So-What
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Er hat sich richtig schäbig verhalten. Die Beziehung kriselte allerdings davor schon. Das braucht alles Zeit und viel Energie von allen.
Allerdings sehe ich das mit dem Geburtstag eher als richtig an. Denn ja, hier ist ein kleines Kind im Spiel. Er begreift in seinem Alter noch nicht viel, was Erwachsenen-Beziehungen betrifft. Er liebt Mama und Papa, möchte seine Familie um sich haben, wo ich auch Omas und Opas und den Rest der Sippe dazuzähle. Er kann nun mal tatsächlich nichts dafür, wie sich die beiden Erwachsenen nun verhalten. Man kann dem Ehemann deutlich signalisieren, dass deshalb nichts alles gut ist, sondern es allein um das Kind geht an diesem Tag. Ein Kind ist das wert. Deshalb muss doch niemand verheult sein oder zwanghaft lächeln. Sie kann doch einfach nur lächeln, weil sie sich für ihr Kind freut. Das ist, für mich, viel wichtiger und wertvoller, als den Fokus auf ihn zu lenken und ob das jetzt falsch ist, falsche Signale sendet, ihn zu wenig bestraft etc.. Sch@iß doch darauf! Kind sticht untreuen Ehemann. Bei mir von Anfang an bis heute!
Ansonsten hat sie doch gar keinen Druck. Ich würde mir Zeit lassen. Sie muss doch nicht heute oder morgen und auch nicht in drei Monaten über die Ehe entscheiden. Ob er lügt, ob er eine ehrliche Erkenntnis hatte, wird sie in den nächsten Wochen sowieso nicht herausfinden. Dass er sich Hilfe holen will, ist ein erster kleiner Schritt. Auch hier wird sich erst noch zeigen, ob diese Maßnahme nur als Überzeugungsarbeit dient oder ob er wirklich bereit zur Reflektion ist.
Sollte ihm das zu lange dauern, wenn sie immer noch und immer noch Zeit braucht und er sich das anders vorstellt, wird sie das merken. Ist es ihm tatsächlich ernst und seine Worte nicht einstudiert, gibt er ihr die Zeit, die sie braucht und respektiert ihren Wunsch nach Abstand.
Das finde ich eines der wichtigsten Indizien. Inwieweit respektiert er ihren Wunsch nach Abstand, nicht zu kommunizieren und auf Nicht-Entscheidung. Wenn er penetrant bettelt, sich ständig wiederholt, dick aufträgt oder kein Verständnis über die Dauer aufbringt, geht es ihm nicht um sie, sondern um sich. (Da habe ich mich damals auch durch meinen emotionalen Ausnahmezustand irritieren lassen und zu früh vertraut, im Glauben ihn gut genug zu kennen.)
Dann kann sie das Thema immer noch endgültig zu den Akten legen. Das Trennungsjahr beginnt jetzt (und das würde ich ihm auch genau so signalisieren). Sie kann die Scheidung aber auch in 1 1/2 oder in 2 Jahre einreichen.
Ich würde halt als allerersten Schritt von ihm erwarten, dass eine Entscheidung für sie auch ernsthaft eine gegen die andere ist. Und egal, wie lange sie braucht oder selbst, wenn es schlecht ausgeht, die andere nicht auf die Warmhalteplatte setzt, sondern von sich aus, aus eigenem Wunsch, den Kontakt vollständig abbricht. Auch Maßnahmen ergreift um sie davon abzuhalten, ihn zu kontaktieren und ihn zu sehen, notfalls auch durch einen anderen Job. Und am besten ist das nicht ihre Idee (oder gar Forderung), sondern seine eigene. Und logischerweise sollte er auch der restlichen Frauenwelt wenig bis null Beachtung schenken, auch wenn er offiziell getrennt ist. Wo er doch angeblich erkannt hat, was er wirklich will.