*Blätter zurück*
@verliebtverliebt.
Zitat:Und dann hattest Du noch von einem Mann geschrieben, den Du trafst und der gepasst hätte.
Warum ist aus Euch nichts geworden?
in gewisser Weise ist ja was aus uns geworden. Er ist nicht ganz aus meinem Leben.
Bei Deiner Frage muss ich an einen Beitrag von Kätzchen denken, den sie vor langem mal im Affairenthread schrieb. Sinngemäß sagte sie, dass sich eine Geschichte auf so vielfältige Weise erzählen lasse. Das denke ich auch, wobei ich bei anderen Liebesgeschichten meine, größere Klarheit zu haben. Da sehen die Antworten dann recht einfach aus: x liebt y nicht mehr oder x hat sich in eine andere Richtng wie y entwickelt usw.
Bei ihm würde ich jetzt gerade sagen, dass er zu viel denkt (weswegen ich mich ja u.A. in ihn verliebt habe

). Man könnte sagen, er glaubt nicht mehr an die Liebe, bzw. daran, dass Beziehung funktioniert. Und daran hält er sich radikal, auch wenn das üerhaupt nicht seinem Wesen entspricht weil der grenzenlose Romantiker doch immer wieder aus ihm ausbricht.
Wenn er in 20. Jahren zu mir käme, würde ich ihm sofort die Hand reichen. Und das nicht weil ich noch verknallt wäre, sondern weil das einfach ein Mensch ist, mit dem ich mein Leben verbringen könnte. Bei ihm bräuchte es auch gar nicht all dieser anfänglichen Romantik oder ständig heißen S. (nehme ich aber auch gern mit

), damit genug Bindungsstoff da ist.
Zitat:Und dann schriebst Du, dass Du dankbar wärst, nur noch einmal so eine passende Liebe zu finden.
Warum nur einmal? Weil für immer? Weil Du die Liebe nie mehr verlassen wirst?
naja, zum einen weil mir einmal genügen würde.
Bin bezüglich der Männer auch nicht so Erfahrungshungrig. Habe ganz anderes im Sinn.
Und dann weil ich es für fast unmöglich halte, noch einmal einen Mann zu treffen, der in der Tiefe so sehr zu mir passt.
Und ja, gerne für immer. Ich sehe für mich persönlich keinen Sinn darin, dauernd meine Partner zu wechseln und möchte irgendwann gerne mit meinem Liebsten eine gemeinsame Geschichte haben. Das gefällt mir auch an alten Freundschaften gut: sie kennen mich als Kind oder Teenie, haben meine ganze Geschichte miterlebt und umgekehrt. Das finde ich sehr wichtig. Irgend ein Schriftsteller schrieb in hohem Alter, dass es fürchterlich sei, dass nun alle Freunde tot sind, die seine Geschichte miterlebt haben.
Wie geht es Dir damit? Wünschst Du Dir nichts langfristiges?
Zitat:sind das denn überhaupt die Dinge, die Du erreichen willst?
Zitat:Gute Frage, tja. Das eine ist: Mutter werden, ist wohl nicht mehr angesagt in meinem Alter.
Das andere ist: Ich komme nicht mehr in die Zwanziger zurück.
Will ich das beides wirklich?
Würde ich jetzt als Träumerin antworten: Ja!
Würde ich jetzt als Realo antworten: Nein!
Also: Jein.
okay, das Mutterwerden ist tatsächlich zeitlich begrenzt.
Und beziehen sich die gewünschten 20.er auf`s Kinderkriegen können?
Was wäre denn so schön daran, nochmal 20. zu sein?
Manches ist am älter werden ja wirklich unangenehm aber das beginnt mMn schon etwas später...Und manchmal denke ich, dass einige Menschen sich eigentlich nicht ihre Jugend zurück wünschen, sondern die Lebensweise von damals....Wie ist das bei Dir? Muss man für das, was Du Dir wünschst, wirklich noch mal 20. sein?
Ich hab mir mein jetziges Alter als junge Frau immer wie die Hölle vorgestellt, een wegen der weiblichen Vorbilder um mich herum. Aber ohne zu flunkern, möchte ich nicht noch einmal 20. sein. Naiv, planlos, erfahrungslos, voller unbestimmter Sehnsucht...Dabei weder zu wissen, wer ich bin, noch was ich will usw. Nein danke. Hängt aber natürlich mit meiner individuellen Lebensgeschichte zusammen. Ich war in meinen 20.ern todunglücklich.
Oder anders gefragt: was würdest Du denn tun, wärst Du heute 20.?
Zitat:Außerdem kann man aus Trümmern (und so drastisch ist es ja selten) tatsächlich oft schönes zusammen basteln (hab die Wendung gerade nicht im Kopf).
Zitat:Das klingt gut, und Trümmer sind es nicht, es wird ein kompletter Neuanfang ohne Trümmer. Der einzig verbleibende mögliche Trümmer wäre dann ich.
ist das süß!

Warum siehst Du Dich als Trümmer?
Zitat:Das ist das Problem: Ich weiß nie genau, was ich will. Ich bin so pflegeleicht,
ich will immer das, was ist. Das heißt: bin ziemlich passiv. Dafür habe ich einen verdammt guten Job, der mir richtig Spaß macht, arbeite wenig Stunden für ausreichend Geld, habe viele gute Seelen um mich und als Freunde, lebe in einem wunderschönen Dorf auf einem wunderschönen Naturgrundstück und zu guter Letzt kam mir noch ein junger Mann ins Haus geflattert, der mich und mein Leben gerade so auf den Kopf stellt, dass ich kein Buch mehr lesen kann (weil mein Kopf voll von Träumen und Gedanken ist)

und der mir größten Herzschmerz bereitet. Das wollte ich hier eigentlich gar nicht öffentlich posten, es muss nur zum besseren Verständnis geschrieben werden.
Hm und was lässt Dich sagen, Du seist das Trümmerteilchen, nicht Dein Leben? Das klingt alles doch ziemlich gut und Dein Leben scheint genug Freiräume zu bieten, um das Fehlende noch mit hinein zu nehmen. Denn irgend etwas scheint Dir ja zu fehlen, nicht wahr?
Und wie meinst Du das Markierte? Klingt irgendwie lustig. Denn die meisten wollen doch immer gerade das, was nicht ist. So sagt man jedenfalls. Und willst Du gerade auch Deinen Nachbarn weil er zufällig gerade ist?
Und wieso bereitet der neue Nachbar Dir Herzschmerz?
Und ja, dieser Konzentrationsmangel in Verliebtheitsphasen ist schrecklich. Ein wirklicher Genuss ist das ja nun echt nicht, selbst dann nicht wenn die Liebe erwidert wird. Ich wollte diese anfängliche Liebesbesessenheit immer gerne abschütteln.