16011

Neustart 2023 - Ex, Next und Kinder

L
@Zitronenfalter2 schön von dir zu lesen. Ich habe auch schon mal nach dir gerufen .

Ich hatte ja schon meinen Jahrestag, und ganz viel von dem was du schreibst, empfinde ich genauso. Wohnung, Abschied, Emotional aufgewühlt sein beim aufteilen von Sachen, finanziell das Haus aufgeben, bei der momentanen Kostensituation irre.

Mir graut es noch vor so vielen Erledigungen. Aber irgendwann will man es nimmer, und man taucht durch.

Männer, das Thema ist ganz weit weg. Einen Partner würde ich mir aber schon wünschen. Auch weil die Söhnen schon Flüge sind.

Es ist mir zuviel Veränderung von meinem Umfeld. Alle laufen davon und ich steh irgendwie starr in der Mitte und weiß nicht in welche Richtung ich laufen soll....

LG

19.11.2023 16:26 • x 4 #6826


J
@ leopoldine, Du hast mich gefragt, warum ich das bei@ komischer Vogel nicht so stehen lassen kann. Ich würde nie sagen, es stimmt nicht, dass es so war. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass er , der so viel mitbekommt, differenziert und reflektiert auch zwischen den Zeilen, fehlende Liebe so lange ignoriert hat. Mehr wollte ich damit nicht sagen. @ Maenneken hat das so irre differenziert 10 Jahre großees Glück, 10 Jahre schwieriges Glück. Aber auf eine schmerzhafte Weise Glück. Und um noch einmal mehr zu verstehen bei Dir, habe ich Deinen Faden gelesen. Du hast geliebt und das trotz Eurer Differenzen 23 Jahre. Wegen dieses Gefühls hast Du viel geschluckt, aber Du schriebst ja, vielleicht kann ich irgendwann die glücklichen Tage wieder sehen. Mehr wünsche ich Dir nicht. Dir möchte ich aber als allererstes mal wieder Schlaf wünschen, damit das Kopf und Herzkarussel ausgeschaltet wird.

19.11.2023 16:35 • x 1 #6827


A


Neustart 2023 - Ex, Next und Kinder

x 3


C
Zitat von Elfe11:
Und sie erzog mich mit mach' dich ja niiiiiemals von einem Mann finanziell abhängig!.

Aber das war sie doch selbst auch - oder hatten Deine Eltern einen großzügigen und absolut wasserdichten Ehevertrag? Oder war das eher als Mach es nicht wie ich. gemeint?
Zitat von acre:
Mein Schwiergervater hat zwei ganz ordentlich geratene Söhne, die es nicht leicht hatten und trotzdem ihr Leben auf die Reihe kriegen. Er würde sich aber eher den Finger abhacken als ihnen zu sagen, dass er stolz auf sie ist. In dieser Familie gibt es keine Anerkennung.
Mein Ex ist da ein bisschen weicher. Aber ein einfaches Gut gemacht an seine Kinder kostet ihn Kraft. Er drückt seine Liebe aber durch eine unglaubliche physische Zärtlichkeit aus. (Ich kann fast das Datum nennen, wo das mir gegenüber aufgehört hat)
Das ist seine Sprache der Liebe. Mir war mit 18 schon klar, dass wir da unterschiedlich ticken und über lange Jahre hat sich das gut ergänzt. Ich bin eher verbal unterwegs. Mir fällt es leicht jemanden anzuerkennen oder mich zu entschuldigen. Ich komme aus einer Familie, die wahnsinnig viel quatscht und wirklich unwichtiges Zeug noch mitteilt.

Mein Ex kommt aus einer Familie, in der großer Leistungsdruck herrschte. Die Ursache sind wohl z.T. Fluchterfahrungen - die Kinder mussten kompensieren, dass man alles verloren hatte.
Diesen Leistungsdruck hat er an unsere Kinder weitergegeben. Es fiel und fällt ihm aber leicht, sie zu loben - er kritisiert sie aber auch viel und ist dabei oft auch ungerecht und verletzend.
Meine Herkunftsfamilie ist ähnlich wie Deine eine sehr verbale Familie, die vom Ex aber auch.
Der Ex und ich sind (daher?) beide Vielreder, also er auch.
Nur über unsere Emotionen haben wir nicht / zu wenig geredet.
Wie Dein Ex ist meiner aber auch viel physischer als ich und er hat ja auch gesagt, dass ihm das in der Beziehung gefehlt hat (und ich meine jetzt nicht Intimität, sondern so beiläufiges Gekuschel im Alltag). Bei Taten (so etwas wie Frühstück ans Bett bringen) war/ist er auch besser als ich. Ich glaube, die Leistungen von anderen Menschen anerkennen können wir beide gut, allerdings kann/konnte er sich schon immer besser entschuldigen.
Somit hat(te) er wohl mehr Sprachen der Liebe als ich. Vielleicht funktioniert eine Beziehung dann auf Dauer nicht so gut.
Zitat von acre:
Allerdings gab es eine Zeit in meinem Leben, in der mich mein eigenes Leben so beschäftigt hat, dass ich nicht mehr reden wollte. Ich hab zu Ex damals gesagt: ich mag nicht mehr mit dir reden. Ich will nur an dich gepresst liegen.
So im Nachhinein betrachtet, habe ich ihm damit ein Stück Liebe und Sicherheit entzogen. Vorher habe ich seine familiären Defizite gut ausgleichen können. Simsalabim kam die Next.

Bist Du sicher, dass ihm das Reden so wichtig war, also, dass es das war, was er vermisst hat? Und ist Next eine Königin der Gespräche (Du kennst sie ja.)?
Oder meinst Du jetzt eher, dass Probleme nicht angesprochen wurden, weil Du das nicht (wie sonst) initiiert hast?
Zitat von Leopoldine1511:

Um welchen Zeitraum handelte es sich da?

Wenn es Wochen - Monate waren, finde ich nicht, dass die Simsalabim gerechtfertigt war. Sofern man da so nennen kann. Vielleicht bist du verstummt, aber du hast die Nähe gesucht, und das hätte ich als Hilferuf verstanden. Eine Erschöpfung - einfach mal ausruhen von einem ständigen aufrechterhalten und funktionieren.

Absolut, ich auch. Aber vermutlich konnte @acres NM das nicht erkennen oder hat es nicht geschafft, aus dem Erkennen die notwendigen Schlüsse zu ziehen und das dann auch noch entsprechend zu kommunizieren. Er hätte @acre natürlich fragen müssen, warum sie erschöpft ist und was sie am meisten stresst und dann hätten die beiden gemeinsam überlegen müssen, was man tun könnte, um die Situation zu verbessern.

19.11.2023 18:10 • x 2 #6828


Z
Zitat von Leopoldine1511:
Ich habe auch schon mal nach dir gerufen

Entschuldige das ging mir durch. War keine Absicht nicht zu Antworten.

19.11.2023 18:16 • x 1 #6829


A
Liebe @Zitronenfalter2, schön von dir zu hören und eigentlich noch schöner, dass du den Abstand brauchst und langsam in dem neuen Leben ankommst. Fühl dich nicht genötigt hier mitzulesen.

@Leopoldine1511 Es hat sich schon über Monate hingezogen. Ich hätte in der Zeit aber nicht anders gekonnt. Und es ist nur ein kleiner Baustein in diesem ganzen Mist.
Ich wollte nur darauf hinaus, dass @Heffalump imho recht hat, wenn sie schreibt, dass alle Lebenspäckchen erst nach und nach sichtbar werden.
Es gibt sicher Menschen, die nicht lieben können. Ich meine mich daran zu erinnern, dass bei Ulrike Meinhoff das Gehirn seziert wurde und eine Schädigung geworden worde, die ihr empathieloses Verhalten erklären würde. Aber die meisten Menschen sehnen sich doch danach Liebe zu empfinden und geliebt zu werden. Wie sie das ausdrücken unterscheidet sich aber.

19.11.2023 18:17 • x 1 #6830


Elfe11
Zitat von Caecilia:
Somit hat(te) er wohl mehr Sprachen der Liebe als ich.


Das ist ein sehr guter Punkt!
Ich denke, wir können an den Sprachen der Liebe arbeiten. In meiner Ex Beziehung kam die Fürsorge und Hilfsbereitschaft zu kurz. Auch tiefe ernsthafte Gespräche haben mir gefehlt. Paarzeit im Urlaub. Dafür war mein Ex nicht zu toppen in Sachen Leidenschaft und Nähe. Wir kleben aneinander. Interessant fand ich, dass Nextie ihm nicht genügte in Bezug auf Unterhaltung und Gespräche. Ich musste oft Ruhe geben und still sein, um ihn nicht zu überfordern. Ich habe ja einen Sprechberuf!


Zitat von Caecilia:
Aber das war sie doch selbst auch - oder hatten Deine Eltern einen großzügigen und absolut wasserdichten Ehevertrag?


Ja, sie hat über die Maßen profitiert vom Direktorengehalt, Prestige und vom sozialem Status meines Vaters. Sie hat es als selbstverständlich genommen und war nicht wirklich dankbar für ihr Glück. Ich erkenne erst heute, wie materiell sie war und wie Luxus und Geld orientiert. Das bin ich zum Beispiel nicht. Mir wurde da leider doch ein negatives Männer Bild und viel Misstrauen mitgegeben. Auch viel Unsicherheit! Denn die Ehe hatte eine schwere Krise und war mehr WG als Liebe und Freundschaft. Mein Vater hatte ein recht negatives Image in der Familie. Dabei hat er sich aufgearbeitet. Meine Mutter war überall beliebt. Sie schöpfte einfach aus dem Vollen. Na ja, das war eine andere Generation. Die Frauen waren versorgt und verwöhnt. Ich muss sagen, meine Karriere war zwar klasse, aber hart und steinig und beschwerlich. Mein Privatleben kam immer zu kurz. Zwischen meinen Eltern fehlte der Respekt und die Kommunikation, Zärtlichkeiten.

19.11.2023 18:20 • #6831


Elfe11
In meinem 40ern habe ich mich noch nicht mit den Sprachen der Liebe befasst! Erst nach der Trennung.

Ich habe mit Ü40 hart an meinem Körper gearbeitet, Dess. und Klamotten und Makeup geshoppt, an meiner Schönheit gefeilt auf Wunsch des Ex, und vor allem Karriere gemacht und Geld heimgetragen.

19.11.2023 18:35 • x 2 #6832


A
Zitat von Caecilia:
Bist Du sicher, dass ihm das Reden so wichtig war, also, dass es das war, was er vermisst hat? Und ist Next eine Königin der Gespräche (Du kennst sie ja.)?

Ich glaube, ihm war es wichtig, dass ich mich mitteile, dass ich meine Welt und seine so nebenbei in meinem Genöhle sortiert habe. Ein Punkt an Next war, dass die Gespräche so gut waren. Es war jemand da, der zuhörte und selbst mitteilte.
In der Akutphase wo er sich angeblich noch nicht entschieden hatte, haben wir es mit so einer Feedbackrunde abends versucht. Er erzählt mir jetzt noch, wie gut ihm das gefallen hat.

Es ist aber auch so, dass mich entlasten für ihn mehr Belastung bedeutet hätte und dafür war er zu egoistisch.

Ich hadere damit nicht. Ich konnte damals nicht anders.


Zitat von Caecilia:
(und ich meine jetzt nicht Intimität, sondern so beiläufiges Gekuschel im Alltag)

So war es hier auch. Und manchmal liegen meine Kinder und Ex hier auf der Couch und zocken gemeinsam und jeder berührt ganz beiläufig irgendwie jeden. Meine Kinder, die wie die Kesselflicker streiten können, umarmen sich manchmal ganz random. Es ist ja auch eine schöne Art Liebe zu geben, aber es ist halt nicht alles. Die Worte müssen irgendwie dazu kommen.

19.11.2023 18:37 • x 4 #6833


K
Zitat von Jamirah:
Du,@ komischer Vogel berührst mich wieder anders, Du stellst die gesamte Liebe Deiner Frau in Frage. Das schmerzt richtig. Und ich glaube, Du betrachtest die Ehe nur vom Ende her.


Ja, das tue ich. Ich kann es aber erst seit einiger Zeit, seitdem ich den Abstand dazu habe. Und da fällt die Analyse leichter.

Ich habe den Fehler gemacht, in den letzten Jahren zuviel zu investieren. Ich habe mich dummerweise wieder viel mehr in diese Beziehung hineingelebt. Hätte ich das bleiben lassen, wäre mir die Trennung sicher nicht so auf die Füße gefallen.
Klar, was das Drama für die Kinder und auch den eigenen Verlust der Familie angeht, schon. Aber eben nicht persönlich-emotional auf der Paarebene.

Und natürlich spielt die Trennung eine gewaltige Rolle. Wenn man den Partner erst bei der Trennung kennenlernt und sich unversehens in einer Schlangengrube wiederfindet, dann lädt das schon zum kritischen Hinterfragen ein.

Hinzu kam dann noch ihre auch im Bekanntenkreis verbreitete Schlechtmachung der gemeinsamen Jahre.




Zitat von Caecilia:
Liebe kann enden - und bei uns war es so, wie @acre schreibt - zerrieben vom Alltag, von der Doppel- und Dreifachbelastung aus zwei stressigen VZ-Jobs, drei Kindern, Pendelei, alten Eltern ...


Mag sein.
Die tiefgreifende Frage, die ich mir eben stelle, ist, wenn die Liebe das nicht aushält, war sie dann eben das? Gute Tage, schlechte Tage und der ganze Quatsch.
Ich hatte auch Phasen in dieser Ehe, wo ich keinen Bock mehr hatte, aber mich dann zurückbesonnen habe auf das, was ich glaubte, in ihr zu sehen. Das hat tatsächlich funktioniert, war aber aus heutiger Sicht jedenfalls in vielerlei Hinsicht ein Fehler.

Liebe ist eben nicht nur eine Gefühlslage (also dieser biochemische Kram), sondern immer auch eine Geistesleistung. Jedenfalls denke ich das.

Zitat von maenneken:
Ich hab mir nach 10 Jahren Ehe noch anhören dürfen,das sie sich selber nicht verstehe-so geliebt hätte sie noch nie jemanden.


NF hat mich vier Wochen vor der Trennung noch mit Liebesschwüren bedacht. Da war der Warmwechsel ja zumindest mal in Planung, behaupte ich mal ganz kühn.
Was soll man von sowas halten? Doch wohl eher nix.


Zitat von maenneken:
Zumindest weiss ich,daß es nicht an mir lag,das es nach 10 weiteren Jahren,auseinander ging.
Es lag an mir,das es noch 10 Jahre ging,und das ist meine Baustelle die ich bearbeiten muss.
Missen will ich die Zeit nicht.Hab ja schon irgendwo hier geschrieben,das ich die höchsten Höhen,die tiefsten Täler begangen habe.Erlebnisse und Menschen in meinem Leben getroffen habe,die ich sonst nie gehabt hätte.
Das für mich, tollste Geschenk ever hätte ich nicht bekommen-unseren Sohn.


Auch diese Gedanken sind mir gekommen. Die letzten Jahre habe ich sehr viel mehr getan als sie, von ihr kam nämlich nicht viel. Was mir nicht aufgefallen ist, weil ich nie gefordert habe. Übrigens ein Punkt, den ich für mich mitnehme.
Ich würde in einer weiteren Beziehung meine Bedürfnisse sehr viel deutlicher artikulieren und nicht immer zurückstellen. Ich habe keine Ahnung, wie sie das hinbekommen hat.



Und zusammenfassend muss ich natürlich auch sagen, dass natürlich nicht alles schlecht war.

Sicher hatten wir schöne Zeiten, aber wenn ich speziell die Erlebnisse als Paar betrachte, dann war das erstens ganz sicher nicht so richtig echt und auch gar nicht mehr so schön.
Ich habe es nicht sehen wollen. Und verrückterweise die wenigen Momente, die es zum Ende hin vielleicht noch gab total überbewertet und sie haben mir gereicht.

Um einen Vergleich zu bemühen: Wenn Du einen geheilten Dro genkonsumenten befragst, wie er denn das Ganze rückblickend beurteilt, wird er vermutlich sagen, der Rausch sei super gewesen, habe ihm aber geschadet.
So ähnlich wird's wohl sein.

19.11.2023 20:26 • x 5 #6834


K
Zitat von Leopoldine1511:
hm, warum glaubst du, dass es nicht wirklich so gewesen ist, wie er meint? Ich glaube das von meiner Ehe auch. Seit einem Jahr weiß ich das mein Mann, zu keiner echten Liebe fähig ist. Er kann sie nachahmen, aber keine empfinden. Ich habe ihm öfters mal gesagt, er habe eine emotionale Nulllinie - die Antwort war natürlich, das bildest du dir doch nur ein. Ich finde, es ist ein schreckliches Gefühl wenn einem das bewusst wird, aber ich kann die Tage die ICH glücklich war vielleicht irgendwann in meinem Erinnerungen wieder festhalten, auch wenn sie für meinen Partner nicht vorhanden war. Noch gelingt es mir nicht.

Wir können hier doch nur die eigenen Reflexionen besprechen. Und das find ich super hier.. Weil um das geht es auch. Was unsere Partner betrifft, können wir ihr nur raten.

Und ich glaube auch, dass die Liebe vergehen kann. laut Wissenschaftlich gesehen ist es nichts anderes als eine chemische Reaktion im Gehirn, ein Zusammenspiel von Hormonen.


Ja, ziemlich so würde ich es auch beschreiben. NF konnte es nachahmen, sie wirkt unglaublich liebevoll und empathisch, ist es aber nicht.

Und ja, es ist schön hier diskutieren zu können.
Deshalb fand ich den Einwand von @Jamirah auch super, weil er mich zum Nachdenken gebracht hat. Gerade das finde ich toll hier, irgendwie verstehen wir einander aber jeder hat seine eigene Geschichte und kann eben auch einen anderen Blick auf unsere jeweiligen Geschichten richten.
Und dann sagen, Mensch, ich verstehe Dich, bei mir war es genauso, mein Ex sondert den selben Stuss ab! oder eben Ey, komischer Vogel, meinst Du wirklich, dass das so ist?.

Und der komische Vogel hat wieder etwas, was er neu betrachten kann und vielleicht fällt ihm dabei etwas auf (vielleicht aber auch nicht). Dafür ein Dankeschön an diesen Thread!

Ihr seid schon alle echt gut!

19.11.2023 20:34 • x 4 #6835


R
@KomischerVogel
Zitat von KomischerVogel:
Sicher hatten wir schöne Zeiten, aber wenn ich speziell die Erlebnisse als Paar betrachte, dann war das erstens ganz sicher nicht so richtig echt und auch gar nicht mehr so schön.
Ich habe es nicht sehen wollen. Und verrückterweise die wenigen Momente, die es zum Ende hin vielleicht noch gab total überbewertet und sie haben mir gereicht.

So war/ist es bei mir auch. Ich habe heute auch erst gesagt bekommen das externe gemerkt haben das ich viel in Paarzeit investiert habe aber meine Frau anscheinend nicht so darauf angesprungen ist. Sie war zwar mir gegenüber gern dabei, hat es überall erzählt aber im Herzen kam es bei ihr anscheinend nicht an. Ich habe das anders gespürt und gespiegelt bekommen. Irgendwie hoffe ich, dass meine Wahrnehmung richtig war und nicht das was (wenige) anscheinend mitbekommen haben wollen.

19.11.2023 20:48 • x 1 #6836


C
Zitat von acre:
Ich glaube, ihm war es wichtig, dass ich mich mitteile, dAr. ich meine Welt und seine so nebenbei in meinem Genöhle sortiert habe. Ein Punkt an Next war, dass die Gespräche so gut waren. Es war jemand da, der zuhörte und selbst mitteilte.
In der Akutphase wo er sich angeblich noch nicht entschieden hatte, haben wir es mit so einer Feedbackrunde abends versucht. Er erzählt mir jetzt noch, wie gut ihm das gefallen hat.

Es ist aber auch so, dass mich entlasten für ihn mehr Belastung bedeutet hätte und dafür war er zu egoistisch.

Ich hadere damit nicht. Ich konnte damals nicht anders.

Offensichtlich - das war hier auch so.

Ich habe für ihn auch viel Emotionales strukturiert und sortiert - z.B. wollte er auch oft Mails von mir gegengelesen haben (Kann ich das so schreiben?), weil er häufig unsicher war, ob er den richtigen Ton getroffen hatte.
Diese typischen Situationen, bei denen er sich immer im Unrecht gefühlt hat, habe ich auch oft versucht, für ihn zu entwirren und insbesondere auch die Perspektive der anderen Seite aufzuzeigen (Perspektivwechsel kann er nicht.).

Ich finde es gut und richtig, dass Du nicht haderst.

In unserem Fall denke ich, dass ich schon deutlicher hätte kommunizieren müssen, dass ich oft am Anschlag war und auch, dass ich unsere innerfamiliäre Aufgabenverteilung (obwohl die nach außen super-partnerschaftlich aussah) nicht fair fand. Obwohl - wie Dein Ex wäre meiner wahrscheinlich trotzdem zu egoistisch gewesen, etwas zu ändern, zumindest dann, wenn das für ihn wirklich wehtuendes Zurückstecken bedeutet hätte (hat man in einigen Situationen gesehen, in denen das ganz konkret zur Debatte stand und in denen er sich dann, trotz aller Partnerschaftlichkeit, radikal durchgesetzt hat).

Zitat von KomischerVogel:
Die tiefgreifende Frage, die ich mir eben stelle, ist, wenn die Liebe das nicht aushält, war sie dann eben das?

Puh - kann und muss Liebe alles aushalten? Oder umgekehrt gefragt: Muss man bei einem einstmals geliebten Menschen bleiben, wenn diese Liebe nicht mehr da ist? Wartet man dann darauf, dass sie irgendwann wiederkommt, dass wieder bessere Zeiten kommen? Oder nimmt man das auf immer und ewig hin?

Würde ich alles auf jeden Fall verneinen.

Es gibt hier sicher auch keine Pauschalantwort und es ist mal wieder eine Frage der persönlichen Prioritäten und der Frage, was man sich von einer Beziehung erwartet. Für mich war unsere Beziehung gut und ich war zufrieden mit dem, was wir hatten - für den Ex halt nicht. Damit hatte er aus meiner Sicht zwei Möglichkeiten: (1) an der Beziehung arbeiten oder (2) sich neu zu orientieren. Aushalten ist nie eine Option, würde ich sagen - zumindest nicht über längere Zeiträume (dass es bei akuten Krisen oder Umbrüchen im Leben anders ist, ist klar).

20.11.2023 00:22 • x 3 #6837


Heffalump
Zitat von Leopoldine1511:
er habe eine emotionale Nulllinie - die Antwort war natürlich, das bildest du dir doch nur ein

Naja
Wenn man Liebe wiegen könnte, würde bei jedem, was anderes auf der Waage stehen, aber jeder würde sagen, das dies seine 100% sind.
Zitat von acre:
Aber ein einfaches Gut gemacht

Kenn ich. Gabs wenig. Bzw. Bruder toll, Schwester naja. Bruder Privatschule, Schwester Volksschule. Voll gedisst. Und das über die Jahre, wo man den vollen Rückhalt von der Fam braucht.
Zitat von Caecilia:
und auch, dass ich unsere innerfamiliäre Aufgabenverteilung (obwohl die nach außen super-partnerschaftlich aussah) nicht fair fand.

Selbst wenn du es gesagt hättest, wäre die Änderung wohl nur kurzfristig eingetreten. Derjenige, der weniger tut, will nicht plötzlich mehr tun.

Das Modell, Frau macht Haus und Kinder, geht nebenbei noch arbeiten, einkaufen und freut sich, wenn er jede Woche aufspringt, - der Mann, der hauptsächlich nur arbeiten geht, mit viel Rückenwind noch Rasen mäht, aber sonst nicht viel - wobei, das Stammtischbierchen kann er noch heben.
Irgendwie antiquiert, dieses Lebensmodel, aber läuft seit Jahrzehnten.

20.11.2023 06:55 • #6838


N
Puh diese WE ging es wieder ein paar Schritte zurück
K2 hat gefragt ob ich den Ring vom Mama noch habe, er wüsste nicht mehr wie er Aussieht.
Sofortiger Flashback und enttäuschung was aucj den Kindern alles genommen wurde und wird

20.11.2023 10:54 • x 2 #6839


A
@Newbee Es gibt diese Tage, wo man einfach keinen Fortschritt fühlt. Aber Augen zu und durch. Auch du weißt ja inzwischen, dass es die besseren Tage gibt.
Ich werde unsere Eheringe aufheben und irgendwann kriegt jedes Kind einen.

20.11.2023 20:51 • x 1 #6840


A


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