Micha83
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Zitat von thegirlnextdoor:Micha, ich würde dir unabhängig von deiner Freundin, S. und der ganzen Thematik gerne ans Herz legen, selbst nochmal bei dir hinzuschauen - warum du das alles mitmachst.
Das habe ich schon angefangen und ich glaube auch, dass ich damit noch nicht fertig bin.
Zitat von thegirlnextdoor:Du bist nicht mehr zwanzig, du verlierst in diesem Karussell auch wertvolle Lebenszeit, denn es geht dir mit der ganzen Geschichte ja nicht wirklich gut.
So blöde es klingt, aber das eine hängt mit dem anderen schon irgendwie zusammen. Man könnte sagen ich bin des Suchens auch einfach unglaublich müde. Ich hatte mich damals, als ich meine Freundin kennen lernte bereits lange mit der Tatsache abgefunden, dass es DEN einen Menschen sowieso nicht geben kann. Man kann Überschneidungen finden, im Idealfall sicher besonders viele. Aber den perfekten Partner findet man eben nie. Damals war ich guter Dinge, wenn auch ab und zu irgendwie traurig, dass so viele aus meiner Altersklasse bereits eine eigene Familie hatten und irgendwie gefestigt schienen. Ja selbst jene, denen ich ein paar meiner eigenen seelischen Narben zu verdanken habe. Wenn ich diese mit ihren scheinbar glücklichen Familien sah, dann tat mir das daher ab und zu wirklich weh. Denn ich, dank meiner eigenen Vorgeschichte stand ja quasi mit "leeren" Händen da. Wenn zu diesem Zeitpunkt auch noch in erheblich stabilerer Gefühlslage als jetzt.
Die Umstände wie wir uns kennen lernten hätten daher nicht "gewöhnlicher" sein können. Wir lernten uns nicht irgendwo im Internet oder so kennen, sondern auf dem Weg von der Arbeit. Sie hatte einen normalen Job und stand augenscheinlich mit beiden Beinen im Leben, ich war gerade bei meiner Umschulung. Sie gerade ohne Partner, mein Glück. Man lernte sich lieben und sie machte bei unserem gemeinsamen ersten mal im Bett die erste Offenbarung: Ich bin ihr erster. Kurzes erstaunen, wie eine attraktive Frau in dem Alter vor mir nie einen Partner haben konnte, aber ich dachte mir da noch nichts schlimmes. Sie erzählte mir, dass sie früher große Schwierigkeiten damit hatte Menschen an sich ran zu lassen. War für mich damals kein Problem, ich hatte ja auch meine "Dämonen" und ich hatte danach ja auch bis zu dem Zeitpunkt wo S. seine Pfoten nach ihr ausstreckte nie ein Problem bei ihr darin entdeckt. Es war für mich wie im Traum, wie im Märchen. Es passte so wunderbar zusammen. Und dann kamen dieses Stück Sch... mit seiner Ollen und machten alles kaputt.
Zitat von thegirlnextdoor:Ich hab schon den Eindruck, dass Michae83 sich hier noch Hoffnungen macht..?
Ja, die mache ich mir natürlich noch. Ab und zu wünschte ich (ja, ist bösartig und tut mir auch leid) S. und T. würden einfach sterben. Dann wäre die Katze noch immer aus dem Sack, aber das Objekt der Begierde endlich fort. Wie gesagt ist es ja nicht so, dass ich ihr aus lauter Bosheit da etwas verbieten will. Ich kann ihr die Lösung, die sie sich für ihr Problem zusammengereimt hat nur einfach nicht bieten, ohne daran komplett vor die Hunde zu gehen. Ich bin so nicht gestrickt und allein der Gedanke meine Freundin an andere Kerle "auszuleihen" reicht schon aus um bei mir alle Sicherungen durchdrehen zu lassen.
Edit, damit es nicht zu Missverständnissen kommt: Mit "Dann wäre die Katze noch immer aus dem Sack, aber das Objekt der Begierde endlich fort." meine ich, dass dann die Situation erst einmal wieder auf quasi 0 angelegt wäre und man gemeinsam über Lösungen nachdenken kann. So ist es ja eher ein "Die Lösung heißt offene Beziehung/Polyamorie, die Lösung heißt S. und ich will das jetzt so. Basta!"