@Löwin45 wollte ich gestern eigentlich schreiben: "Du beschreibst wieder sehr gut die ganz tiefen Befürchtungen meiner T_ollgedanken und -Befürchtungen. Das hieße jedoch, dass sie mich in den letzten Wochen/Monaten weiterhin belogen haben muss", doch ich hatte sie ja kurz vorher noch als glaubwürdig beschrieben....*beep*
...oder um es mit @darkenrahl zu sagen:
Zitat von darkenrahl:Hmmm, wenn ich das so lese, kommt mir der thread von @Leonhard ...in den Sinn. .... Da kommt auch je länger und schlimmer, einiges mehr zu Vorschein als Anfangs geschildert.
Was ist passiert? Meine Frau hatte mir gelegentlich den SMS-Verlauf in ihrem Handy gezeigt, es sind jedoch die von ihr gelöschten SMS-Nachrichten aufgetaucht (Sie hatte das Handy gestern zu Hause vergessen und musste deswegen über ihr Tablet auf der Arbeit eine Nachricht an eine Kollegin schreiben. Das führte jedoch dazu, dass die Nachrichten auch hier auf ihrem Laptop aktiviert wurden; diese waren jedoch vollständig.)
Zusammengefasst: Sie kam von ihrer Ex-Affäre schwerer los, als sie es mir (das ist verständlich), ihren eingeweihten Freundinnen, unserem Therapeuten und sogar sich eingestehen wollte/konnte (das kann ich nicht ansatzweise nachvollziehen). Das heißt es kam entgegen unserer Absprachen und trotz der Zugeständnisse (Absprachen/Nachwehen-Gespräche nur per Telefon oder zwischen Tür-und-Angel) bereits direkt nach den Ferien (und somit trotz wochenlanger Abstinenz) zu einem persönlichen Gesprächs-Treffen vor einer Konferenz, zu dem sie sogar Cappuccino mitbrachte (für die Person, die ihre Ehe bewusst zerstören wollte; als ob sie ein kleines schwaches Weibchen wäre). Auch danach gab es mehrere kurze Gespräche (z.B. auf dem Weg zum Parkplatz), von denen sie mir nie berichtete, obwohl ich sowas ja im Vorfeld akzeptiert hatte.
Zusätzlich sendet er in der anschließenden SMS-Kommunikation
zweimal Kuss-Smileys,
Anspielungen auf Herzklopfen,
schlägt auf einer Fortbildung ein Treffen auf einer Wiese mit "Austausch von Gedanken, Sorgen, Nöten und Empfindungen vor".
Sie hingegen
geht nicht auf die Herzen ein,
antwortet mit traurigem Smiley auf sein Herzklopfen,
schreibt ihm "Es war "schön" Dich zu sehen!",
will ihm für das Treffen ein Zeitfensterchen einräumen.
Darüber hinaus erzählt sie ihm(!) z.B., wie schwer unser gemeinsames Arbeiten an der Beziehung manchmal fällt und das es eine Beziehungsprobe sei; sie setzt also wieder die Kommunikation einer emotionalen Affäre fort.
Dadurch ermöglicht sie doch nur wieder Nähe und Geheimnisse und Aufregung, also all das, was eine Affäre so gut macht.
Erst nach dem die Trennung im Projekt angeleiert wurde und nach unserem Ritual wird ihre SMS-Kommunikation deutlich weniger und distanzierter, das will ich nicht verschweigen.
Ich verstehe nicht, wie sie...
trotz der wochenlangen Abstinenz,
trotz x Artikeln, Filmen, Ratgebern, Büchern,
trotz unserer Gespräche,
trotz dem Bewusstwerden, was sie bei mir, bei sich und der Familie riskiert und ausgelöst hat,
trotz zig Möglichkeiten sich selbst zu informieren,
trotz Gesprächsmöglichkeit mit Eingeweihten,
trotz der bewussten Chance, sich alleine beim Therapeuten Luft zu machen, alle Karten auf den Tisch zu legen und Hilfe zu bekommen, ...
dennoch diese Treffen und Kommunikation zulassen konnte und z.B. wieder Nachrichten löscht. Gerade Letzteres hatten wir als sicheres Indiz genannt, dass dringend etwas zu besprechen sei.
Anstatt sich (professionelle) Hilfe zu holen, weiß der Drücksack am besten über sie Bescheid, unfassbar.
Es ist, als ob monatelange intensive Auseinandersetzungen mit dem Thema erst jetzt erst bei ihr ankommen. Sie sei froh, dass sie Fortschritte gemacht habe.....ja toll, alleine und nur mit ihm als Ratgeber ist das tatsächlich fast schon ein Wunder.
Zitat von Löwin45:Irgendwie klingt das so, als wenn sie den Kontakt gar nicht unbedingt nur auf die rein geschäftliche Ebene ziehen, sondern eben immer noch auch eine freundschaftliche Beziehung aufrechterhalten möchte, möglicherweise da es ihr missfällt sich unbeliebt zu machen.
Ihre zweideutigen Signale erklären natürlich auch seine Reaktionen; sie hat es nie richtig schaffen wollen/können, ihm eine Grenze zu setzen. Kuss-Smileys unkommentiert zu lassen, ist in meinen/seinen Augen ein Annehmen dieser. Sie habe das alles nicht so ernst genommen und sähe erst jetzt, nach meiner Zusammenfassung, wie bizarr das gewesen sei.
Die Lügen in der Affäre und auch die Notlüge direkt im Anschluss konnte ich vergeben und es z.T. der Naivität und Hormon-Verwirrung zugestehen, doch in den letzten Wochen muss ihr doch alles bewusst gewesen sein.
Ist/war sie...
wirklich so hohl?
emphatisch unfähig?
gefühlsarm?
so ein schwacher Mensch, der es allen Recht machen will?
noch so verwirrt?
doch ein mieses Charakterschwein?
noch so verliebt?
eine Mischung aus allen Punkten?
......jaja, ich habe eine Ahnung, was als Antwort von Euch kommen wird...
Ich bin fast schon nicht mehr verzweifelt und traurig wie früher, sondern mehr nur noch entsetzt und befremdet.
Ich habe gestern die Paartherapie abgebrochen und überlasse ihr alleine den nächsten Termin. Ich mache erst weiter, wenn statt Lügen und Worte auch überzeugende Taten kommen und sie weiß, was sie wirklich bewegt und warum sie so schwer losgekommen ist. Dabei waren wir so kurz davor und uns gestern Vormittag noch einig, den übernächsten Therapeuten-Termin erst in einem Viertel Jahr zu benötigen.
Danke für´s Loswerden können
L