Zitat von Olli69:Für mich nur fraglich, ob sich das rückabwickeln läßt. Da hab ich meine Zweifel, ob und in wieweit es wieder zu einem "freundschaftlichem"Verhältnis mit Beschützerinstinkt seinerseits kommen kann.
Weil ich denke, es kommt ihm drauf an, gut dazustehen.
Er kennt zwar keine Schuldgefühle, erkennt aber Schuldzuweisungen. Auf die reagiert er höchstüberzogen.
Die Situation beim Chef, mag er nicht. Aber er reagiert überzogen drauf.
Aber er sieht nur das jetzt. Er wird vorerst auch nicht mehr über das Gestern sprechen. Die Situation beim Chef, ausser es gibt wieder einen Konflikt zwischen den beiden.
Aber er wird ab und zu sticheln, weil er seine Version der Geschichte immer wieder bestätigt haben will. Die VErsion wird sich wahrscheinlich im Laufe der Zeit immer wieder.
Also NUR nicht darauf eingehen. Einfach Aussagen stehen lassen. Niemals die Geschichte korrigieren.
Ich pflege dann einfach zu lächeln und zu einem anderen Thema überzugehen. Inzwischen muss ich über die Verdrehungen eher innerlich lachen. Daher fällt mir auch das lächeln nicht schwer.
Also sagen wir:
Würde PT ihm antworten, dass er seiner Freundin Angs eingejagt hat, und sie deshalb in die Klinik musste, ist das für ihn eine Schuldzuweisung. Er hat getan, und das werfen ihm die anderen vor.
Bringen wird das nichts. Denn er kennt nun ihre Schwäche und wird die solange er auf Kriefspfad ist, nutzen.
Würde PT antworten, meine Freundin hat sich so erschrocken und kam damit nicht klar. OHNE irgendeinen Ansatz Schuldzuweisung. Kann er das Spiel des Beschützers spielen.
Je nachdem wie er es sieht. PTs Freundin wird zwar in seinen Augen schwach und zerbrechlich sein, aber solange ER die Aufgabe nimmt sie zu beschützen, wird er sie in ruhe lassen.
Oh gott, das ist so schwer zu erklären.
Angenommen. PTs Freundin erholt sich, kehrt zur Arbeitstelle zurück, ist freundlich und nett zu dem Kollegen als wäre absolut nichts passiert. Dann wird auch er nett sein.
Sie muss nur wissen was sie nicht machen darf.
Das kann sogar so gut gehen, dass man von aussen den Eindruck bekommt sie verstehen sich bestens.
Irgendwann wird ihm das langweilig. Dann wird er sich ein neues Opfer suchen.
Allerdings, damit der Chef, der ja nun eingebunden wurde sich nicht veräppelt vorkommt, sollte man ihn auf diesen Stragieversuch vorbereiten. Ich kann mir schwer vorstellen, dass er was dagegen hat.
Wenn PTs Freundin ganz gut ist, dann schafft sie es sogar, dem Kollegen irgendwie den Eindruck zu vermitteln ER hätte die Lust verloren, und hätte ihr die normale Freundschaft angeboten. Er würde sie doch niemals hängen lassen. NIEMALS sein gestörtes Verhalten ansprechen. Denn ER hat Recht.
Das funktioniert. Held Held sein lassen.