Zitat von Trebor72:
Komm schon, Lars spielte vor der Affäre seiner Frau auch in einer anderen Liga.
Dem wäre es nie in den Sinn gekommen, die Ehe zu öffnen, der hat sich breit schlagen lassen und verkauft das jetzt als die Erkenntnis seines bisherigen 6uellen Lebens.
Auch, oder gerade um vor sich selbst Bestand zu haben, ansonsten hätte er kapituliert.
So bescheuert bin ich nicht, um das nicht zu erkennen.
Ähm, und was ist mit der Tatsache, dass Menschen sich entwickeln und Ansichten sich ändern und wandeln können? Es bleibt doch nicht alles von Geburt bis Tod gleich und in Stein gemeißelt. Das Leben ist stetige Veränderung, Stillstand gibt es nicht, denn Stillstand ist der Tod allen Lebens. Man ist doch die Summe seiner Erfahrungen, nennt sich auch Anpassungsfähigkeit an seine Umgebung und die Realität.
Ich war mit Anfang 20 anders als mit Anfang 30 und wiederum jetzt mit Anfang 40 anders als mit Anfang 30
Wenn mir vor 15 Jahren meine damalige Freundin eröffnet hätte sie würde jemand anderen vö..., dann wäre das der Weltuntergang gewesen. Ich hätte mich klein gemacht und mich in meiner Stellung als ihr Freund zurückgesetzt gefühlt. Großes Drama, Streß für alle etc..."Wie kann sie nur, was hab ich ihr getan...?". Das hätte ich gedacht.
Und heute: Ich bin nicht der Nabel der Welt und mit mir im Reinen und weiß um meine Vorzüge als Freund. Ich weiß daher, dass es nichts mit mir zu tun hat, wenn meine Freundin Bock hätte mit 'nem anderen zu vö...
Das sind 2 Paar Schuhe. Dieses Wissen entspannt enorm.
Und allgemein: Der Theorie, dass wer liebt nicht fremdgeht bin ich früher auch erlegen. Blödsinn, denn wie o.a. sind das 2 verschieden Paar Schuhe. Das eine ist die Liebe zu meiner Frau/Freundin, das andere einfach die pure Lebenslust.
Und weiter allgemein: Ich finde es mittlerweile belustigen, dass S. außerhalb der Beziehung als "Betrug" betitelt" wird. Wenn ich ins StGB gucke kann ich dort lesen was "Betrug" bedeutet. Übertragen auf eine Beziehung würde das also bedeuten, dass der "Betrüger" dem "Betrogenen" wissentlich um etwas bringt was ihm gehört bzw. in seinem Besitz ist und dadurch schädigt. Aha, ich gehöre also meiner Freundin und sie mir....
Gruselige Vorstellung....
Genauso verhält es sich mit dem Begriff "fremdgehen". Dieser Begriff impliziert, dass jemand, der sich als "Betrogener" fühlt Besitzansprüche an den "Betrüger" hat. Aber wir wissen ja: man kann keine Besitzansprüche an den Partner haben: freier Geist, freier Mensch.
Ich habe daher mittlerweile echt Probleme mit diesen Begriffen. Diese Begriffe sitzen ganz fest im Kopf ganz vieler vermeintlich ja ach so moderner Menschen.
Ich gehe nach Gesprächen im engen Freundeskreis mittlerweile sogar soweit zu behaupten, dass es auch für verabredet exklusive, monogame Beziehungen kein Problem sein sollte, wenn jeder 1x pro Jahr S. mit einem/einer anderen hat.
Just my 2 cents...