Zitat von machiennelilly:Neuzeitdro.ge MENSCH in der Partnerschaft
Da bin ich so heute drüber gestolpert. Wie verstehen wir heue Beziehungen? Warum brauchen wir den Partner. Es scheint es wäre es eine andere Art von Ersatzdro.ge um seinem Ego seine Berechtigung zu geben. Den Partnern seine Berechtigung zu geben. Man saugt ihn aus, man saugt sich aus. Es entstehen beim anderen und sich selbst die Unzufriedenheit. Erdrücken, einengend. Wir brauchen den anderen um uns eine Existenzberechtigung zu geben. Wir leben nicht mehr, bzw. wissen nicht mehr, was leben ist und dessen Bedeutung sehen wir falsch.
Jemanden bei sich sein zu lassen, undenkbar. ... Wir haben Entzugserscheinungen vom übelsten. Jahre tragen wir uns mit dem Gedanken, was wäre wenn ... und hängen der Vergangenheit nach. Benutzen den Partner für unsere Daseinsbestätigung, und wundern uns, wenn dann irgenwann einer ausbrechen muss.
@ machiennelilly
Da steckt viel Feuer drin. Aber genau das ist es, sich Gedanken darüber zu machen, was die
Inhalte des eigenen Lebens betrifft und was dafür getan werden kann/soll/muss, um reichhaltige Inhalte zu erlangen. Wohlbemerkt - was muss jeder SELBST für Anstrengungen unternehmen,
um die eigenen Inhalte zu eruieren.
Zunächst mal sich selbst auf die eigenen Bedürfnisse zu checken? Wünsche, Träume, Vorstellungen zu haben, die darüber hinausgehen? Was kommt zuerst in Frage? Wie sieht es mit Erwartungs-Haltungen sich selbst gegenüber aus? Und welche Erwartungen werden an Andere gehegt, um das zu erlangen?
Oft müssen wohl erst Grenzen aufgezeigt worden sein, die einem die Endlichkeit des Lebens bewusst macht. Oft muss erst Schmerz vorhanden sein - egal welcher Art. Oft muss es erst so
richtig KRACHEN, um den Weg zu sich selbst zu suchen....
...und meist wird erst dann erkannt, wo die eigenen Bedürfnisse WIRKLICH liegen. Und dann wird
meist erst festgestellt, wie abhängig sich Frau/Mann macht - von Anderen und Anderem. Von "Selbstverständlichkeiten" wird ausgegangen, die es nun mal nicht gibt.
JEDER Mensch hat die Berechtigung, SO zu sein, wie er möchte - mit allen positiven wie negativen Konsequenzen. Das betrifft auch die/den Partner/in. Dass Partner zu "Erfüllungsgehilfen" werden - das wird niemand wollen....wobei ALLE Menschen einander beistehen wollen, unterstützen wollen, leben wollen, lieben wollen.
Erwartungshaltungen - was "liefert" der Andere? Erwartungen zu haben, kann zu einer hoffnungslosen Überforderung werden - auch sich selbst gegenüber. Es gibt keinen Perfektionismus - nicht bei sich selbst und auch andere Menschen sind NICHT "perfekt"! Dies zu glauben, macht Menschen kaputt, lässt Menschen an sich selbst scheitern.
"Suche bei dir selbst, was dir wichtig erscheint!"
DAS zu finden, ist schon schwierig genug.... aber - es lohnt sich, auf diese Suche zu gehen....
