Ich habe mir das mal alles durchgelesen und eine Sache verstehe ich nicht. Die Trennung ist nun mehrere Jahre her - was ist denn seitdem passiert in deinem Leben?
Zitat von Solitaryman: Immer zwischendurch Kontakt gehabt, wieder und wieder mit der Andeutung , dass wir uns treffen, bereden - reset- alles wird gut.. Dann wieder , bestimmt 7-8 Mal Kontaktabruch von ihr. Da soll man nicht durchdrehen ? Ich habe dann einen Fehler gemacht, den ich hier nicht preisgeben möchte, nun habe ich auch noch eine Klage von ihr an der Backe.
Das ist doch das Grundproblem. Einerseits schreibst du, dass dir alles genommen wurde. Haus, Hof, Konto.
Andererseits klammerst du dich an genau jenen Menschen der das veranlaßt hat und von dem du wegkommen musst.
Du bist wie ein Alkohilker der trocken werden möchte und morgen anfängt in einer Bar zu arbeiten.
Der Fehler wird häufig begangen, weil es halt so verlockend ist. Statt gar kein Kontakt wird sich an jede Möglichkeit des Kontakts geklammert...dabei ist das dein Untergang und auch der Grund warum du nun da sitzt und es dir kaum besser geht. Man könnte auch sagen, dass du nicht einmal getrennt wurdest, sondern dutzende mal durchgehend in den letzten Jahren.
Wieso Bedarf es denn diesen Kontakt? Du schreibst von zwei Stiefkinder von ihr und einer Enkelin? Meinst du damit von den Stiefkinder, oder habt ihr noch ein gemeinsames Kind?
Und wie kannst du erst schreiben "die Stieftochter steht hinter mir" und paar Beiträge später erzählst du dass jene Person es nicht für nötig hält Post an dich weiterzuleiten?
Und was du da getan haben magst können wir uns alle grob vorstellen. Sicherlich bist du nicht stolz drauf...aber das sollte dir doch zeigen wohin dich das alles bringt. Du machst eigentlich einen rechte aufgeräumt Eindruck - willst du so ein Mensch sein?
Zitat von Solitaryman: Glaube mir, ich hatte mich so auf meinen letzten Lebensabschnitt gefreut. Hatte Pläne und viele Ideen. Alles über den Haufen. Auch 20000 Jungfrauen und materieller Wohlstand würden mich nicht mehr locken. Es gibt keine Anreize mehr.
Zitat von Solitaryman: Mein altes Leben möchte ich zurück.
Mehr nicht !
Ich weiß es wird nicht gehen.
Ich kann nicht loslassen, denn ich will es eigentlich auch nicht.
Es dreht sich ständig im Kreis.
Wie gesagt. Du weißt das du leidest....aber du unternimmst nicht viel.
Das Problem ist, dass es dabei zwei Ebenen gibt. Auf der einen Ebene wirst du niemals loslassen können. So ist das Leben und da bringen auch keine Ratschläge wie "vergiss sie halt" etwas. So funktioniert die menschliche Seele nicht. Du wirst bist zu deinem Lebensende an diesen Menschen denken. Dafür habt ihr zuviel Zeit miteinander verbracht und am Ende ist das auch nur ein Zeichen dafür, dass du aufrichtig geliebt hast.
Auf der anderen Ebene, die viel wichtiger ist (!), kann man es zwar nicht unterbinden solche Gedanken zu haben - aber man kann aktiv gegen steuern.
Zum Beispiel indem man neue Gedanken erschafft. Und genau das fehlt bei dir. Du lebst das Leben wie 24 Stunden nach der Trennung.
Konkret: neues machen. Hobbys, Leidenschaften. Neue Leute kennenlernen. Geh in ein Verein. Mach ehrenamtliche Arbeit. Vielleicht gibt es andere Leute mit Hunden bei dir in der Gegend. Wenn es sein muss zieh halt um. Vielleicht wolltest du mal an der Küste wohnen? Oder im Schwarzwald?
Ich stell mir das Leben oft wie ein Buch vor. Eine Trennung ist eine Zäsur. Das Buch hört auf einmal auf.
Nun liegt es an einen selbst: entweder man liest die 200 Seiten die bereits geschehen sind, vor allem der Anfang, weil er ja so schön war und ist am Ende immer traurig dass es so ausging. Das kann man ja machen.
Wichtig ist aber, dass man dann weiter schreibst und weitere Seiten füllt. Wer weiß, vielleicht waren es erst die ersten 200 Seiten von 1400? Vielleicht lernst du noch eine Frau kennen und bist mit ihr nun noch 25 Jahre zusammen? Fährst mit ihr nach Paris und Venedig? Wer weiß? Vielleicht auch nicht. Vielleicht fängst du aber auch einfach an deine Leidenschaften zu frönen und wirst einfach ein glückliches Leben führen? Man weiß es nicht.
Sicher ist aber nur, dass sich das Leben nur ändert, wenn man es will. Und das sehe ich bei dir noch gar nicht.
Man muss nicht "vergessen". Das geht auch gar nicht. Aber das morgen sollte dir immer wichtiger sein als das gestern.
Solltest du für die erste Schritte in diese Richtung Hilfe benötigen, dann such sie dir. Dafür gibt es sowas ja.