Zitat von acre:Wir haben das Thema ja öfter. Aber was ist denn die Alternative? Soll jemand, der nicht mehr liebt bei seinem Partner bleiben, nur damit die Familie weiter besteht?
Tja, das ist eine schwierige Frage. Grundsätzlich müsste man ja erst einmal konstatieren können, dass diese Beziehung die Hölle für sie war.
Das war sie natürlich nicht. Ihr wird sicher was gefehlt haben, aber unerträglich war es wohl kaum.
Das Lösen aus der Ehe hat sie schon aus rein egoistischen Motiven heraus getan.
Wenn man jemanden heiratet, geht man eine Verpflichtung ein. Sonst kann man den Blödsinn ja gleich bleiben lassen (was gar nicht unklug und auch gar nicht schlimm ist, wie ich inzwischen verstanden habe).
Ich jedenfalls bin auch geblieben, als ich keine Lust mehr hatte. Und irgendwann wurde es wieder besser.
Und dann kommt, noch schwerwiegender, die Familie.
Ja, man muss für die Kinder bleiben, denn auch denen gegenüber trägt man Verantwortung.
Da muss man tatsächlich als Vater oder Mutter zurückstecken.
Wohlgemerkt, ich rede von respektvollen Beziehungen, wo halt das Feuer raus ist.
Wenn es respektlos ist oder gar Gewalt ins Spiel kommt, gar kein Thema, da bleibt nur der Schlussstrich.
Zitat von acre:Und ich will, dass meine Kinder als Erwachsene sich aus Beziehungen lösen können. Sie sollen nicht bis zur Selbstaufgabe um Liebe kämpfen.
Ich will aber auch, dass meine Kinder an Beziehungen festhalten können. Dass sie den Wert einer Familie erfassen und dafür einzustehen in der Lage sind.
Dass sie nicht den Partner fürs Leben verlassen, weil etwas Verlockendes am Horizont auftaucht.
Ich sehe ja, welche Probleme die Kinder bei und durch die Trennung haben.