acre
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Zitat von Unterwegs2023:Dass viele Menschen mit langen Beziehungen alle Bedürfnisse in der Beziehung erfüllt sehen wollen, am liebsten von dem Beziehungspartner.
Es ist interessant, dass du das aufmachst. Mein Ex war für mich nie dazu da, alle Bedürnisse zu erfüllen. Aber er gab mir die Sicherheit, alle Bedürfnisse erfüllen zu können, die ich sonst so hatte. Durch den Schichtdienst war ich ja auch mal in der Woche frei. Da konnte ich in Ausstellungen gehen oder zum Kaffeetrinken oder ich konnte abends noch auf ein B. irgendwo versacken. Ich hab mit den Kindern so Urlaub gemacht, wie ich es wollte, und wenn er nicht mitwollte, hat er uns vom Bahnhof abgeholt und mir den schweren Koffer abgenommen.
In all diesen Bereichen bin ich jetzt wesentlich eingeschränkter. Ich schaffe es nicht mehr in der Woche mich mit meinen Leuten zu treffen, also muss ich das immer auf die kinderfreie Zeit legen und ernsthaft planen.
Zitat von Unterwegs2023:Ich hab in den letzten drei Monaten mehr Freundlichkeit, Sympathien, schöne Erlebnisse gehabt, ganz ohne Partner, mehr als in den letzten drei Jahren Beziehung.
Das habe ich nicht. Und auch wenn ich es rational nachvollziehen kann, ist mir dieser Befreiungsschlag, den du und @Wüstenfee beschreiben, emotional fremd. Ich war freundlicher und offener vor dieser schmerzhaften Trennung. Jetzt merke ich oft Hemmungen neue Leute kennenzulernen.
Für mich ist im Unterschied zu @Balu85 auch nicht, das Kennenlernen das Problem, sondern das Weiterverfolgen. Da bin ich weder emotional noch logistisch angekommen.
Ich denke auch, dass ich noch so lange an der Beziehung zu Ex festgehalten habe, weil ich durch ihn schon eine andere Lebensqualität hatte.
Bei meinen alleinerziehenden Freunden war es häufig so, dass die Kinder dann schnell den neuen Partner kennengelernt haben oder es eine Zirkelei war, den neuen Partner geheimzuhalten.