Zitat von Jamirah: Er wollte raus und hat nicht einmal zurückgeblickt. Und hier setzt mein Gedanke an. Die Fremdgeher die unsicher sind, nicht klar in ihren Botschaften sind, vielleicht zweifeln und doch keinen Ausweg finden, sehen vielleicht noch eine lange Beziehung. Die Menschen, die wie mein Ex den Schlüssel wegschmeißen und sich nicht mehr umschauen, sind meines Erachtens viel mehr zu verachten, auch wenn man von denen eher los kommt, weil die Botschaft so eindeutig ist.
Danke, Jamirah, ich glaube, das trifft es total. Das erklärt super, warum wir hier so unterschiedliche Erfahrungen beschreiben. Anders bewerten würde ich das moralisch gar nicht, leichter drüber weg ... Das glaube ich auch nicht, ich finde es erstmal schlimmer. Aber rückblickend geht es vielleicht schneller vorbei, weil es kein Abschied auf Raten ist sondern man sich mit dem kompletten Ende auseinandersetzen muss von Anfang an.
Zitat von KomischerVogel: Das ist schon ein bewusstes Vernichten, vielleicht wirklich, um jeden Rückweg zu versperren
Das war bei meinem Ex anders. Er wollte mir sicher nichts bewusst Böses, wollte mir aber auch nichts ersparen, ich glaube, ich war einfach egal für ihn zu der Zeit.
Zitat von KomischerVogel: "Ich bin verliebt" habe ich erst eine Woche, bevor ich de facto abserviert wurde, gehört.
Ja, war bei uns exakt auch so. Mein Ex sagt bis heute, dass er es selbst nicht früher wusste. Nun ...
Zitat von MaKu: Aber ich lehne ab... es ist alles gesagt.
Ist schon interessant, was du schreibst. Es klang vorher so, als ob du deine Frau noch liebst. Einen Next gibt es nicht. Warum schließt du ein Gespräch kategorisch aus? Ich verstehe alle Verletzungen, ich weiß nicht, wie ich in deiner Situation fühlen würde, habe nur bei uns gedacht, vielleicht hätten wir sowas wie Paartherapie überlegen sollen ... weil sehr viel sehr lange gepasst hat.
Zitat von Susi01: Ich habe mich emotional nackig gemacht mit allen Facetten, er ist trotzdem gegangen. Das war noch mal wie ein weiterer Schlag ins Genick.
Das empfand ich damals genauso. Rückblickend sehr ich es anders: Er ist nicht
trotzdem gegangen. Er ist einfach gegangen, weil er gehen wollte und weil er sich zwei Jahre lang entliebt hat. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, also bei uns. In der frischen Situation konnte ich das natürlich nicht trennen.