Zitat von Florentine:Ich möchte mich mal einklinken mit einer kurzen Geschichte.
Meine Tante gruppierte sich Mitte ihrer 30er in so esoterische Gruppen ein
Zuvor war sicherlich auch einiges passiert in ihrem Leben.
Jedenfalls trennte sie sich daraufhin von ihrem 10 Jahre bestehenden Freund und distanzierte sich zunehmend von der Familie.
Seltsame Nachrichten von "Sessions" folgten, sie schloss sich einem Guru an, fuhr zu "SaiBaba" nach Indien.
Niemand aus Familie oder Freundeskreis konnte etwas damit anfangen, zugegeben, wir haben sie belächelt über ihre "außeekörperliche" Erfahrungen (als Katze über ein Hausdach spaziert).
Ende vom Lied:
Extreme Abkapselung von der Familie und psychotischer Ausbruch. Mit Messer auf Schwester losgegangen, Mutter und Tochter eingesperrt, Auto, Gegenverkehr LKW, auf die Fahrbahn gelaufen schwer verletzt, unter LKW gekommen, Bein verloren und den anderen Fuß...erst gute 20 IHre später wieder einigermaßen psYchisch gesund.
Kann auch echt schlecht laufen mit so "Visionen" und unbehAndelten "Paranormalen Geschichten".
Im Ernst. Seid vorsichtig.
Ich will gar nicht sagen, dass alles erforscht ist.
Ich habe selber schon Dinge gesehen, die unerklärlich waren (faktisch physikalisch) und Dinge, die ICH unerklärlich fand (MEINE Interpretation, bei der andere Lösungen durchaus denkbar wären).
Die Psyche und das Hirn sind mächtige Dibge, deren Wirkungsweise und deren Leistungsfähigkeit noch lange nicht vollumfänglich untersucht sind.
Psychische Krankheit ist schnell gesagt, so lange du die Norm als "gesund" definierst, was ich in Anbetracht der derzeitigen Entwicklungen in der Gesellschaft doch zu bezweifeln wage.
Lieber TE:
Ich kann dir nicht sageb, was richtig ist und ich verstehe deine Angst, einen Psychiater zu konsultieren.
Dennoch beeintrachtigt es dein Leben. Das alleine wäre für mich ein Signal, Unterstützung zu holen.
Vielleicht eine Verhaltenstherapie? In der du lernst, kongnitive Prozesse umzugestalten?
Hey,
Danke für deine Antwort. Das was du erzählt hast ist schon wirklich krass. Die Arme. Wünsche deiner Tante nur das Beste.
Mit der Abkapselung kenn ich auch. Nur Gott sei dank, bin ich noch nie irgendwie aggressiv oder ähnliches geworden wegen meiner Ideen.
Denke auch, dass ich zu sowas nicht in der Lage wäre.
Danke auf jeden Fall, dass du mich verstehst. Zum Thema Angst vorm Psychater. Nicht nur die Angst, dass das Erlebte gleich als krank und irreal angesehen wird, habe ich. Auch habe ich Angst das meine Ängste schlimmer werden in Therapie.
Habe schon Erfahrung mit Therapie gemacht und das Resultat war, dass ich mehr Angst als vorher bekam.
Klar muss nicht immer so sein, aber kann auch wieder passieren. Und ich will mir gar nicht vorstellen, was schlimmer als jetzt bedeutet. Denn ich will nicht auf Mitleidstour machen, aber ja ich denke es geht kaum schlimmer als jetzt.
Dennoch weiß ich auch, dass Therapie der einzige Weg ist.
Ich werde auf kurz oder lang auch noch die Therapie machen.
Das einzige was eigentlich noch ,,Im Weg ist, ist dass ich mich überwinden muss. Habe eben auch Angst, dass ich der Therapie nicht gewachsen bin. Denn es ist ja kein Spatiergang da, sondern auch Arbeit.
Zudem will ich mit meiner Freundin über alles reden, bevor ich in Therapie geh. Damit ich mich voll und ganz auf meine Genesung konzentrieren kann, ohne im Hinterkopf zu haben, dass meine Freundin auf ne Antwort wartet und nicht weiß was Sache ist.
Vielleicht ist die Angst vor der Therapie auch ein Grund, weswegen ich es so sehr vor mich her schiebe, dass ich mich mit ihr ausspreche.
Denn das ist ja eigentlich das einzige was ich vorher tun will.
Es erfordert eben, auch wenns albern klingen mag, ne Menge Mut den Psychologen zu kontaktieren.
Bzw was heißt ,,den Psycholgen.
Erstmal einen zu finden, wäre passender formuliert.
Zudem habe ich auch die Hoffnung, es selber irgendwie hinzukriegen und spreche deswegen mit vielen Menschen hier darüber, mit der Hoffnung das mich irgendwann mal jemand überzeugen kann.
Ich weiß aber auch, dass es eigentlich eher unwahrscheinlich ist. Denn seit Jahren komm ich nicht vom Fleck, was die Gedanken angeht. Da muss wohl jemand professionelles Her.
Dennoch hilft das Schreiben natürlich trotzdem, unabhängig davon ob die Angst jetzt bleibt oder nicht.
Denn alleine sich auszutauschen ist ein gutes Gefühl. Vor allem auch dann, wenn man hauptsächlich positives Feedback bekommt. Und nicht als Irre oder komisch betitelt wird.
Ich muss auch sagen, ich finde den Ton hier im Forum sehr gut. Viele Leute antworten sehr mitfühlend. Also echt gut hier, wollte ich mal sagen

.
Zu der Frage ob ich mit meiner (Ex)Freundin über meine Ängste offen reden sollte, habt ihr mir auf jeden Fall auch schon geholfen, denn ich bin mir jetzt immer mehr sicher, dass ich ihr davon erzählen sollte ohne Scham.
Besser sie findet mich ein wenig seltsam, was die Gedanken angeht, als dass sie denkt ich hab sie aus Jucks und Dollerei einfach alleine gelassen.
Lg