Zitat von thegirlnextdoor: Die Praxis zeigt... es ist alles überall dort ein Thema, wo es nicht beiden ausschließlich um das Kindeswohl geht sondern persönliche, niedere Motive mit hineinspielen.
noch was dazu....genau genommen könnte ich mir den Schuh ja auch anziehen. Denn ich hätte ja im Sinne des Kindeswohles auch einfach Job aufgeben können um aus den Schichten rauszukommen (und damit für den Rest meines Lebens auf eine sichere Stelle verzichten die ich so nie wieder bekomme), ich hätte das Haus verkaufen können und auch mit umziehen. Dann wäre nur das soz. Umfeld welches wegbrechen würde nicht im Sinne unserer Tochter....aber sie hätte dann weiterhin Mama und Papa und evtl. wäre dann auch ein Wochenwechselmodell möglich.
Nur ist der Preis den Ich dafür zahlen würde, also mal ganz egoistisch gedacht, um ein vielfaches größer als der wenn NF nicht umzieht. Denn sie gibt nichts auf.
Und je nach alter des Kindes....reden wir da von max 18. Jahren wo man sich arrangieren muss. Dagegen stehen Folgen die bis zum Tod ihr Spuren hinterlassen.
Zitat von thegirlnextdoor: So speziell ist die leider gar nicht, und nein, so "einfach" geht es mit dem alleinigen Sorgerecht leider nicht.
Es geht ja nicht nur um das alleinige Sorgerecht. Kern der Diskussion war ja der Umzug. Und da kann entweder generell das Aufenthaltsbestimmungsrecht abgetreten werden ohne das andere Aspekte des Sorgerechtes betroffen sind oder teils auch nur im Einzelfall.
Zitat von thegirlnextdoor: Ich habe hier im Forum schon von Fällen gelesen wo es hieß "kann mich wegen der Arbeitszeit nicht viel kümmern. Und daran ist nichts zu ändern." Dass das den anderen Partner unter Umständen fuchst, kann ich verstehen.
Ja...und das gibt es auch. Gerade in einem Schichtsystem ist das sehr schwierig. Weil da der Wille daran etwas zu ändern allein nicht reicht. Da müssen andere, an sich unbeteiligte das mit abfedern. Das dürfte Leute bei der Feuerwehr, im Krankenhaus, Versorgungsunternehmen, Verkehr alle genau so treffen. Da geht es einfach nicht von heut auf morgen. Ich brauchte Monate um da eine sinnvolle Lösung zu finden und von allen irgendwie abnicken zu lassen. Weil so ein Betreuungskonzept ja auch nicht zu wackelig sein darf.
Ich erlebe es als Schichtarbeiter immer wieder (selbst bei den eigenen Vorgesetzten)....das ist ne andere Welt.
Mal später kommen, weil man früh noch was machen musste, Homeoffice weils Kind krank ist, hier mal 2h länger machen, Wetter ist eh grad blöd, geh ich Freitag ins Wochenende. Mal nen Tag Urlaub nehmen weil Familienfeier ist..."wie geht nicht kann doch ein anderer die Nachtschicht machen...". Endlose Diskussionen hab ich da geführt.
Im Endergebnis...habe ich deutlich weniger "Freizeit" für mich als NF...dabei aber mehr Arbeit und Verpflichtungen.
Das ist mir aber auch egal, wenn ich meine Gurke dafür mehr sehe. Und sie wird ja auch älter und da wird es auch einfacher.