Zitat von Hansl: Aber was nutzt das wirklich, wenn Menschen nur über andere sprechen, nicht über sich?
Wenn einem so etwas entsetzliches passiert ist, fragt man sich erstmal nach dem Warum?
Ob es Sinn macht, darüber zu spekulieren, ob man dabei vernünftige Antworten findet - das ist erstmal nachrangig. Die Seele braucht ein Ventil, und der Mensch möchte eben gerne begreifen. Das ist ein Prozess. Den muss man jedem in dieser Lage zugestehen.
Zumal sicherlich nicht alle Gedanken und Überlegungen falsch sind irgendwelche Gründe muss es ja haben, und irgendwo wird an manchen Überlegungen auch was dran sein.
Letztendlich kommen die meisten Menschen irgendwann an den Punkt, dass sie erkennen: wesentlich ist, ich hätte es nichts ändern können. Es wäre so und so nicht anders gelaufen, was auch immer der wahre Grund sein mag. Und dann kann man abschließen.
Aber wie gesagt, das sind alles Prozesse, man ist eben nicht von heute auf morgen so weit.
Von außen sagt sich das so leicht "schau nur auf dich!" - Wer tut das in einer Beziehung schon? Möchte und sollte man ja gar nicht. Dann bricht die Beziehung, derer man sich sicher wähnte, von heute auf morgen weg - und man soll sofort total abgeklärt sein, und sich nicht nach Ursachen und Hintergründen fragen..?
Ein bisschen mehr Empathie wäre hier wünschenswert.
Die TE hat das Messer in den Rücken gerammt bekommen und versucht doch gerade noch, sich zu orientieren. Das muss man ihr zugestehen, diese Zeit braucht jeder.