Zitat von Unterwegs2023: Mir ist aufgefallen, dass Du oft von dem Haus schreibst, auf das Du einerseits stolz bist, das Dich aber andererseits finanziell sehr bindet und - es wirkt so - etwas niederdrückt. Wenn es für Dich als Zuhause Dir wert ist, das Haus zu behalten, dann finde ich das super, im Prinzip: zu wissen, wofür man arbeitet, weil man sich wohlfühlt im Zuhause. Finde ich extrem wichtig. Wenn Du es mehr oder weniger für Deine Tochter machst, möchte ich Dir sagen: Mach's nicht.
Was mich niederdrückt ist diese Ungewissheit...weil viel davon abhängt was NF noch so für Vorstellungen hat. Und irgendwie muss ich (mal wieder) versuchen ein Kaninchen aus dem Hut zu zaubern.
Ihr ist das ja alles wurscht....meinte ja mal "verkauf doch einfach, dann biste die Belastung los". Weil sie nicht versteht das es eben mein zuhause ist. Im Grunde baut man ein Haus NIE für die Kinder, sondern bestenfalls für die Enkelkinder.
Aber im Moment fühlt sie sich hier wohl. Ich denke es ist etwas Stabilität für sie.
Aber auch ein Verkauf würde nichts lösen, außer das ich dann evtl. Schuldenfrei wäre...und dann? Ich möchte auch nicht mein ganzes Leben aufgeben nur weil Madam meint das geht sie alles nichts mehr an.
Zitat von Unterwegs2023: Siehe oben, die Geschichte. Ich würde allen, die nicht mit ihren Kindern zusammenleben können, wirklich wünschen, das nicht zusätzlich schwarz zu sehen. Die Erfahrung oben ist nicht die einzige, ich kenne mehr Familien, die das mit etwas Abstand gut hinkriegen, mein Freund ist der mit der weitesten Entfernung. Überall gibt es einen Alltag. Vielleicht muss erst der Schmerz auf der Paarebene weg sein, dass man eine Selbstverständlichkeit für den Umgang mit gemeinsamen Kindern hinbekommt. Aber den Unterschied macht, was man selbst reingibt in die Beziehung zu den Kindern.
Es gibt solche und solche Erfahrungen. Ich kenne aus meinem Bekanntenkreis halt auch die andere Seite.
Nichts desto trotz ist man dann aus dem Alltag raus, verpasst viele Momente die eigentlich wichtig sind.
Und ganz ehrlich, ich verstehe manchmal nicht warum Eltern (egal ob Mama oder Papa) bewusst derartige Distanzen schaffen.
Der Mediator sagte dazu: Ein gemeinsames Kind bedeutet eben auch das man sich nach den Interessen des Kindes richten sollte.
Zitat von Jamirah: Es hat mich berührt, wie Du @ balu vom Verhalten Deiner Tochter geschrieben hast, wie feinfühlig Du sie siehst. Das ist für sie ein großer Gewinn, dass Papa sie so betrachten kann. Vielleicht ist es so , dass eine Trennung leichter wird, wenn der Verlasser,die Verlassende eindeutig sind und man nur hinnehmen kann auf Dauer. Die verschiedenen Zwischentöne im Trennungsprozess erzeugen immer mal Hoffnung.
Ich hoffe das es ein Gewinn für sie ist. Ich werde mit absoluter Sicherheit nie alles richtig machen, auch mir wird mal was rausrutschen was unklug war. (über die Mama z.B.)
Meine Kleine ist eine sehr gute Beobachterin, das macht es manchmal nicht leicht wenn sie fragt ob ich traurig bin. Und wenn ich das dann verneine fragt "warum ich dann so anders rede". Sie bekommt eine Menge mit, manchmal mehr als mir lieb ist. Aber das sind halt meine Sorgen/Probleme und ich möchte nicht das sie diese auf sich projiziert.
Unzählige Male habe ich sie angelogen wenn es um den Trennungsgrund ging, oder wenn sie wünschte das alles wieder so wird wie früher und ich ihr erklären muss das das nie wieder werden wird. Meist fragt sie vorm schlafen solche Sachen.
Da geht man dann (wenn sie schläft) aus dem Zimmer, schließt die Tür, atmet tief durch und denkt nur "so eine sch.".
Runterschlucken....weiter machen.
Zitat von KomischerVogel: Ich fürchte, da liegt ein Denkfehler. Warmwechsler haben in der Regel vermutlich kein Rückgrat.
Denn dann hätten sie sich entweder schon getrennt (also ohne Next), oder sie würden sich nicht trennen.
Ich weiß es ja sogar aus erster Hand...."wenn es x. nicht geben würde hätte ich mich nicht getraut zu trennen".
Gleichzeitig wird behauptet das er mit der Trennung nichts zu tun hat.
Und ja...kein Rückgrat. Aber halt auch in keinerlei Hinsicht....deswegen habe ich "mich ja immer durchgesetzt" wie sie so schön sagt.
Zitat von Unterwegs2023: Als unsere Beziehung schlecht war, war sie von beiden Seiten schlecht. Mein Ex und ich haben uns beide nicht mehr gut um uns und um unsere Beziehung gekümmert. Quasi pari pari, ausgeglichen (schlecht). In dem Moment hätten wir vielleicht beide retten können.
Kann ich so bestätigen...zumindest bis zum Umzug ins Haus. Aber da war ja schon Hopfen und Malz verloren.
Zitat von Unterwegs2023: Fehler bei mir sehe ich genauso wie bei ihm. Aber gescheitert ist die Beziehung wegen seines Betrugs.
Interessant....ich persönlich sehe den damaligen Betrug nicht als Grund des Scheiterns. Sondern das sie uns, sowohl als Paar aus auch als Familie aufgegeben hat. Und zwar schon VOR der Affäre.
Zitat von KomischerVogel: Also nicht gesehen werden, auseinander leben. Das sind doch so die Standards, die man hört bzw liest.
Natürlich, kennt wohl jeder. Der Witz ist, das viele dieser Begründungen eigentlich beidseitig vorhanden waren. Denn die Verlasser,Betrüger,Warmwechsler haben uns doch auch nicht mehr gesehen.
Zitat von KomischerVogel: Die suchen ja etwas und können das Gute nicht mehr sehen.
Jeder und das ist auch irgendwie verständlich, möchte sein Handeln natürlich so gut es geht rechtfertigen. Gegenüber anderen aber vor allem gegenüber sich selbst. Wenn dann am Ende herauskommt "ich konnte ja garnicht anders", ist es das beste was passieren kann.
Zitat von Caecilia: Obwohl ich bei meinem Ex glaube, dass ihm die Dimension dieses Leids nicht mal ansatzweise klar ist
Unterschreibe ich so. Die wirtschaftlichen Folgen für mich kann sie evtl. grob abschätzen. Was sie mit mir gemacht hat, gerade jetzt wo ich doch deutlich mehr weiß als noch zum Trennungszeitpunkt, davon hat sie keinen blassen Schimmer.
Das wird sie auch nie verstehen, auch nicht verstehen wollen...weil es ja dann auch bedeuten würde das sie eine Schuld auf sich lädt.
Zitat von Susi01: Ich weiß sie Angst vor Veränderung u ich bin ihr sicherer Hafen. Sie möchte das alles so bleibt bei mir.
Verständlich.
Aber unfair, der Papa wird in den Himmel gehoben da ist es natürlich voll in Ordnung, für NextiMopsi sogar Geschenke heimlich gebastelt u versteckt.
Ich habe natürlich nichts dazu gesagt, da ja momentan eh keine "Gefahr" besteht, aber innerlich fand ich es so gemein.
Ich hatte da tatsächlich mal mit meiner Maus drüber gesprochen. Also auf eine sehr einfache Art. Weil ich nicht weiß wie sie reagieren würde wenn ich jemand anderes in mein Leben lasse besteht ja eh keine Gefahr, weder kurz noch mittelfristig. Meine Befürchtung ist, das sie sich dann evtl. nicht mehr an erster Stelle bei mir sieht. Weil man zwangsläufig auch Zeit für die neue Partnerin aufbringen möchte. Sie meinte für sie wäre es ok wenn der Papa auch wieder jemanden kennenlernt.
Aber ob sie das so überblickt was ich meine weiß ich nicht. Im Grunde kennt sie es aber von Mama und Next.