Interessante Diskussion auf den letzten Seiten

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@Caecilia : Von wegen, sich Gefühlen versperren, was ich ganz sicher mache im Moment, was aber nicht heißt, dass ich mich schönen Erlebnissen versperre. Es ist vermutlich das, was @Balu85 schrieb:
Zitat von Balu85: Vielleicht hat man auch zu oft "Ich liebe dich" gehört wo man es nicht mehr gespürt hat und jetzt halt auch weiß das es schlicht gelogen war.
Ja, vielleicht würde ich es zurzeit niemandem glauben, weil ich so reingerasselt bin mit Vertrauen. Ich finde das auch (zurzeit) nicht schlimm, ich techtele, aber verliebe mich nicht. Mal ehrlich: Ich war mein halbes Leben lang in einer einzigen Beziehung - und kapiere das Ende immer noch nicht. Finde es interessant zu spüren, wie unterschiedlich sich Begegnungen anfühlen, aber eine Beziehung suche ich einfach nicht (aktuell, mag sich ja ändern).
Bei @Wüstenfee hab ich mich wiedergefunden:
Zitat von Wüstenfee: Ich hab das Gefühl mein Leben stabilisiert sich und ich bekomme die Rückmeldung meines Umfeldes, dass ich besser und glücklicher aussehe.
Genau so. Für mich war der Knackpunkt diese Theorie mit den "Bedürfniseimern": Dass viele Menschen mit langen Beziehungen alle Bedürfnisse in der Beziehung erfüllt sehen wollen, am liebsten von dem Beziehungspartner. Dass das natürlich nicht geht. Dass es gut ist, verschiedene Menschen im Leben zu haben. Ich hab ziemlich deutlich gemerkt, dass mir meine Freundinnen natürlich erhalten blieben nach der Trennung. Aber drumherum war wenig. Dieser Paar-Freundeskreis - das passte nicht. Ich hab jetzt für Sport eine unkomplizierte Gruppe, ich kann tanzen gehen (Spontacts) oder mal in eine Ausstellung - alles mit Leuten, die ich vor drei Monaten nicht kannte. Ich würde das im Moment nicht gegen eine Beziehung eintauschen wollen ....
Zitat von acre: Die Offenheit und Zeit, die (.... ich ...) investiert und bereit hat, habe ich nicht.
Ich finde den Gedanken, nie wieder in Beziehung zu leben, furchtbar.
Zitat von robrt: in der heutigen Zeit hat man relativ wenig Kontakte im realen Leben
Ich glaube tatsächlich, hier vertut Ihr Euch. Es braucht weder viel Zeit noch sind Kontakte im realen Leben schwierig, aber ja, Offenheit, mich mit fremden Menschen zu treffen und z. B. schlicht wandern zu gehen: das braucht es schon.
Vielleicht habt Ihr einen falschen Eindruck von der Menge der Zeit , weil ich gern und viel von Spontacts geschrieben hab? Ich treffe mich zurzeit höchstens 2 x im Monat für eine Sport-Aktivität (wandern, radfahren) plus aktuell 1 x Monat zum Tanzen z. B.
Ich war noch nie auf einem Online-Dating-Portal angemeldet und möchte das auch nicht. Vielleicht weil ich eben keinen Partner suche, und das obwohl ich manchmal jemanden vermisse, der einfach auf dem Sofa sitzt

. Mein Techtelmechtel im November hat sich aus diesen realen Kontakten ergeben und so ergeben sich andere.
Und ich finde übrigens auch alle Sprüche über neue potenzielle Partnerschaften super ätzend: Du musst offen sein, Du darfst es nicht so wollen, sei geduldig, irgendwann kommt der richtige, geh aus, geh nicht zu viel aus, mach Online-Dating, Online-Dating ist die Hölle .... Ich glaube schon, dass vieles Entscheidungen sind. Wenn man neue Leute kennenlernen möchte, trifft man die halt nicht auf dem heimischen Sofa. Ich hab in den letzten drei Monaten mehr Freundlichkeit, Sympathien, schöne Erlebnisse gehabt, ganz ohne Partner, mehr als in den letzten drei Jahren Beziehung. Und klar fühle ich mich ab und an allein. Aber ich bin nicht sicher, ob für mich das Leben ohne Beziehung schlechter ist - völlig ernst gemeint.