Zitat von Balu85: Wärst du dazu bereit gewesen?
Ja, noch Monate nach der Trennung. Ich war ein Ertrinkender und sie wäre zu dem Zeitpunkt das rettende Ufer gewesen. Ich hatte doch damals nur sie und die Familie. Wir waren 30 Jahre ein Paar, da wollte ich nicht so früh meine Hoffnung aufgeben. Als ich jedoch erfahren habe, dass sie am "Anfang" von einer neuen Beziehung ist, habe ich dafür gesorgt, dass die Scheidung eingereicht wird. Ihr war auf einmal alles zu schnell, hat nichts getan für die Scheidung , aber ich wollte dann auch nicht mehr hoffen.
Aus heutiger Sicht muss ich schon ein wenig über mich und mein damaliges Verhalten schmunzeln, aber wie sagt man so schön : Hinterher sind immer alle klüger. Ich habe meinen Frieden damit gemacht.
Zitat von Balu85: denke ich machen es sich die Verlassenden auch nicht leicht....also ich glaube nicht das es so ist wie der Kauf von ein Paar schicken Schuhen "huch...die Gefallen mir, nehm ich jetzt". Dem wird schon ein gewisser Entscheidungsprozess vorausgehen.
Wenn Fremd gehen ein bewusster Entscheidungsprozess ist, stimme ich dir in meinem Fall zu.
Zitat von Wüstenfee: Wegen der Rente und dem nachehelichen Unterhalt. Ich werde den nachehelichen Unterhalt bis zum 12. Lebensjahr meines Jüngsten bekommen
Wenn das sicher ist und du damit dei en Frieden machen kannst und abgesichert bist, dann ist doch gut und ich freue mich für dich. Wirtschaftliche Sorgen sind grausam und waren für mich damals genau so schlimm wie die Trennung selber.
Sollte dir noch etwas fehlen, oder du länger Unterhalt haben wollen/brauchen, dann verhandele doch. Was hast du zu verlieren? So wie ich dich verstanden habe sind die weiteren 6 Jahre "Recht und Gesetz" Alles weitere ist On Top. Auch dafür hast du einen Anwalt.
Ich gehe nämlich mal davon aus, dass dein Ex weniger Unterhalt zahlen will , wenn du aufstockst. So wie du über deinen Ex schreibst wirst du nie Ruhe haben bezüglich dem Unterhalt. Was ist schon ein Jahr Ruhe für eine Bedarfsrechnung. Ein Vereinbarung schafft Ruhe für immer.
Ihr könntet ja auch vereinbaren, dass er die nächsten sechs Jahre den vereinbarten Unterhalt bezahlt, unabhängig davon ob du aufstockst oder nicht. Wäre das zuviel verlangt? Du hättest einfach mehr Luft.
Ich höre aber jetzt auf davon zu schreiben.
Wichtig ist, dass Du damit gut leben kannst.