Unterwegs2023
Gast
Der Podcast heißt "Eine Stunde Liebe" von Deutschlandfunk Nova.
Die Folge heißt: "Affären - Fremdgehen kann eine Chance für die Beziehung sein"
Der Folgentitel hat mich direkt leicht wütend gemacht, weil das ab und an behauptet wird und ich das massiv infragestelle. Interviewpartner war Paartherapeut Eric Hegmann, von dem ich Folgen einer Doku-Reihe auf NDR (er im Gespräch mit Paaren). Ich fand ihn da sehr unprätentiös und gut.
Letztlich unterscheidet Hegmann, ob eine Affäre z. B. ein ONS war oder mit langjährigem Betrug einherging.
Es geht zu Beginn z. B. auch darum, warum Menschen eine Affäre haben, die zum Teil von sich selbst sagen, dass sie nie gedacht hätten, das zu machen, also um Gründe. Es geht auch um das Verschweigen. Dass das Schönste wäre, dass Menschen über ihre Bedürfnisse sprechen, aber die Realität ist nicht so.
Und die Überlegung: Geht es weiter? Wie kann das gehen? Das war für mich etwas schmerzhaft, weil mir anhand der Beschreibung, wie es weitergehen könnte, deutlich wurde, dass unsere Situation klar war. Hegmann schlägt vor, dass die Person, die betrogen hat, aber in der Beziehung bleiben möchte, die Rolle des Beschützers/der Beschützerin der Beziehung übernehmen muss, zumindest eine Zeitlang. Sowas stand bei uns null zur Debatte. In der ersten schlimmen Zeit, als ich Gespräche gesucht habe, habe ich das eigentlich gemacht: Die Brücken gebaut, über die niemand gehen wollte (danke Dir @Heffalump immer wieder für Deine Signatur 🙂 - ich gebe die auch in Gesprächen SO oft weiter). So, bevor ich jetzt das Transkript komplett wiedergebe - gibt's auf Spotify, vermutlich auch in einer ARD Mediathek oder so.