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Plötzlich reichen seine Gefühle nicht mehr

Polly_Gast

Hallo,

ich, 29, war die letzten 4 Wochen auf Reha. Dort habe ich ihn ,26, unverhofft kennengelernt.
Ich war dort wegen meinem Burnout, er wegen depressiven Störungen (nimmt allerdings keine Tabletten).

Wir haben uns gleich super gut verstanden und fühlten uns zueinander hingezogen. Es folgten intensive Blicke seinerseits - er konnte ungelogen gar nicht weggucken, was mir manchmal schon fast unangenehm war.
Da ich in den letzten Jahren viele schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht habe, war ich vorsichtig.
Ich hab ihm gleich gesagt, dass ich an einem ernsthaften Kennenlernen interessiert bin und er gab mir zu verstehen, dass er das auch sei.
Nach einer Woche des Kennenlernens kam der erste Kuss, viele intensive Gespräche und Annäherungen - kein S..
Dann folgten 2 sehr romantische, liebevolle und aufmerksame Wochen. Ich habe ihm von meinen Ängsten erzählt und er konnte mich unglaublich gut beruhigen. Auch er hat sich mir sehr geöffnet, von seinen persönlichen Problem erzählt und auch vor mir geweint. (Er hat vor allem mit Unzuverlässigkeit zu kämpfen, kommt oft zu spät usw.)
Einmal kam ihn seine Mutter besuchen und er war drauf und dran mich ihr vorzustellen. Er hat auch seinen Kumpels von mir erzählt und mich als seine Freundin betitelt!
Er wollte immer viel bei mir sein, was mir an manchen Tagen beinahe ZU viel war, da man in der Reha ja auch Programme und Termine verfolgt und mit sich selbst beschäftigt ist.
Alles in Allem war es also eine sehr intensive Zeit.

Dann kam meine Abreise (er sollte noch 2 Wochen bleiben). Er hat für mich an dem Tag noch lange Gitarre gespielt, da er weiß, dass ich das so sehr mag. Und er hat mir sogar ein T-Shirt von sich mitgegeben, damit ich seinen Geruch immer bei mir habe. Schließlich hat er mich zum Bahnhof gebracht, mich geküsst und mir versprochen, dass wir uns bald wiedersehen werden.
Noch am gleichen Tag hat er gefragt, ob ich gut zu Hause angekommen sei, doch schon am nächsten Tag ist mir aufgefallen, dass er kaum online war und verspätet auf meine Nachrichten reagiert hat. Das konnte ich allerdings verstehen, da man in der Reha ja seinem Programm folgen muss. Doch auch in seiner Freizeit kam wenig von ihm und er entschuldigte sich damit, dass er einfach nicht gerne schreibt. Für mich war das eine große Umstellung, denn zuvor hat er förmlich an mir geklebt und plötzlich hörte ich kaum noch etwas von ihm und ich fühlte mich wie auf kaltem Entzug.
Unser Kommunikationsproblem lösten wir so, dass wir eine feste Uhrzeit am Abend ausmachten, in der wir einfach kurz telefonierten. Klappte nur bedingt gut. An den guten Tagen plante er schon, sich ein Zugticket (ich wohne in einer anderen Stadt) zu kaufen, da ich bald Geburtstag habe und er mich über das Wochenende besuchen kommen wollte. An den schlechten Tagen, wo ich mich über seine mangelnde Kommunikationsbereitschaft ärgerte sagte er, dass ich zu ungeduldig sei. Er könne sich gerade nicht so um mich kümmern, wie er es gerne hätte, da er mit sich und seinen Problemen beschäftigt ist und ich nicht mehr dort bin. Es sei jetzt "schwieriger" und nicht mehr "so leicht" - vorher konnte er ja einfach in mein Zimmer kommen.
Dann war er plötzlich beinahe jeden Abend mit seinen Kumpels verabredet und ich hatte das Gefühl, dass er die Reha nicht mehr ernst nahm und Ablenkung suchte. Dazu trank er ab und an ein B. mit seinen Freunden, was von Seiten der Reha verboten wurde (eine allg. Regel, solange man dort ist).
Nach 1,5 Wochen des Getrennt-seins und Kumpels treffen, habe ich ihn auf meine Vermutung hingewiesen und er bestätigte sie: Er wisse nicht, ob er die Reha noch fortsetzen wolle und er könne nicht mit sich alleine sein und suche Ablenkung. Irgendwie war dann die Stimmung gedrückt und ich meinte dann per WhatsApp zu ihm, dass seine Unzuverlässigkeit und die anhaltenden Kommunikationsprobleme mir zu schaffen machen.
Er meldete sich erst wieder am nächsten Morgen und wir telefonierten. Als ich meinte, dass ich das Gefühl habe er wisse nicht was er will, bestätigte er mir auch das. Als ich ihn fragte, ob er denn das mit uns noch will meinte er, er weiß es nicht. Ich habe dann sauer und verletzt aufgelegt und ihm einen Tag Zeit gelassen. Dann habe ich noch mal per WhatsApp nachgefragt, ob er wirklich keine Gefühle mehr für mich hätte oder ob er das aus der Überforderung heraus gesagt hätte. Er meinte, dass seine Gefühle nicht ausreichen, wir keine Basis hätten und dass "wir gestern einen Schlussstrich" gezogen haben. Das kam mir so kalt und "berechnend" vor, dass es sich fast wie auswendig angehört hat. Ich habe das so stehen gelassen und seither keinen Kontakt zu ihm (seit 2 Tagen).

Ich bin am Boden zerstört. Wie kann man von heut auf morgen keine Gefühle mehr für jemanden haben?
Die Zeit in der Reha war so intensiv und das meiste kam von ihm aus! Er hat mich seine Freundin genannt, wollte immer bei mir sein, wollte mich seiner Mutter vorstellen, hat seinen Kumpels von mir erzählt, hat Pläne geschmiedet und mir Versprechungen gemacht. und nur, weil ich dann 1,5 Wochen weg bin, soll er plötzlich keine Gefühle mehr haben?

Ich möchte noch mal ausdrücklich betonen, dass die Zeit in der wir zusammen waren 100% echt war. Ich bin mir nicht sicher, ob das beim Schreiben so rüberkommt. Ich habe eine gute Menschenkenntnis und anderen ist auch aufgefallen, wie verliebt er mich angeschaut hat. Er selbst hat auch bestätigt, dass es echt war.
Nur irgendwie denke ich, muss ein Schalter bei ihm umgelegt worden sein, als ich abgereist bin. S. hatten wir keinen, also konnte er mich dafür auch nicht "benutzen".
In mir ist immer noch die Hoffnung, dass er zurzeit einfach überfordert ist und dadurch nicht mehr klar sehen kann und sich doch noch mal bei mir meldet, vor allem, da ich bald Geburtstag habe. aber kann ich wirklich darauf hoffen?

Können Gefühle einfach so schnell verschwinden? Innerhalb von einem Tag? Muss ich mir Vorwürfe machen, dass ich ihn zu sehr bedrängt habe? Hätte ich ihm mehr Zeit geben sollen, um sich auf sich und seine Probleme und die Reha zu konzentrieren? Habe ich zu viel von ihm verlangt? Wird er sich melden, wenn ich ihm nun Zeit gebe?

Wie schätzt ihr die Situation ein?

10.02.2019 19:17 • #1


Mischka

Mischka

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Puh, das ist schwierig.
Das klingt für mich nach einem *Kurschatten*, einer Abwechslung, begrenzt auf die Zeit der Reha. Da hat man ja viel Zeit für sich selbst, ohne Ablenkung vom Alltag.

Ich glaube schon, dass es in dem Moment echt war, er aber dann gemerkt hat, dass es im *richtigen* Leben nicht so einfach ist und er dann kalte Füße bekommen hat.

Hake ihn ab, als das, was er war: Eine nette, kurzweilige Kurbekanntschaft. Wäre da mehr gewesen, wäre auch mehr von ihm gekommen.

10.02.2019 19:28 • x 1 #2


Kummerkasten007

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Eine Reha/Kur ist immer was Besonderes, denn der Alltag ist weg und man trifft Menschen mit gleichen/ähnlichen Krankheiten. Das löst eine illusionorische Verbundenheit aus, die meist dann wieder endet, wenn einer oder beide zurück im "normalen" Leben sind.

Versuche Dich nicht an etwas zu klammern, was nicht da ist.

10.02.2019 19:33 • x 1 #3


Thommy75

Thommy75

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Zitat von Polly_Gast:
er wegen depressiven Störungen


Hey Polly,

ich hab das Gefühl dass es deswegen so ist. Er ist ja nicht umsonst dort zur Reha. Wer weiß schon so genau, was in seinem Kopf vorgeht. Lass ihm noch etwas Zeit aber hege nicht allzu große Hoffnungen.

Tut mir leid für dich!

LG

10.02.2019 22:22 • x 1 #4


Zweizelgänger

Zweizelgänger

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Hallo Polly,

tut mir leid, dass dir sowas in einer Zeit passiert ist, die eigentlich für dich war und dir eigentlich helfen sollte.

Zitat von Thommy75:
Er ist ja nicht umsonst dort zur Reha.


Leider darf man das wirklich nicht vergessen.
Depressionen können einfach viele Auslöser haben und sind zum Teil leider auch einfach ein Teil einer schwierigeren Krankheit und möglicherweise auch Hinweise darauf.
Also man weiß einfach nicht was tatsächlich dahinter steckt.
Lass dir und euch einfach Zeit.
Vielleicht, auch wenn es jetzt hart klingt, ist es sogar besser für dich.

Du solltest jetzt wirklich sehr auf dich schauen und auf dich aufpassen.

Liebe Grüße

10.02.2019 23:04 • x 1 #5


Polly_Gast

Hallo ihr.

Vielen Dank für eure Antworten.
Den Begriff "Kurschatten" habe ich nun schon öfters zu hören bekommen. Kannte ihn tatsächlich nicht und finde ich auch sehr abwertend gegenüber unserer intensiven Beziehung.
Aber ich verstehe was ihr meint..

Leider war es eben für mich kein Kurschatten. Ich war und bin noch unendlich verliebt in ihn. Ich kann ihm nicht mal richtig böse sein, weil ich nur möchte, dass es ihm gut geht. Und das ist so ziemlich das erste Mal, dass ich so empfinden kann. Sonst reagiere ich immer wütend und sauer.

Ja, vielleicht oder wahrscheinlich hat sein Krankheitsbild auch viel mit seiner Entscheidung zu tun. Wenn das so sein sollte könnte ich das auf jeden Fall besser verstehen. Aber dass er plötzlich keine Gefühle mehr für mich hat, das geht nicht in meinen Kopf rein. So etwas flaut doch über einen gewissen Zeitraum wenn dann ab und nicht innerhalb weniger Stunden/ Tage.

Er fehlt mir unglaublich. Ich habe ihn aus meinen Kontakten gelöscht, da ich es nicht ertragen konnte sein Profilbild bei WhatsApp zu sehen. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist so hoffe ich, dass er sich die Woche zu meinem Geburtstag melden wird. Hoffe, dass er nächste Woche bei seiner Entlassung klarer sehen wird, wenn auch er zurück im Alltag ist.
Ich weiß, dass er die Zeit mit mir genossen hat und dass er unglaublich verliebt in mich war. Das muss doch noch irgendwo bei ihm sein Seine ganzen nicht gehaltenen Versprechungen mir gegenüber müssen ihn doch auch verfolgen.

Er hat mir ein, zweimal gesagt, dass er überfordert ist und Zeit für sich braucht und besser für mich da sein kann, wenn er entlassen ist. Deshalb habe ich die Hoffnung, dass im Moment eben nur die Überforderung aus ihm spricht. Eine Beziehung zu haben ist natürlich auch mit Arbeit verbunden und deshalb hat er den einfachen Weg gewählt und es beendet.

Allerdings ist so ein Verhalten ja auch keine Basis für eine funktionierende Beziehung.. ich bin einfach unendlich traurig. Die schönen Erinnerungen verfolgen mich und ich bin nunmal auch kein "halbherziger Mensch". Wenn ich mich erstmal für jemanden entschieden habe, dann versuche ich es auch und gebe nicht gleich auf

Heute ist der 3. Tag, wo wir keinen Kontakt mehr haben. Blockiert habe ich ihn nicht, er könnte mir schreiben. Aber vielleicht hat er auch schon meine Nummer gelöscht.. wer weiß.

11.02.2019 07:14 • #6


Liessa

Liessa

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Ich denke, das ist eine Mischung aus mehreren Dingen. Tatsächlich sind gerade psychosomatische Kuren prädestiniert dafür, sehr schnell eine große Vertrautheit aufzubauen, da man ja ähnliche Befindlichkeiten teilt und dazu noch in einer "Blase" lebt, die keine Alltagssituationen umfasst. Dazu kommt aber meines Erachtens auch, dass diese sehr schnell aufflammenden großen Gefühle eben auch sehr schnell wieder abflachen können. Du sagst, man kann doch nicht innerhalb von so kurzer Zeit keine Gefühle mehr haben, ich denke, das kann man sehr wohl. Und Depressionen können tatsächlich dazu führen, dass man nicht mehr fühlt.

11.02.2019 07:33 • x 1 #7


ManuelH

Klingt nicht schön und tut mir sehr leid für Dich. Denke Depressionen und Co sind oft nur Symptome von ganz anderen Störungen zb. Borderline und Co. Menschen mit Depressionen durch ein chemisches Ungleichgewicht im Kopf sind ganz anders drauf als zb. Borderliner die aus psychischen Gründen in Depressionen verfallen. Borderliner oft dann auch ihre Medikamente verweigern weil sie sich dann dadurch behindert sehen in ihrer Wahrnehmung usw. bzw. betäubt fühlen. Und bei ihm starke psychische Probleme herauslesen kann siehe Bindungsverhalten. Denke er konnte bei Dir gut andocken weil Du ausgebrannt und wehrlos warst und gerade Borderliner am Anfang sehr viel Energie und Aufmerksamkeit geben können, die zb. Dir gerade recht kam. Aber man bezahlt einen verdammt hohen Preis dafür denn sie werden so unzuverlässig wie er auch auf Arbeit und Co und rauben einem auf Dauer mehr Kraft als sie geben können und Dein nächster Burnout oder Deine eigene Depression ist vorprogrammiert. Habe das auch schon durch und ist gut wenn vorbei ist, belasse es dabei und kann nur schlimmer werden. Niemals mehr besser sorry.

11.02.2019 07:55 • x 2 #8


keinheldmehr

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Hi Polly, du hast ja in deiner Beschreibung schon berichtet das er in vielerlei Dingen ambivalentes Verhalten zeigt.Denke das so,wie es Manuel H aufzeigt, im Grunde ist .Das er eingangs sehr viel unternahm um dich für ihn zu gewinnen und nun anscheinend überfordert ist,scheint seiner Krankheit geschuldet zu sein. Daher gilt ja auch soweit ich weiß,das Patienten in Einrichtungen nicht in eine (Liebes)beziehung treten sollen.

11.02.2019 08:09 • x 1 #9


ManuelH

Und kenne das auch mit T-Shirts und Co von meinen Borderlinerinnen, wollen total verschmelzen mit einem. Meine wollten sogar das ich keine sauberen Sachen gebe, sondern mir sehr unangenehm, T-Shirts die ich bitte 3 Tage anzuhaben habe vorher. Ja ganz toll, erst meinen Schmutz heiligen und mich dann später wie Schmutz behandeln und wegwerfen und ganz toll dann die Sachen zwecks Abspaltung maximal verletzend zu verbrennen etc. Ganz krank und weg da ! Meine haben auch Instrumente gespielt, mir was vorgedudelt, war oft nur ne Flöte, keine Gitarre. Alles Muster und immer gleich. Weg da !

11.02.2019 08:21 • x 2 #10


keinheldmehr

2409
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2156
Ja,das klingt nach gaanz viiel Nähe,um dann gaanz viel Abstand zu gewinnen. Trotz Flöte und Laute.

11.02.2019 08:24 • #11


gastfrau1102

Guten Tag,
was Du erlebst nenne ich das *Urlaubsphänomen*....Jedes Jahr und immer wieder erleben Tausende im Urlaub, losgelöst von der Realität des Alltags die *wahre Liebe*...die selten den Abflug des einen Partners überdauert.
Eine Reha ist auch so eine Situation...es ist fast wie eine Parallelwelt...
Ihr hattet eine schöne Zeit dort..halte das in Erinnerung und rechne nicht damit das *mehr* daraus wird.
Die Zeichen sehen nicht so aus.
Alles Gute Dir.

11.02.2019 08:24 • x 2 #12


Polly_Gast

Danke für eure Antworten, wirklich. Es tut gut zu wissen, dass ich nicht alleine bin.

ManuelH - Du bringst mich zum Nachdenken. Ich bin keine Ärztin und kann nur das wiedergeben, was ich von ihm weiß. Das Wort "Borderline" ist zwar nie gefallen, aber könnte mir durchaus vorstellen, dass er es haben könnte.
Unabhängig davon ist es aber auch egal, wie man sein Krankheitsbild benennen kann, denn so oder so hat er offenbar große Probleme mit sich. Leider hat er das in der Zeit in der Reha überhaupt nicht so gezeigt. Wir haben auch darüber geredet, ob diese Beziehung uns und unserer Genesung im Weg stehen könnte, aber er meinte gleich nein. Da ich mit mir im Reinen bin und vor allem mit burnoutbedingten Schwächeanfällen zu kämpfen habe, war es psychisch gesehen für mich auch kein Problem mich auf eine Beziehung einzulassen. Ich bin nur sehr enttäuscht, dass er das für sich alles fehleingeschätzt hat und mir schlussendlich das Herz gebrochen hat.
Vor allem frage ich mich, wie man überhaupt noch mal jemanden vertrauen kann, wenn selbst Worte und Taten ihr Versprechen nicht halten Menschen können einem so viel erzählen und es ernst meinen und im nächsten Augenblick wird man wie Abfall weggeworfen, als wäre das menschliche Herz und die Seele nichts wert..
Wegwerfen... das habe ich schlussendlich auch mit seinem T-Shirt gemacht. Ich konnte es nicht ertragen seinen Geruch in meiner Wohnung zu haben. Habe es allerdings in die Altkleidersammlung geworfen. Müll hätte ich nicht übers Herz gebracht

Wisst ihr, das letzte Jahr bin ich krankheitsbedingt ausgefallen, es war sehr schwer für mich. Dieses Jahr ist schon so viel passiert und steht so viel neues an, auf das ich mich auch freue, aber gleichzeitig macht mir die ganze Veränderung auch Angst. Er war die letzten 4 Wochen die einzige Konstante, bei der ich mir sicher war. Und jetzt hat sich diese als unwahr erwiesen
Versteht mich nicht falsch. Ich bin Singleerprobt und kann auch gut mit mir alleine sein, aber der Vertrauensbruch sitzt tief und das Selbstvertrauen ist gebrochen - immerhin habe ich das alles selbst nicht erkannt und nicht kommen sehen.

11.02.2019 08:44 • x 1 #13


Zweizelgänger

Zweizelgänger

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Guten Morgen,
um hier gleich ne Bremse zu ziehen was Spekulationen über das Krankheitsbild betrifft, würde ich (wenn ...) dann doch einfach mal nach der Diagnose in der Klink fragen.
Allerdings wurde ich darüber auch schon belogen um mich erstmal zu binden.
Hängt halt leider wirklich vom Ursprung der Depression ab.

Vergesse aber auch nicht, dass depressive Menschen sich einfach hauptsächlich um sich selbst drehen.
Da es den Betroffenen schlecht geht, können sie einfach vieles nichtmehr sehen und bleiben in der Opferrolle.
Ist mir selbst auch schon passiert und habe es erst später kapiert.
Leider musste ich es dann aber später bei anderen genauso beobachten.
Schlimm wird es dann, wenn das ganze chronisch ist und die Menschen da nicht rausfinden.
Was dann die Folge ist kannst du dir sicher denken.

Polly, melde dich doch mal an.
Dann kann man dir auch nicht öffentliche Nachrichten zukommen lassen.

Viele Grüße

11.02.2019 08:48 • x 2 #14


ManuelH

Denke nicht das es dieser "Urlaubsflirt" war, das gibt ihr ja quasi ne Mitschuld und das stimmt so nicht. Ganz anders, in solch Reha mit psychologischem Schwerpunkt da sind selten gesunde und starke Geister unterwegs sondern in der Regel Menschen mit starken mentalen Problemen. Sie war dort nicht um Urlaub zu machen sondern um Kraft zu tanken ! Und in ein Burnout kann jeder Mensch durch Überlastung rutschen, der Kerl ist aber einfach gestört gewesen und verhindert auch seine Heilung durch Verweigerung siehe Medikamente. Und findet da leider auch passende Opfer zu seiner destruktiven Störung. Würde diese Betroffenen nicht in solch Sammellager stecken sondern die mit Burnout bleiben unter sich und die Borderliner können sich da gegenseitig triggern und anfixen. Vergessen und spalten eh alles weg. Aber ansonsten Gesunde gehen da dann wenigstens nicht kranker raus als rein was die Reha betrifft.

11.02.2019 08:49 • x 2 #15




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