Zitat von Jamirah: Und alle haben wir größere Gruppen von Kids in den Griff gekriegt.
Absolut. Und wenn man ehrlich ist, sind größere Gruppen ab dem Grundschulalter auch leichter, weil die Kinder sich viel mehr miteinander beschäftigen und absprachefähiger sind. Wie oben geschrieben, geht es mir auch nur bedingt darum. Viele Alltagssachen wie Urlaub, Schwimmen gehen, Fahrradausflüge, Museumsbesuche oder ähnliches habe ich auch in der Beziehung alleine gemacht, wenn mir danach war. Aber es ist schon gut mit dem Auto abgeholt zu werden als mit fertigen Kindern erst in die dritte Bahn zu kommen weil alle anderen überfüllt sind.
Zitat von Unterwegs2023: wenn getrennte Paare gut als Familie Ausflüge machen können: warum nicht? Es hat eben für mich nichts mit dem Alter der Kinder zu tun.
Naja, ich hoffe schon, das irgendwann nicht mehr machen zu müssen. Ein Ausflug in den Heidepark ist mit 20jährigen bestimmt eine andere Nummer als mit 10jährigen und dann möchte ich mit 50 nicht neben Ex auf der Bank sitzen, weil uns schon beim Angucken der Achterbahn übel wird.
Zitat von Unterwegs2023: In meiner Familie gab es einige Trennungen mit Kindern unterschiedlichen Alters. Ich bin nicht sicher, ob Du da recht hast mit dem großen warmen Ereignis.
Ich glaube, das hängt sehr von der Trennung und dem Umgang der Eltern miteinander ab. Ich kann mir auch vorstellen, wenn es nur ein Rollenspiel der Eltern ist, es sehr anstrengend für die Kinder ist.
Zitat von Unterwegs2023: Ansonsten halte ich Klarheit und Ehrlichkeit/Authentizität für wichtig.
Jein, in den ersten Wochen und Monaten hatte ich keine Klarheit in mir. Und wäre ich in der Tiefe meiner Verletztheit den Kindern gegenüber ehrlich gewesen, hätten sie wahrscheinlich noch mehr Angst gehabt.
Und auch sonst schwankte die Klarheit manchmal und über dieses Schwanken war ich auch nicht ehrlich zu den Kindern. Ich glaube, die meisten Schwankungen habe ich hier geteilt, weil ich im RL nicht der Trottel sein wollte, der so einem Ar. nachrennt. Mich hat es sehr beruhigt, das @Jamirah irgendwann mal von zwei Jahren Hoffnung geschrieben hat. Zwischendurch habe ich gedacht, ich werd noch irre.
Aber darin meinen Weg auf elterlicher Ebene mit ihm zu finden, war ich immer klar.
Zitat von KomischerVogel: Deine Geschichte ist die tragischste, finde ich. Weil die Trennung völlig unnötig war, so wirkt es.
Ach, das weiß ich nicht mehr. Er hat sich fremdverliebt weil ihm was gefehlt hat. Ich denke, ich war nicht dafür zuständig dieses Fehlende zu füllen. Ob das stimmt? Wer weiß.
Aber heute glaube ich, wir hätten nicht die Fähigkeiten gehabt uns aus dieser Krise herauszuarbeiten. Wir hätten uns wahrscheinlich lange miteinander gequält. Ab dem Moment wo er darüber nachgedacht hat, mit Next zu schlafen (und ja, darüber bin ich informiert), war eigentlich klar, dass was ganz grundlegendes zwischen uns kaputt war. Und ich glaube, Ex hat das lange vor mir verstanden.
Ich persönlich finde die Geschichten mit langem Betrug tragischer. Da ist so viel Lebenszeit geklaut worden und das Realitätsgefühl der Verlassenen angegriffen worden.
Bei uns hat es einen großen Knall gegeben mit nur ein paar Lügen und dann konnten wir schnell auseinander. Wir haben uns nicht durch eine gemeinsame Wohnsituation aneinander aufgerieben wie viele hier. So konnten wir uns eine gewisse Wertschätzung füreinander erhalten.