Verletztx123
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Ich bin mit meinem Partner seit Mai 25 zusammen, also noch nicht so lange. In unserer Beziehung habe ich immer erwähnt das ich kein Fan von 50/50 bin, das wir uns Cent genau alles aufteilen bei Dates oder das wir getrennt zahlen. Mein Partner hat das auch so gesehen. Wenn wir essen waren hat er es meistens von sich aus übernommen - ich habe ihn hin und wieder auch mal „eingeladen“ oder bezahle beispielsweise als „Gegenleistung“ bei uns immer das parkticket wenn wir in der Stadt unterwegs sind. Die parkhäuser bei uns sind schon relativ teuer, da kommt man schonmal an einem Abend auf 20Euro an Parkgebühren (Großstadt eben).
Wir waren auch bereits zusammen im Urlaub und auch da haben wir dann alles fifty fifty aufgeteilt, so das er eigentlich nichts „für mich ausgeben musste“. Er ist dann halt so, das er dann bei ner kleinen Auseinandersetzung behauptet er würde alles für mich zahlen.
jetzt kommen wir zum eigentlichen Problem: mein Partner weiß, dass ich alleine lebe und weniger als er verdient. Er lebt bei seinen Eltern gibt denen hin und wieder mal 200Euro oder bezahlt mal den Einkauf der Eltern. Sein Auto hat er von der Arbeit bekommen mit Tankkarte. Sprich, er hat nichtmal in dem Sinne für sein Auto Ausgaben. Ich muss das alles selber zahlen und habe am Ende des Monats eben nicht so viel Geld zur Verfügung wie er, ist ja irgendwo auch logisch. Wenn ich das mal erwähne meinte er, ich soll einfach nicht über meinen Bedürfnissen leben, dann könnte ich auch mehr Geld sparen.
Das einzige Problem ist jetzt aber: er erwähnt in letzter Zeit häufig das er ein extremes Weihnachtsgeschenk von mir erwartet. Dann so Sachen wie das neuste iPhone oder die teuerste Apple Watch (beide kosten jeweils um die 1000Euro, wenn nicht sogar mehr). Er hat dann beiläufig erwähnt gehabt dass eine Frau immer den Wert schenken soll, den der Partner für sie ausgibt. Dann kam er wieder darauf das er jetzt schon mindestens 500Euro für unsere Dates und Abendessen ausgegeben hat.
Mir war das gar nicht bewusst, das er das in Wert von Geschenken zurück haben möchte und hat das praktisch erst jetzt erwähnt. Um klar zu stellen: wenn er es von Anfang an klar gemacht hätte, wäre es eine andere Geschichte gewesen. Aber nach 4 Monaten zu sagen ich möchte das alles in Form von Geschenken an Weihnachten zurück? Und dann das wie eine Anforderung zu stellen? Ich habe vorallem am Anfang oft gefragt ob wir uns beim Zahlen nicht abwechseln sollen oder ich ihm das Geld dann überweisen soll, er meinte jedes Mal du kannst das parkticket und die Getränke zahlen dann passt das.
Hätten wir von Anfang an alles getrennt gemacht wäre das auch gar kein Problem gewesen, mir geht es nur darum das er jetzt nach 4 Monaten solche Aussagen trifft die für mich ein bisschen komisch rüber kommen. ich bin keine Person die sich jedes Jahr das neuste iPhone oder die neuste Uhr/Laptop oder sonst was holt. Ich habe mir dieses Jahr ein neues MacBook gekauft weil mein alter Laptop nach 7 Jahren! Den Geist aufgegeben hat. Mein Partner hat dann nur dazu gesagt „Ich wusste gar nicht das du das Geld hast um dir so ein teuren Spaß zu erlauben, du erzählst mir das ja gar nicht“. Ich habe immer Notgroschen da, falls teurere Sachen kaputt gehen. Gerade wie mein Laptop, Auto oder ne Waschmaschine oder sonst was. Das Geld ist auch nur dafür gedacht und als ich das ihm so erklärt habe meinte er ja du hast doch Geld ich verstehe nicht wieso du dir dann kein neues Auto kaufst oder endlich ein Kredit aufnimmst, dein Auto ist schon peinlich. Ich habe erwähnt das ich ein neues Auto möchte das stimmt, aber auch das ich das Geld nicht gerade zur Verfügung habe und mich nicht in jungen Jahren für 30k für ein Auto verschulden möchte.
findet ihr meine Sichtweise übertrieben? Ich weiß gar nicht wie ich da handeln soll. Ich war immer altmodisch in der Hinsicht und habe meinem Partner auch gesagt das ich irgendwann erwarte das mein Partner sich um mich finanziell sorgen kann (gerade wenn Kinder im Spiel sind) und ich das auch irgendwie schön finde wenn der Mann das Abendessen ausgibt. Er meinte auch immer er ist dieser Mann und er findet es männlich wenn der Mann Geld für die Frau ausgibt.
Natürlich hat er auch erwähnt dass er seiner ex immer Urlaube geschenkt hat usw. und als ich das mal erwähnt habe meinte er, ja die waren auch länger zusammen und sie hatte kein Geld. Bei mir weigert er sich komplett, wie gesagt ich habe kein Problem damit aber ich finde diese Sichtweise komisch und kann mir das nicht erklären.
Ich bin kein Mensch der über seinen Bedürfnissen lebt und habe gerne immer Geld für Notfälle zur Verfügung einfach aus Angst irgendwann eine Rechnung nicht zahlen zu können. Ich bin in einer Familie aufgewachsen wo wir uns 6 Jahre lang keinen Urlaub leisten konnten, das sind andere Verhältnisse gewesen. Auch wenn ich heute etwas anders lebe und mir Reisen leisten kann, wenn ich mir eben nicht alle paar Monate die neusten Sachen kaufen muss. Er hingegen braucht immer das neuste Laptop, Handy, Uhr, Schmuck und Klamotten. Daher finde ich seine Aussage mit den Weihnachtsgeschenken übertrieben. Und wenn ich ihm das schenken wollen würde, soll es meine eigene freie Entscheidung sein und nicht mehr oder weniger zu dieser Entscheidung gelenkt werden oder die Anforderung das es etwas teureres sein muss, wenn ich nichtmal mein Handy erneuere das auch schon über 3 Jahre alt ist.