Warsdas
Gast
Ich bin nämlich so weit, zu akzeptieren, dass mich mein Ex wahrscheinlich nicht geliebt, sondern gebraucht hat. Auch wenn er da vielleicht anderer Ansicht ist, keine Ahnung.
Liebe hat für mich etwas sehr selbstloses. Da geht es wirklich um den Partner, um die Kinder, um eine andere Person, OHNE die Hoffnung auf Gegenleistung.
Mein Ex hatte ja immer schon Probleme mit seinem Selbstwert. Vielleicht hat er damals in mir jemanden gesehen, der ihm die nötige Aufmerksamkeit schenkt. Endlich jemand. Früher war ich ihm ja auch sehr, sehr wichtig. Das ging dann sechs Jahre gut, bis die Kinder kamen. Seither fühlt er sich zurückgesetzt. Er hat sich sicherlich Mühe gegeben, die an ihn gestellten Erwartungen zu erfüllen. Aber gaaaaanz tief in ihm schlummert der Wunsch nach Aufmerksamkeit. Dass doch bitte schön ER im Zentrum stehen möge und nicht die Kinder und wir als Ganzes und alles andere, was der Alltag so mit sich bringt.
Dieses Bedürfnis kenne ich bei mir nicht so stark. Deshalb war ich einerseits wohl immer unabhängiger von ihm als er von mir. Eigentlich bin ich mir selbst genug. Andererseits war ich aber auch abhängiger, weil ich den Kindern eine heile Familie bieten wollte (was ihm weniger wichtig war).
Schlussendlich ging es ihm aber immer um sich. Und als dann die Klinikaufenthalte und die Trennung kamen, ging es ihm zwar einerseits schlecht, aber andererseits auch gut. Denn nun STAND er im Zentrum der Aufmerksamkeit.
Dies meine Ansicht zum "Entlieben" und zu unserer Beziehung.... ich glaube wirklich, bei uns lief es so ...