Zitat von HeikoA13: Meine Partnerin hat nun schon zum wiederholten Male vergessen, sich bei mir zu erkundigen wie meine (wichtigen) Arzttermine verlaufen sind (obwohl die Termine bekannt waren)
Erinnert mich an eine Phase bei uns.
In meiner zweiten Schwangerschaft durfte mein Partner aufgrund COVID-19 Schutzmaßnahmen bei den Arztuntersuchungen in der Praxis nicht dabei sein.
Mal abgesehen davon, dass ich in den meisten Fällen vor Freude und Euphorie sowieso direkt nach dem Termin bei ihm angerufen habe um zu erzählen was es Neues gibt, gab es auch Termine bei denen ich gewartet und erwartet hatte das er sich selbst bei mir nach dem neusten Stand erkundigt. Wo jetzt genau der Unterschied lag, bei welchen Terminen ich auf seine Frage gewartet habe kann ich im Nachhinein schlecht sagen. Es ging mir persönlich darum, dass er sehr viel von sich und seiner Arbeit geredet hat und das Thema Schwangerschaft/Baby bei ihm grundsätzlich nicht so präsent als Gesprächsthema gewesen ist.
Ich glaube, ich wollte damals einfach das Gefühl oder die Gewissheit, dass ihm das Wohlergehen unseres Kindes auch wichtig ist. Das es ihn interessiert wie es mir geht und wie es um die Entwicklung unseres Babys steht.
Kann mich noch daran erinnern wie enttäuscht und traurig ich war, als er sich 2-3 Tage später immer noch nicht erkundigt hatte, obwohl die Termine auch ihm bekannt waren.
Hab ich den Termin dann angesprochen war er super interessiert. Als ich ihm mitteilte, dass ich mich über mehr aktives Interesse freuen würde, entschuldigte er sich und versuchte sich zu bessern.
Die Termine waren ihm nicht egal, aber ich denke er wusste so lange er nichts negatives hört muss ja alles passen. Er hat mich ja auch jeden Tag gesehen und wusste es geht mir gut. Deswegen vlt. bei uns die fehlende Eigeninitiative beim Nachfragen.
Zitat von HeikoA13: Ich habe es heute erneut. angesprochen, sie hat sich entschuldigt, was ich annehmen kann.
Aber ich merke halt, das es ihr öfters passiert.
Wie soll ich damit umgehen ?
Ganz ehrlich, ich hab einfach akzeptiert das er nicht so der aktive Ansprecher oder Nachfrager ist.
Ich hab die Themen die mir wichtig sind einfach selbst "auf den Tisch gebracht".
Es gab genug andere Gelegenheiten und Möglichkeiten die er genutzt hat, damit ich mich von ihm geliebt und gesehen fühlte.
Und mal die Geschichte andersrum:
Mein Partner hat ebenfalls einen Bandscheibenvorfall. Das ganze zieht sich seit ca. 1.5 Jahren. In der Zeit ist die Lage von "furchtbar-gut" alles dabei. In der heißen Phase als es wirklich schlimm war, habe ich mich schon viel erkundigt wie ich ihm helfen kann, wie ich ihn entlasten kann, wie die Termine bei der Physio waren, etc. Irgendwann gehört es einfach zum Alltag dazu, also irgendwann wurde der Ausnahmezustand zum Normalzustand. Ich hatte da auch nicht mehr jeden Arzttermin oder Physio Termin im Kopf um mich von selbst aus zu erkundigen. Wobei ich dadurch, dass wir zusammen wohnen und ich eben jeden Tag die Einschränkung sehen konnte, eben auch häufiger die Möglichkeit habe mich zu erkundigen.
Keine Ahnung wie das wäre, wenn ich ihn nur 1x die Woche sehen würde.