Zitat von Leopoldine1511: Und zum Kuckuck wenn alles so schlecht war, warum sind sie dann nicht gegangen?
Weil das was vielleicht noch übrig war, auch wenn es keine Liebe war noch immer besser ist als nichts.
Weil es dennoch schöner ist mit jemanden dennoch vertrauten zusammen zu leben als allein zu sein.
Weil man (und auch Frau) vielleicht drauf hofft das es von allein wieder gut wird, weil investieren mag man nicht mehr. Zum investieren fehlen die Gefühle die den Aufwand rechtfertigen.
So wären meine spontanen Gedanken dazu.
Zitat von Leopoldine1511: Ich persönlich komme da nicht klar, dass wir als Verlassene so tief und manchmal auch sehr lange emotional da drinnen hängen
Das liegt aber ein ganzes Stück weit in unseren eigenen Händen. Man kann sich immer und immer wieder alles vor Augen führen, die Verletzung, den Schmerz. Man kann sich an jedes Erinnerungsstück klammern, darauf hoffen das er/sie wieder ankommt. Man kann sich zurückziehen und sich sagen "alles vorbei".
Man kann aber auch (je nach Situation) versuchen sich vor Augen zu führen ob man denn selber wirklich soo glücklich war. Was einem gefehlt hat, sich selber hinterfragen was der eigene Anteil an de Situation gewesen sein könnte. Ob man eine Beziehung will und wenn ja wie diese dann aussehen soll, was man vielleicht selber anders/besser machen würde. Also was nimmt man aus dieser beschissenen Erfahrung für sich mit.
Genau so wie die Liebe ist auch das Loslassen doch eine Entscheidung. Und diese kann jeder nur für sich selber treffen.
Möglich das mir das leichter fällt weil ich insgeheim wohl schon lange damit gerechnet habe und weil die "Beziehung" zu meiner Exfrau jetzt nicht unbedingt schlecht ist (im Moment). Wir reden größtenteils über unsere Tochter, klären Dinge ab, versuchen aber dem anderen nicht irgendwie alles zu verbauen. Der Umgang ist freundlich. Das es für beide beschissener wird (für mich wohl mehr als für sie) war klar. Das war vorher klar.