LikeTheStars21
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Ohne die anderen Threads gelesen zu haben, hier auch einmal aus der Sicht einer (selber kinderlosen) Patchwork-Versucherin:
Mir fiel der Umgang mit dem Kind — alle zwei Wochenenden plus mehrere Nachmittage in der Woche — auch sehr schwer. Das lag zuerst schon an einer gewissen kleinen Eifersucht, ist halt ungewohnt, wenn die Aufmerksamkeit geteilt ist.
Dazu kam, dass der Sohn, den ich übrigens nett fand, ein wiefer Bursche, in meinen Augen unglaublich verzogen und unselbstständig war für sein Alter (9-13). Zuhause mithelfen war ein Fremdwort, mit Besteck essen auch weitgehend, in der Früh ins Bett krabbeln usw.
Natürlich ist für einen gegengeschlechtlichen Erwachsenen, der nicht Elternteil ist, die Freizügigkeit in der eigenen Wohnung eingeschränkt. Mögen manche anders sehen, aber ich wollte z.B. nicht nackig vor einem Pubertierenden und seinen Spezln rumspringen.
Das größte Problem war für mich jedoch, dass mein Partner keinen Ar. in der Hose hatte, mit mir zusammen unsere Regeln für unser aller Zuhause — ja, auch meins! — festzulegen und dann auch durchzusetzen, z.B. kein Handy beim Essen, erst Hausaufgaben, dann Zocken, gemeinsames Aufräumen.
Weil er einerseits selber so ein unordentlicher / unorganisierter Schluffi war (die Kindesmutter war lange ganz daheim und hat da alles geschmissen, so fällt der Apfel halt nicht weit vom Stamm) und andererseits seinem Sohn gegenüber mega Schuldgefühle wegen der Trennung hatte.
Ich hätte mir vor allem Kommunikation und gemeinsame Regeln gewünscht, so wie das in jedem Zusammenleben notwendig ist. Und auch wenn Sohn da ist, die Wahrung meiner Bedürfnisse.
Ich glaube, das ist ein äußerst schwieriger Spagat, für den es in beide Richtungen, Partner und Kind, sehr viel Einfühlungsvermögens bedarf. Weder der neue Partner noch das Kind wollen Anhängsel sein, die je nach “Prioritätenlage” behandelt werden.