Zitat von acre: es ist viel Scham dabei, zugeben zu müssen auf die Art und Weise verlassen worden zu sein.
Ja, geht mir auch so, leider immer noch. Ich weiß nicht, wie ich dieses Gefühl "wegbekommen" kann.
Zitat von acre: Er würde es am liebsten ausblenden. Und das kann ich nicht.
Ja, der hiesige Ex sicher auch. Von "Revival" ist bei uns ja keine Rede - aber auf meine Mail hin, dass sicher viel Reflexion von seiner Seite und anschließend eine Aufarbeitung des letzten Jahres nötig wären, wenn wir wieder "besser ins Gespräch kommen" wollten (ich denke, er strebt eine Kommunikation über Themen an, die in irgendeiner Weise über Orga / Kinder hinausgehen), kam bisher nichts mehr. Wahrscheinlich klang das nach Arbeit für ihn und darauf hat er keine Lust.
Zudem würde er, wie Dein Ex, vermutlich gerne viele Dinge ausblenden (nicht die Beziehung zu Next - die besteht ja bei uns nach wie vor und wird aller Voraussicht nach auch weiterbestehen, aber sein Verhalten in den letzten knapp 1,5 Jahren). Ich denke, seine Intention war / ist, dass man so tut, als sei nichts gewesen und direkt zu einem netten, "freundschaftlichen" ChitChat übergeht. Das kann ich ganz sicher nicht.
Zitat von acre: Fehlt dir Ex denn für manche Themen?
Gute Frage, die ich so einfach gar nicht beantworten kann. Wir hatten immer gute Gespräche (auch wenn wir zu wenig über Beziehungsthemen geredet haben - war aus meiner Sicht ja eines der Hauptprobleme), haben einen ähnlichen Humor und eine etwas krude Art, "um die Ecke zu denken". Viele meiner Gedankensprünge hat er intuitiv kapiert und ich musste nichts erklären - das habe und hatte ich bisher in der Form mit keinem anderen Menschen außer ihm. Ja, das fehlt mir. Ich glaube aber, dass es "so" ohnehin nicht mehr würde, weil ich ja nicht mehr die Person bin, die er liebt (das war irgendwie auch die Basis dafür - kann nicht so richtig erklären, warum).
Was konkrete Themen angeht, so fehlt mir ein persönlicherer, emotionaler Austausch zu den Kindern. Einen solchen versucht er immer zu initiieren (seit einigen Monaten, direkt nach der Trennung gab es das nicht) - aber ich kann darauf nicht eingehen - da ist so eine unüberwindbare Sperre in mir - ich kann mich ihm nicht mehr öffnen und das müsste ich ja ein Stück weit, wenn ich z.B. Stolz oder Sorge in Bezug auf die Kinder äußern würde. Disclaimer: Sachliche Informationen und auch Informationen zu "echten" Probleme der Kinder erhält er natürlich alle von mir.