Zitat von DasWird: das war das wirklich Schlimme an der Trennung, dieser Kontrollverlust.
Für mich war das auch furchtbar, weil ich dachte, wir hätten einen gemeinsamen Plan für unser Leben, also Kontrolle über mein Leben war weg. Im Podcast fand ich die Stelle gut, dass Getrennt-Werden alle vier Grundbedürfnisse eines Menschen zerlegt: Bindung, Kontrolle, Selbstwert und schlechte Gefühle vermeiden.
Und: am besten schrauben könne man an der Kontrolle und am Selbstwert. Auch das fand ich als Gedanken interessant, weil ich das mit der Kontrolle so gar nicht gesehen habe bisher. Vermutlich, weil ich bisher (bis auf die Wohnsituation) nur reagiert habe auf alles, was vom Mann kam. Den Kontrollverlust also mindestens ein halbes Jahr (er-)lebe - und das ist nicht gut.
Ich fange jetzt erst an, selbst zu agieren. Glaube, das ist total wichtig (für mich zumindest). Selbstwirksamkeit und so.
Zitat von Caecilia: wir haben, seit die Kinder größer sind, wieder mehr zu zweit unternommen
Das war bei uns nach dem Auszug des letzten Kindes sogar stärker, aber nur eine kurze Zeit. Da dachte ich, wir können gut auch als Paar leben, nicht nur als Eltern. Rückblickend war der Beginn der ersten Affäre der Zeitpunkt, ab dem unsere Beziehung den Bach runterging und ich mich oft gefragt habe, was uns verbindet.
Zitat von DasWird: Damals habe ich mich gefragt: was bringt mir so eine Beziehung, wenn er nicht da ist, sobald man ihn wirklich braucht.
Es tut mir so leid, dass Du das erleben musstest. Macht mich wütend, wenn ich es lese: Schwangerschaft macht einen ja per se schon so "durchlässig" zu Emotionen oder eben verletzlich, eine Risikoschwangerschaft dürfte das toppen. Mir ist es komplett unklar, wie ein Mann das in sich hinkriegt, sich so zu verhalten.