Nach Kopf klar bekommen (versuchen) war ich gestern noch im Biergarten.Mit einer grösseren Gruppe Frauen.
Bekannte aus einem Verein.Vertreten ist da alles , was es so vom Beziehungsstatus her so gibt , Alter so ab Anfang 30 bis Anfang 50.Seit ewigen Zeiten war gestern das Thema Beziehung/Partnerschaft, Männer .
War ein ganz lustiger und kurzweiliger Austausch, auch teils interessant.
Die Spannbreite an dem, wie sich welche Frau was dabei wünscht , gerne lebt oder lieber leben möchte mit (oder auch ohne) Mann ggf respektive Partner fand ich schon beachtlich.Es gab doch sehr viele , teilweise deutlich unterschiedliche Vorstellungen.
Auch das Thema Affäre (mindestens eine/r in fester Beziehung, Ehe ) hatte Raum- scheint heute irgendwie in verschiedener Variation dazuzugehören.
Was mich etwas berührt hat war eine jüngere Frau, sie kam erst später kurz dazu und ich kenne sie ein bisschen länger (oberflächlich), sie ist so gen Ende 20 , studiert noch, eine ganz Hübsche und sehr sympathische.Wir beide ratschten dann noch so ein wenig und sie erzählte von ihrer Affäre mit ihrem verheiratetem Tennislehrer

Viel älter usw- das hat mich wirklich fassungslos gemacht, ich wäre nicht auf den Gedanken gekommen, daß diese Frau sowas überhaupt nur interessieren könnte.
Das Thema hatte ich allerdings schon vor einiger Zeit mit einer älteren Freundin von mir.Lebt im Ausland, ziemlich unkonventionell schon lange Zeit.Da ging es um ihre Tochter.Mitte 20.Diese wiederum lebt , studiert in einem nochmals anderem Land und hatte sich dort ihre Affäre - verheirateter Typ mit zwei Kleinkindern aufgetan, der ebenso zwischen diesen beiden Ländern pendelte wie sie ( Mutter besuchen, Freunde etc).Meine Freundin schilderte dann so Affärenszenen- wie ihre Tochter quasi auf Abruf- wenn Frau gerade mit Kindern sonstwo unterwegs- sprungbereit zu ihrem Lover eilte.
Wir waren beide dazu etwas- ratlos. Warum tut man so etwas ? Was reizt manche, gerade junge, attraktive Frau daran ?
Ich bin da wirklich ganz anders sozialisiert scheint mir- dieser ganze Affärenschmus war bei uns damals verpönt-
wir fanden das irgendwo spiessig und klein und so blöd.Ich kannte auch nicht eine Frau seinerzeit ( Alter in den 20 igern), die auf so etwas gestanden hätte bzw es gelebt.Hm- ist so.
Anyway- auf meine persönliche Lage gesehen werde ich langsam doch etwas ängstlich ? Missmutig ? Ich weiß noch gar nicht, wie ich es formulieren soll.
Ganz ab von meinen Kopfflausen mit dem verheiratetem Kollegen- das ist nicht mehr.Ich bin mir unterdessen auch gar nicht mehr sooo sicher, ob er nicht auch ggf für ein wenig Affäre zu haben wäre.Ich werde das aber nicht weiter hinterfragen.
Fällt mir schwer, ich finde ihn schon auch soweit ich ihn kenne auch menschlich anziehend , womöglich liegt meine Intention dabei allerdings nur in Ermangelung anderer realer Möglichkeit so direkt vor mir ( wie sollte es auch anders sein- näher und privat kenne ich ihn gar nicht- so what).
Ich kenne es aus meiner Vergangenheit bislang ja immer so, daß sich immer wieder ein Mann in meinen Dunstkreis eingefunden hat- wo sich dann etwas entwickelte.Länger, kürzer( ob glücklich oder unglücklich)-ich traf auf jeden Fall immer wieder auf welche.
Das ist derzeit tatsächlich anders.Eine für mich etwas neue Situation.
Gestern hatte ich das erste Mal in meinem Leben das Gefühl und den Satz im Kopf, den ich noch nie wirklich hatte-
was, wenn alle mich interessierenden Männer schon vergeben sind ? Oder diejenigen, welche sich zumindest in dem Rahmen für mich interessieren ? Was, wenn es wirklich nur sehr wenige Exemplare gibt, welche zu mir bzw ich zu ihnen passen könnte ? Und die Hälfte ( mindestens) davon ist schon vergeben ?
Das ist etwas, was sich für mich persönlich wirklich verändert hat- kannte ich sonst nicht so ausgeprägt.
Und dazu in "Konkurrenz" (?) zu treten mit noch all den Affären welche heute so laufen- schaffe ich bestimmt nicht.
Dafür bin ich wirklich nicht konstituiert, ich habe das mehrfach in meinem Kopf/Herz bewegt- das geht nicht.
Für mich wäre das Verrat am Selbst- ich bin das einfach nicht.
Also mein derzeitiges Fazit zu Partnersuche:
Ja, meine persönliche Suche erscheint mir gerade doch ziemlich schwer.Ich habe auch gar keine echte Idee mehr dazu.
Fühle mich etwas hilflos so im Universum schwebend.Ich bin allerdings unterdessen halt auch schon älter- die Zeiten,
wo ich auf immer wieder doch auch ungebundene Männer in grösserer Menge getroffen bin-
scheinen vorbei zu sein.
vielleicht mein Schlussaccord hier.Ich danke auf jeden Fall allen hier für ihren Gedankenaustausch , habe das eine oder andere doch mitgenommen oder mitgelesen : - )