@CaptainIglo Dein Vorteil ist, dass ihr nicht verheiratet seid und beide Kinder das 3. Lebensjahr vollendet haben. Es fällt damit weder Trennungs- noch Betreuungsunterhalt an. Damit dürfte ihr ein entscheidender wirtschaftlicher Anreiz fehlen, sich auf dem status quo auszuruhen. Auch im Hinblick auf ihre zukünftige Absicherung. Hier werfe ich auch mal das Stichwort Altersarmut in den Ring. Auf dieser Basis würde ich an deiner Stelle mal ganz vernünftig mit ihr diskutieren, im rahmen einer moderierten Trennungsberatung. Du bist als Papa mit gemeinsamen Sorgerecht gleichberechtigtes Elternteil. Egal ob Haus oder nicht, sie wird sich ab jetzt, wirtschaftlich auf eigene Füße stellen und für sich selbst aufkommen müssen. Da kann sie froh sein, wenn du als verantwortungsbewusster Papa genau diese Verantwortung auch leben willst. Das ist auch im Sinne der Kinder, die das Recht auf beide Eltern haben. Vorrangig vor Omas und Opas, Tanten und Onkel. Du bist der Papa und willst für euer Kinder sorgen. Das muss in allen Gesprächen im Vordergrund stehen. Mit Blick auf die Kinder argumentieren. Nicht auf die böse, toxische Ex.
Zitat von CaptainIglo: Wenn sie nicht kann, dann soll Oma und Tante aufpassen.
Kannst du im Wechselmodell eine durchgängige Betreuung darstellen? Das wäre ein großer Pluspunkt, wenn du darlegen kannst, dass du mit flexiblen Arbeitszeiten, Homeoffice für eure Kinder verfügbar bist. Auch wenn Schule oder Kindergarten mal nicht möglich sind, wegen Krankheit der Kinder, plötzlichen Schließungen, Unterrichtsausfall etc. Diese Themen sollten du jetzt angehen, eher noch als irgendwelche Schlammschlachten vorzubereiten. Schaff dir deine Asse im Ärmel, bleib sachlich, sei konkret.
Zitat von CaptainIglo: Sie möchte die Kinder überwiegend bei sich im Haus haben.
Wenn sie ihre Arbeitszeit ausweitet, kann sie dann sowohl das Haus halten als auch deinen Anteil auszahlen? Ich denke mit dieser Frage steht und fällt ihr ganzes Konstrukt.