltungen macht, was er ja alles für mich getan, wo er mich überall unterstützt hätte usw., denke ich mir nur noch:
Und? Du bist ein erwachsener Mann und hättest damals einfach mal SAGEN können, wenn dir irgendwas gegen den Strich gegangen ist...nicht mein B. 🤷🏻‍♀... Eigenverantwortung sage ich da nur.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich ihn ja genauso unterstützt habe (wie man das in einer Partnerschaft eben so tut), was er aber völlig unter den Tisch kehrt.

Darüber rege ich mich aber nicht auf, weil ich weiß, dass er im Moment gar nicht anders darüber denken KANN, als diese Schwarzmalerei zu betreiben.
Denn er will sich scheinbar nicht selbst reflektieren und sich auch keine Hilfe dazu holen.
Nochmal: Nicht mein B. 🤷🏻‍♀

Ich denke, irgendwann ist man zusätzlich einfach auch emotional ziemlich abgekoppelt, dass man das halt so neutral betrachten kann. Das braucht Zeit.

Zitat von Warsdas:
Die Ehetherapeutin, bei der wir ein paar Mal waren, hat immer wieder betont: es haben beide ihre Anteile (= Schuld) (das sagt sie sicher jedem Paar).

Ja, beide haben Anteile daran.
Von "Schuld" würde ich hier nicht so sprechen.
Es ist eben der Lauf der Dinge, dass Menschen sich verändern. Und in einer Partnerschaft entwickelt man sich hin und wieder voneinander weg, wenn man nicht aufpasst.

Bei mir stimmen meine Anteile, die ich für mich reflektiert habe, aber nicht mit seinem Eindruck meiner Anteile überein.
Er gibt mir die Schuld, dass er sich selbst aufgegeben hat (wenig reif im Übrigen). Ich sehe (vielleicht etwas neutraler), wo wir uns vorher schon auseinanderentwickelt haben. Ich es aber nicht bemerkt habe.
Und das hat für mich persönlich überhaupt nichts mehr mit "Schuld" zu tun. Nur mit dem Lauf des Lebens.

Zitat von Warsdas:
Aber vielleicht muss man es so sehen: das gibt niemandem das Recht, uns so zu behandeln.

Das Ding ist vielleicht nicht, dass jemand nicht "das Recht" hat, dich so zu behandeln, als viel eher, dass DU dich nicht so behandeln lassen musst.
Und damit meine ich nicht unbedingt auf Contra zu gehen oder auszuteilen, sondern dass DU selbst für deine Gefühle verantwortlich bist.
Du kannst dich entscheiden, ob du es an dich heranlässt oder nicht.
Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht esoterisch, aber andere Menschen sind eben nicht für deine Gefühle verantwortlich.
Und vor allem kannst du DIE ANDEREN nicht ändern. Du kannst immer nur dich selbst bzw. deine Einstellung dazu ändern.

Auch das braucht natürlich Zeit.
Ich schaffe es mittlerweile wohl ganz gut. Da sind meine Eltern oder Freunde manchmal sogar empörter als ich über manche Äußerungen von ihm, die ICH aber gelernt habe, zu übergehen.



Schlussendlich habe ich aber kein Geheimrezept. Mir persönlich hat es sehr, sehr geholfen, eben doch psychologisch auf sein Verhalten zu gucken. War dahinter steckt.
Denn das hat mich zur Erkenntnis gebracht, dass ICH maximal der Auslöser für irgendwas bin, was viel tiefer in IHM nicht ganz rund läuft.

x 4 #1559


Z
Zitat von Rheinländer:
mir auch noch Erklärungmodelle für ihr schlechtes Verhalten zu suchen, nur um es weniger schlimm zu sehen.

Mir hilft das manchmal schon mich da rein zu versetzen um einen neutraleren Blick zu versuchen. Und um nicht alles so persönlich zu sehen. Bzw kann ich mir damit dann z.b. erklären, für ihn ist es nur due Frage nach der Säge, für mich ist es eben wieder ein Bohren in der Wunde dass er ausgezogen ist. Für ihn ist es ein ich bringe den kleinen zurück, für mich ist es eine Grenzüberschreitung dass er dabei nicht an der Türe stoppt sondern ums Haus mitten in den Garten spaziert. (Obwohl besprochen war er kommt nicht mehr in die Wohnung, Übergabe der
Kinder an der Tür... ich hatte nicht gedacht dass ich da den Garten noch extra erwähnen muss, aber das war wohl zu viel Transferleistung für ihn...)



Zitat von Rheinländer:
Stell die Maschine also raus in die Garage und er kann sie sich abholen kommen, wenn du nicht da bist, oder mach irgendwo einen anderen Ablageort aus. Es ist nur eine Maschine und du musst ihn nicht sehen bei der Übergabe. Behalte nur die Dinge, die du auch behalten möchtest. Alles andere ist Ballast.
Meine Ex wollte auch mal einen bestimmten Topf haben, der zu meinen anderen Töpfen passte. Da habe ich entschieden NEIN gesagt, weil ich ihn behalten wollte. Fertig war das Thema.


Zitat von Warsdas:
Mein Ex hat in den ersten Monaten nach seinem Auszug immer wieder was gefunden, was er noch mitnehmen wollte. Meist waren es Werkzeuge. Aber immer sehr demonstrativ. Als wollte er mir jedes Mal zeigen: bätsch, ich bin gegangen... Nun betritt er das Haus ja nicht mehr...

Ich finde irgendwann kann man schon meinen jetzt ist klar, was ich nicht wollte bleibt hier, ist ja einfach genug Zeit vergangen inzwischen. Und da muss nicht wegen so Kleinkram dann nochmal gefragt werden. Die Säge hab ich mit den Kids in Benutzung, er lässt sie hier nachdem ich das geantwortet habe. Es geht ja darum dass ich mich nicht mehr damit beschäftigen will.

x 1 #1560


A


x 4