@Balu85 oh, das ist schwierig...
Das Alter an sich ist nicht einfach (habe auch einen kleinen Mann in genau diesem Alter), zwar sind sie in dem Alter zuckersüß, aber es ist eben auch nicht einfach. Sie verstehen schon so vieles, aber auch nicht alles... sind noch sehr klein aber auch nicht mehr so klein... und dann in einer Trennungssituation...
(Ich war auch fünf Jahre alt als sich meine Eltern trennten und erinnere mich noch sehr gut an meine damalige Gefühlswelt...)
Schwierig.
Es ist logisch, dass eure Kleine zerrissen ist. Ich habe leider (obwohl ich schon einige Beiträge von dir gelesen habe) nicht auf dem Schirm, wer von euch beiden sich mehr kümmert/wo eure Kleine mehr ist. Oder habt ihr das Wechselmodell..?
So oder so fühlt sich ein Kind in diesem Alter in dieser Situation immer zerrissen.
Mir selbst ging es so. Obwohl meine Eltern damals wirklich vorbildlich waren und ich meinen Vater sehen durfte wann ich wollte und er auch nach wie vor (neben den Wochenenden, die ich mir ihm hatte - jedes Wochenende!) kommen durfte so oft er oder ich es wollten.
Und dennoch... ist es für kleine Kinder so schwierig. Man will am liebsten beide Eltern zusammen haben und nicht nur den einen oder anderen abwechselnd sehen können. Egal wie friedlich und zivilisiert alles abgeht. Und auch wenn man es kognitiv versteht... das Herz eines Kindes wünscht sich, verständlicherweise, eben etwas anderes.
Sicher, daran ist in einer solchen Situation natürlich nichts zu ändern. Leider. Die Gefühle des Kindes muss man dann aushalten, so wie das Kind die Trennung inklusive aller Konsequenzen aushalten muss.
Nicht schön für den Elternteil, der sich nicht trennen wollte...
Zitat von Balu85: Ich verstehe nicht wie man das seiner Tochter so sagen kann....
Grundsätzlich... indem man genervt ist...
Mein Mann tendiert unter Stress leider auch zu so einem Verhalten obwohl er die Kids über alles liebt und wirklich alles für sie tun würde (und das wissen sie auch).
Ich bin in solchen Dingen geduldiger, weil ich auch der Meinung bin, dass die Kinder das verdienen und nicht immer "funktionieren" müssen.
Aber gut, es ist halt auch immer alles eine Frage der persönlichen Situation... ich kann nicht behaupten, dass ich noch nie ungehalten oder sogar mal ungeduldig mit meinen Kindern gewesen wäre... es kommt aber ziemlich selten vor, und ich habe mich auch schon bei ihnen dafür entschuldigt. (Auch wenn es kein Drama war.)
Ich muss mal gucken ob du ein eigenes Thema hast, möchte hier jetzt nicht etliche Fragen stellen, die du schon hundertmal beantwortet hast...
Grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass es sich bei euch um Kleinigkeiten handelt, die sich nach der Trennung noch einspielen müssen..?
Deine Ex muss begreifen, dass Erziehung ab jetzt getrennt stattfindet und "als Eltern weiterhin an einem Strang ziehen" natürlich wünschenswert ist, aber definitiv andere Themen als persönlich verhängte Sanktionen usw. betrifft.
Eure Tochter muss sich daran gewöhnen, dass sie euch nicht mehr wirklich zusammen haben wird... Hier gebe ich offen zu, dass es für mich ein Vorteil war, dass meine Eltern sich noch mochten und wir auch noch Zeit zusammen verbrachten - bei Ausflügen oder gemeinsamen Mahlzeiten alle paar Tage. Es fällt mir ganz extrem schwer mir vorzustellen wie es gewesen wäre, wenn ich meine Eltern wirklich nur noch separat gesehen hätte. Es war so schon hart genug.
Ich gucke mal ob du ein Thema hast und schreibe sonst ggf. nochmal etwas dazu.
Du klingst auf jeden Fall nach einem extrem empathischen, liebevollen Vater und sicheren Hafen für deine Kleine!
Auch wenn es jetzt in einigen Punkten noch holprig ist, ist das vor Allem das Entscheidende und Wesentliche, das deine Tochter auffangen und stützen wird!