TheUnknown
Gast
Ich verfolge nun schon seit einer längeren Zeit hier die Themen, Probleme, Fragestellungen und Sichtweisen in den einzelnen Foren und habe dabei sehr interessante und neue Erkenntnisse gewonnen. Mein Problem ist, dass ich diese noch nicht gänzlich umzusetzen weiß (oder ich habe einfach unglaublich viel Pech bei der Partnersuche).
Erste Erkenntnis ist, dass verdammt viele Männer zwischen ca. 40 und 55 alleine sind und massive Probleme haben, eine Partnerin zu finden. Ebenso haben Frauen ab ca. 35 aufwärts große Schwierigkeiten, einen Partner zu finden. Schaut man hier in den Foren, müsste man sich nur untereinander kennen lernen und alle wären "unter der Haube"
Okay, Spaß beiseite. Was ich immer wieder lese, höre und erlebe ist, dass die Ansprüche auf beiden Geschlechterseiten sehr hoch sind und für das jeweils andere Geschlecht augenscheinlich nicht zu realisieren sind. Frauen wollen einen Mann auf Augenhöhe, er soll kritikfähig sein, möglichst gebildet und auf beiden Beinen stehen (heißt übersetzt: Keinen Kinderwunsch mehr haben, beruflich voll etabliert, sozial und nach außen hoch angesehen). Männer mit "normalen" Einkommen ohne hohen gesellschaftlichen Rang haben da wohl wenig bis keine Chancen.
Nun die andere Seite: Männer wünschen sich eine leidenschaftliche Frau, Kinderplanung soll noch nicht ad acta gelegt sein, sie soll gleichzeitig Haus und Hof "wuppen", aber auch Geld verdienen und Karriere machen. Je jünger sie ist, desto besser. Wie wiederum sollen das die alleinstehenden Frauen ab Mitte 30/Anfang 40 packen? Manche schaffen das vielleicht, aber eine Beziehung aufzubauen auf diesen Vorstellungen sind sicherlich keine gute Basis. Da sind Probleme m.E. vorprogrammiert.
Nehme ich nun meine eigenen Erlebnisse zur Hand, kommen dabei witzige wie auch traurige Ergebnisse zutage:
Seit meiner Scheidung vor einem Jahr (in vier Tagen ist der Jahrestag, mir graut es schon davor) habe ich weder eine neue Beziehung, noch eine neue Liebe gefunden. Ich habe es mal im Internet auf Partner- bzw. Singlebörsen versucht - Fehlanzeige.
Ich habe mich sportlich wieder nach dem Eheaus betätigt, auch dort keine Frau kennen gelernt. Ich war auf Feiern, kleinen wie großen, auf Veranstaltungen, habe Frauen gar im Supermarkt oder an sonstigen alltäglichen Plätzen angesprochen - Fehlanzeige. Es will einfach nicht klappen.
Wenn es dann mal zu Kontakten kommt, sind diese Frauen zumeist vergeben, häufig an viel ältere Männer (ach nee) oder haben ihre Fühler nach angeblich kompatiblen Gegenstücken ausgestreckt. Ich habe z.B. eine Freundin, die älter als ich ist und selbst auch nur ältere Männer sucht, dabei aber immer nur auf die Nase gefallen ist. Als ich ihr mal riet, vielleicht doch mal in ihrer Altersstruktur zu suchen, entgegnete sie mir: Da gibt es keine passenden bzw. ihr gefallenden Männer........
Warum finde ich keine ungebundene Frau für mich? Ich bin unterhaltsam, humorvoll, treu, kinder- und tierlieb, habe einen interessanten und aufregenden Job, ein paar Hobbies, lasse mich auch gerne auf neues ein und meine auch von mir, entwicklungsfähig zu sein. Altlasten sind erledigt, ich suche nicht auf Teufel komm raus und spreche auch nicht jede beliebige Frau an, lasse mir auch Zeit und weiß, was ich will und was nicht. Ich bin aber kompromissbereit und kann auch vieles in Gesprächen und anregenden Diskussionen erörtern. Von Berufswegen habe ich keine Kontakt- und Konfliktangst, ich kann sowohl Agieren wie auch Reagieren und bin stets bemüht, auf mein Gegenüber einzugehen.
Es scheint daher, dass die Frauen und Männer, welche beziehungstauglich sind, nicht nur bereits vergeben sind, sondern so schlau waren, vor geraumer Zeit "Ihre Zelte aufzuschlagen" und der Rest hat halt Pech. Heute sind männliche wie weibliche Singles einfach nur arme "Schw....". Für jene, zu denen ich mich auch zähle, scheint der Zug abgefahren zu sein.
Überall wird in den Medien und der Fachliteratur verkündet, es gebe in Deutschland mehr als 10.000.000 Singles, das hieße etwa jede/r Achte/r wäre demzufolge in unserem schönen Land ungebunden. Trotzdem finden diese nicht zueinander. Stattdessen suchen oft die gebundenen Menschen, Männer wie Frauen, auch noch im "anderen Revier", obwohl bereits fest vergeben und "schädigen" damit unbewusst die suchenden und alleinstehenden Menschen (nicht so ernst nehmen, ist mein Frust. Aber wenn ich nur eine Frau hätte, die ich liebe, warum suche ich dann weiter? Solche Menschen sind m.E. auch nicht immer beziehungstauglich).
Ich denke auch, wir haben ein zu großes Überangebot und vor allem völlig überzogene Vorstellungen und teilweise kranke Ansprüche. Da müssen Männer wie Frauen zu ungewöhnlichen oder fragwürdigen Methoden greifen. Eventuell sollte ich vielleicht auch mal wie manche Menschen erst mal nur nach Abenteuern etc. Ausschau halten, ONS sind nie mein Ding gewesen, aber bevor womöglich eine psychische und physische "Verkalkung" eintritt.....
Ich vermute manchmal, ich hätte das Flirten und "Umwerben" einer Frau verlernt, obwohl mir Frauen das Gegenteil bescheinigen (leider meistens jene, welche vergeben sind). Tut mir leid wegen des langen Threads (ich kann mich schlecht kurz fassen), aber nun meine Fragen:
Trotz viel Engagements und Bemühen meinerseits, die Zeit des Alleinseins zu überwinden, mit viel Geduld, Ausdauer und Souveränität, gelingt es mir einfach nicht, eine Partnerin zu finden. Warum? Was kann ich ändern? Dauert es einfach generell sehr lange, bis man(n) eine neue Partnerin findet oder ist meine Zeit abgelaufen? Bin ich ungeduldig (wirke aber garantiert nicht so)? Oder ist es eventuell mein Schicksal, für den Rest meines Lebens zumindest ohne Partnerin zu bestehen?
Gebt mir doch mal bitte Euer Feedback.
Lieben Dank an alle im Voraus und auch Euch weiterhin viel Glück, Mut und Erfolg.
The Unknown