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Paranoide Züge wie soll ich damit umgehen

Schlechter83

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Hey ich bin neu hier und weiß im Moment so garnicht wie ich mit der Situation umgehen soll.
Ich fange mal von vorne an und hoffe ein wenig Hilfe zu bekommen.
Wir sind vor etwa 2 Jahren zusammengekommen und waren zu dem Zeit Punkt beide getrenntlebend. Ich habe aus meiner vorherigen Partnerschaft ein Kind. Wir fanden uns von Anfang an super und kamen recht schnell zusammen. Sie wurde in ihrer Ehe wegen einer anderen verlassen und ich habe mich von meinen engen Ketten befreit. Bis vor etwa einem 3/4 Jahr war alles super. Wir waren eine total entspannte Patchworkfamilie. Plötzlich wurde meine Freundin extrem eifersüchtig. Erst auf das Kind dann auf meine Ex. Weil wir uns ja auf Grund der Kindesübergabe alle 14 Tage sahen. Um Ihr die Angst zu nehmen hab ich ihr klar gesagt sie kann gerne jederzeit an mein Handy gehen und auch Telefonate annehmen etc. Bei allen andern Dingen die Sie unberechtigter Weise sieht kann ich Ihr nicht helfen. Im September 19 haben wir dann endlich unsere Traumwohnung gefunden und uns total auf ein gemeinsames Leben gefreut. Nun ist es seit dem nahezu konstant so das Sie generell glaubt das alles was ich tue gegen Sie gerichtet ist und ich wieder anfange mich einzuschränken. Um selbst bei kleinen Themen insbesondere die Zeit mit meinem Kind nicht noch weniger werden zu lassen fing ich an Dinge nicht mehr mit ihr zu besprechen weil ich wusste es wird negativ für Sie ausgelegt und wie es mir und meinem Kind geht spielt absolut keine Rolle. Nun ist sie nach einem erneuten Streit heute morgen zu einer Freundin gefahren und stellt alles in Frage was die letzten Jahre zwischen uns war.

09.02.2020 20:19 • #1


monchichi_82

monchichi_82


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Deine Freundin hat ein großes Problem mit sich selbst das nur sie klären kann. Jeder Klärungsversuch deinerseits endet darin das sie dir aus jedem Wort einen Strick dreht. Vielleicht solltest du mit ihr Klartext sprechen und/oder deine Konsequenzen daraus ziehen.

09.02.2020 21:27 • x 4 #2


Gutdrauf2020


Vielleicht hilft der Abstand.

Wenns richtige Paranoia sind, wohl nur Medikamente, aber das klingt für mich eher nach Eifersucht.

09.02.2020 21:28 • x 1 #3


Helium76

Helium76


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Hallo!
Wie lange wart ihr denn getrennt lebend? Für mich liest es sich so als hätte sie die Beziehung zu ihrem Ex nicht wirklich verarbeitet und nun kommt alles hoch. Nur das du das leider ausbaden muss.

09.02.2020 21:34 • x 1 #4


Angi2


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Zitat von Schlechter83:
fing ich an Dinge nicht mehr mit ihr zu besprechen

Nicht mehr über alles zu sprechen, alles zu besprechen, egal aus welchem Grund, ist der Anfang vom Ende......
Zitat von Schlechter83:
und wie es mir und meinem Kind geht spielt absolut keine Rolle.

Das Ende ist gekommen, wenn du sie ausgrenzt.....
Zitat von Schlechter83:
Nun ist sie nach einem erneuten Streit heute morgen zu einer Freundin gefahren und stellt alles in Frage was die letzten Jahre zwischen uns war.

Das ist das Ergebnis.....und du trägst die Verantwortung. Statt sie auszugrenzen, hättest du mit ihr reden sollen/müssen....um sie mit in die Verantwortung zu nehmen, falls die Beziehung an ihrer Uneinsichtigkeit scheitert.
Nun ist sie weg und das zurecht.

Zitat von Gutdrauf2020:
Wenns richtige Paranoia sind,

Ich halte es für unpassend, einem Partner sofort eine Störung anzudichten, wenn etwas nicht so läuft, wie man es sich wünscht.

09.02.2020 23:16 • x 1 #5


SweetCookie

SweetCookie


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Hallo lieber TE,

aus meiner Sicht überstürzt ihr beide alles miteinander.
Ihr beide kennt es wohl, irgendjemanden an der Seite zu haben. So kommt es oft, dass man von hü nach hott wechselt und du merkst jetzt schon, dass es dicke Probleme bei euch gibt und zwar von beiden Seiten. Das Kind sowie dein eigenes Wohlergehen sollten ganz oben auf deiner Wichtigkeitslste stehen. Erst danach kommt alles andere. Wenn du jetzt, nach so kurzer Zeit schon merkst, dass es nicht läuft, dann stimmt was grundsätzlich nicht.

Im übrigen ist deine Partnerin nicht paranoid. Sie ist ggf. extrem eifersüchtig, besitzergreifend und kontrollierend aufgrund von Verlustängsten, aber paranoid sicher nicht. Im übrigen kannst du ihr diese Ängste nicht nehmen und schon gar nicht, indem du jede Privatsphäre bei dir runterschraubst. Sie hat einfach nicht das Recht, an dein Handy zu gehen und und und...du solltest endlich lernen, Grenzen zu setzen. So eine Frau bekommst du nicht geändert. Die dreht immer am Rad, egal was du machst, denn das hat nichts mit dir sondern mit ihr zu tun und ihren Problemen.
Du selber hast aber auch genug,wie ich finde...keine gute Basis, für eine gesunde, neue Partnerschaft.


Zitat von Angi2:
und du trägst die Verantwortung. Statt sie auszugrenzen, hättest du mit ihr reden sollen/müssen....um sie mit in die Verantwortung zu nehmen, falls die Beziehung an ihrer Uneinsichtigkeit scheitert.
Nun ist sie weg und das zurecht.


Ähm....hier handelt es sich um 2 Erwachsene, da jat schon noch jeder für sich die Verantwortung und wie der TE mit Problemen umgeht, ist ja doch wohl noch seine Sache. Und weg ist sie noch lange nicht. Sie ist einfach zu einer Freundin gefahren....

10.02.2020 02:41 • x 1 #6


Benita

Benita


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Zitat von Schlechter83:
. . . generell glaubt das alles was ich tue gegen Sie gerichtet ist und ich wieder anfange mich einzuschränken.

Um selbst bei kleinen Themen insbesondere die Zeit mit meinem Kind nicht noch weniger werden zu lassen fing ich an Dinge nicht mehr mit ihr zu besprechen weil ich wusste es wird negativ für Sie ausgelegt und wie es mir und meinem Kind geht spielt absolut keine Rolle.

Deine Freundin ist beschränkt, du wirst es ihr nicht recht machen können, egal ob du sie informierst oder nicht und sofern sie es hinterher rausbekommt macht es die Angelegenheit noch schlimmer.

Ich würde mit ihr sprechen und ihr sagen, daß die Beziehung ohne Vertrauen keine Basis hat und wenn ihr etwas an dir liegt soll sie eine Therapie machen um ihr Misstrauen und ihre Ängste abzubauen. Allein wird sie es kaum schaffen.

Auf keinen Fall würde ich es zulassen, daß deshalb die Beziehung zu meinem Kind darunter leiden muss, sie wusste ja von anfang an, dass du ein Vorleben mit Kind hast.

10.02.2020 05:48 • x 3 #7


Schlechter83


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Zitat von SweetCookie:
Du selber hast aber auch genug,wie ich finde...keine gute Basis, für eine gesunde, neue Partnerschaft.


Darf ich dich fragen wie genau du das meinst

10.02.2020 07:13 • #8


Schlechter83


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Zitat von Angi2:
Nicht mehr über alles zu sprechen, alles zu besprechen, egal aus welchem Grund, ist der Anfang vom Ende......

Das Ende ist gekommen, wenn du sie ausgrenzt.....

Das ist das Ergebnis.....und du trägst die Verantwortung. Statt sie auszugrenzen, hättest du mit ihr reden sollen/müssen....um sie mit in die Verantwortung zu nehmen, falls die Beziehung an ihrer Uneinsichtigkeit scheitert.
Nun ist sie weg und das zurecht.


Ich halte es für unpassend, einem Partner sofort eine Störung anzudichten, wenn etwas nicht so läuft, wie man es sich wünscht.


Ich bin bei dieser Aussage klar bei dir aber diese Störung ist leider eine Tatsache die nicht von mir abgedichtet wird sondern von Fachärzten diagnostiziert wurde

10.02.2020 07:39 • #9


T4U

T4U


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Zitat von Schlechter83:
Bei allen andern Dingen die Sie unberechtigter Weise sieht kann ich Ihr nicht helfen.

Sie vertraut dir nicht. Vertrauen auf zu bauen, in Hinblick, auf ihre Vorgeschichte, wäre dein Maß und Ziel. Rede mit ihr, wenn dir die Beziehung wichtig ist. Bezieh sie überall mit ein, statt sie auszugrenzen.

Ausgegrenzt zu werden fördert ihr Misstrauen mehr, als du glaubst
Zitat:
sondern von Fachärzten diagnostiziert wurde

Und? Gabs von denen auch Tipps, wie du agieren kannst?

Oder bekommt nun die Störung die Hauptlast und du bist außen vor?

10.02.2020 07:41 • x 1 #10


Acht


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Ich finde die Denkanstöße von Angi2 sehr gut und überdenkenswert.

Zitat von Angi2:
Nicht mehr über alles zu sprechen, alles zu besprechen, egal aus welchem Grund, ist der Anfang vom Ende......

Du gehst mit deinem nichts mehr zu besprechen zu Gunsten eures Kindes ebenso in ein Meideverhalten rein, wie es deine Partnerin macht, um selbst keine Konsequenzen bei einem eventuell unangenehmen Gesprächsausgang ziehen zu müssen. Heißt du lässt dich von deiner Angst vor negativen Konsequenten leiten, heißt weiter, du zeigst eine ähnliche Herangehensweise an Konflikte wie deine Partnerin. Problem: Mit Meideverhalten auf beiden Seiten werden sich niemals Konflikte lösen lassen, weil keiner in der Lage ist Grenzen sichtbar zu ziehen.

Zitat von Angi2:
Das Ende ist gekommen, wenn du sie ausgrenzt.....

Angi hat Recht, du grenzt sie aus, denn du bist nicht mehr bei eurem, sondern bei deinem Kind. Es sind nur kleine Sprachfeinheiten, die aber sehr viel über die innere Wahrnehmung verraten.

Meine Empfehlung, nutze die Zeit ihres Auszugs, um in dich selbst hineinzuhorchen und um mit dir selbst ins Reine zu kommen. Menschen mit paranoiden Zügen, brauchen sehr klare Grenzsetzungen. Schau ehrlich auf dich, ob du dazu in der Lage sein möchtest und das kannst und willst.

Und aus eigener Erfahrung, pack die diagnostizierte Krankheit weit weg in eine Schublade, behandele sie nicht krank und nimm sie wie jeden anderen auch in die Verantwortung für ihr Handeln.

10.02.2020 07:47 • x 2 #11


monchichi_82

monchichi_82


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Zitat von Schlechter83:
die nicht von mir abgedichtet wird sondern von Fachärzten diagnostiziert wurde

Das unterstreicht die Sicht, dass du an der Situation nichts ändern kannst sondern nur sie mit Hilfe von Therapien und Medikation. Ob du das mit ihr durchstehen möchtest kannst du nur selbst entscheiden.

10.02.2020 09:02 • #12


T4U

T4U


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Zitat von monchichi_82:
dass du an der Situation nichts ändern kannst

Sie bewusst auszugrenzen kann er aber ändern, oder etwa nicht?

10.02.2020 09:07 • x 1 #13


monchichi_82

monchichi_82


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Ich finde diese Darstellung übertrieben, das wurde auch nicht geschrieben das sie ausgegrenzt wird wenn bis vor einem 3/4 Jahr noch alles super war. Würde er sie ausgrenzen würde er sich nicht diese Gedanken machen. Das sein leibliches Kind eine Priorität in seinem Leben hat das wird wohl selbstverständlich sein. Wenn sie einen Mann mit Kind als Partner haben will dann muss man das auch mit einplanen, dass da eine Mutter dazu gehört mit der ein kindesbezogener Kontakt da ist. Ich würde diese Zustände an seiner Stelle nicht haben wollen und ich würde auch nicht mit einem diagnostizierten, paranoiden Partner leben wollen. Ich stelle mir das sehr nervenaufreibend und anstrengend vor.

10.02.2020 10:40 • x 2 #14


T4U

T4U


2985
3471
Zitat von Schlechter83:
fing ich an Dinge nicht mehr mit ihr zu besprechen


Zitat von monchichi_82:
das wurde auch nicht geschrieben das sie ausgegrenzt wird


Lesen hilft

10.02.2020 11:04 • #15




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