Zitat von acre:Ich hoffe so, dass wir dann stabil sind. Und ich bin auch ein bisschen erleichtert, dass es uns vor der Pubertät erwischt hat.
Das ist die Frage - habe ich mir auch schon überlegt. Auf der einen Seite lösen sich ja Jugendliche in der Pubertät ohnehin vom Elternhaus - auf der anderen Seite ist ja gerade für diesen Ablöseprozess meinem Gefühl nach ein stabiles Zuhause, die Familie im Hintergrund, wichtig.
Wir sind zudem als Familie sehr oft umgezogen (berufliche Gründe), ich bin meist über größere Distanzen zu meiner jeweiligen Arbeitsstelle gependelt und die Kinder haben sehr viele KiTa- und Schulwechsel hinter sich. Bisher fand ich das nie so schlimm, weil die Familie der sichere Hafen war - da, wo wir zusammen waren, war unser Zuhause, egal, wo das war. Jetzt müssen sich die Kinder völlig entwurzelt fühlen - das tue ich selbst mich ja schon.
Ich habe daher dem Ex gewissermaßen "abgerungen", dass wir zumindest noch für ein Jahr das jetzige Familienzuhause halten (auch wegen der Schulsituation vom Kleinen), auch wenn ich, wenn es nur nach mir gegangen wäre, am liebsten sofort nach der Trennung über alle Berge verschwunden wäre.
Die Kinder und ich haben eigentlich ein gutes Verhältnis, ich denke aber, dass ich auf jeden Fall mehr mit ihnen über die Trennung reden müsste. Das fällt mir sehr schwer, weil ich auf keinen Fall irgendwie schlecht über ihren Vater reden möchte (oder nonverbal entsprechend kommunizieren möchte). Außerhalb von Krisengesprächen gelingt mir das gut - aber wenn es konkret um die Trennung geht, habe ich echt Schwierigkeiten. Wie redet Ihr mit Euren Kindern, sowohl den größeren, als auch den kleineren, über die Trennung?