Zitat von Wüstenfee: sein Kommentar: Für ihn sei es auch eine schwerere Zeit.
Hab ich mir oft überlegt, ob es mir eigentlich besser ginge, wenn ich wüsste, dass es ihm schlecht geht, was offenbar öfter vorkommt (also nicht bei Euch, das meine ich nicht, allgemein). Und ich denke, das fände ich vielleicht noch blöder, weil dann Betrug und Trennung und mein Sch...gefühl über jetzt 7 Monate gar keinen Sinn machen würden. Manchmal denke ich: ausgleichende Gerechtigkeit ... Aber als Kommentar an Dich in allen Fällen nur unangenehm und unangemessen vor allem (meine Meinung).
Zitat von Caecilia: Er hat oft so eine Art, mich als "klein" und "wenig belastbar" abzukanzeln, auch dann, wenn zur Sprache kommt, dass ich ihm möglichst wenig sehen möchte
Ah, ok, so kann ich mir das vorstellen. Aber guck mal, wie unterschiedlich: Ich nehm Dich hier als komplett souverän und reflektiert wahr und sogar ihm gegenüber fair, was Du ja nicht sein müsstest.
Ich habe mir die Szene ganz anders vorgestellt: Er fängt an zu erzählen, Du unterbrichst ihn und sagst lächelnd: "Du, alles gut, aber tut mir wirklich leid: Wir sprechen ja gerade über XYZ. Der Rest interessiert mich leider nicht." Punkt. Er sagt: "Meine Güte, komm mal runter, wir können uns doch wohl wie erwachsene Menschen unterhalten, das ist doch jetzt nicht schlimm, wenn ich auch mal meinen Alltag teile." Vielleicht sagt er sogar sowas: "Geht ja auch um unsere Kinder, wenn es mir schlecht geht." Du, weiter lächelnd: "Klar, alles gut, um die Kinder wirst Du Dich sicher weiter gut kümmern, und der Rest interessiert mich nicht." Meine beliebte Technik gesprungene Schallplatte: lächeln und wiederholen. Und wenn er nicht aufhört, würde ich auch wirklich sagen: "Ich glaub, das bringt hier grad nichts, lass uns uns doch vertagen." Und rausgehen notfalls.
Vielleicht ist es der Tonfall - ich merke das bei mir, wie in Gesprächen mit meinem Ex mein Tonfall verrutscht und meine Stimme wackelig wird. Da fühle ich mich auch nicht souverän. Manchmal bin ich inzwischen auch souverän, weil es mir deutlich egaler geworden ist, was er denkt und redet. Man will andererseits auch nicht so tun, als ob, aber inzwischen denke ich, Gefühle bringen mich in Gesprächen mit ihm einfach null voran. Vielleicht lieber souverän spielen? Das Interessante ist, wie mein Ex verdattert ist, wenn ich anders reagiere als früher, also (wieder) souverän oder gut gelaunt, aber nicht seinetwegen. Allein dafür lohnt sich das ...
