Zitat von ElGatoRojo:Generelle Mutlosigkeit von Leuten die sich nicht wirklich auf einen anderen einlassen können.
Klar kann man so erfolgreich und längere Zeit eine Beziehung führen, wenn beide Partner so eingestellt sind. Dann passt es und es ist eine Einstellung, die beide zufrieden stellen kann.
Andererseits muss man damit rechnen,. dass es Leute gibt, die diese Vorbehalte des Partners als Ablehnung interpretieren und eben auf weitere Bekanntschaft verzichten.
Ich hatte einen Partner, der mir vorgeworfen hat, dass ich meine Wohnung nicht verkauft, sondern vermietet habe, als ich bei ihm eingezogen bin. Ich hätte ja eine "Backup-Wohnung” und würde mich nicht auf ihn einlassen wollen. Es stimmt schon, dass beide unabhängig voneinander so leben wollen sollten, sonst sind Konflikte vorprogrammiert.
Ob es nicht "mutiger” ist, dem Partner zu vertrauen und Freiraum zu lassen? Das zusammen Wohnen bedingt ja auch, dass man jede Nacht, jeden Tag miteinander verbringt (Dienstreisen, Mädel/Bubenurlaube, etc. ausgenommen) und man den Partner somit auch "kontrollieren” kann, wenn auch unterbewußt.
Ein Vermissen wie in der Phase vor dem Zusammenziehen fällt auch weg. Die Jahre vergehen, man sieht sich im Schlabberlook, schaut dem anderen beim Nägelschneiden zu. Außer beim Ausgehen macht man sich meiner Erfahrung nach auch nicht mehr hübsch.
Meine Erfahrung ist, dass getrennt wohnen die Anziehungskraft lange erhalten kann. Man hat laufend "Dates”, verabredet sich, obwohl schon lange ein Paar ist zum Beispiel. Wohnt man zusammen besteht aus meiner Sicht eher die Gefahr zu "verschwistern”.
Ich könnte mir ein Zusammenleben nur mehr mit massiv viel Platz vorstellen. Übertrieben ausgedrückt: "Darling, wenn Du mich brauchst, ich bin im Westflügel”.