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Plötzliche Trennung nach ü20 J - ich bin fassungslos

J
Zitat von Scheol:
Wie groß ist den der monatlich finanzielle Aufwand den ihr habt ?

Ich würde sagen gering. Fixkosten, also Nebenkosten, Versicherungen etc. 900,- Euro, Lebensmittel/ Klamotten/ Autos/ Benzin insgesamt max. 2.000,- Euro. Also wirklich nicht die Welt.

Zitat von Scheol:
Das er versagt hat , wie kommt er darauf ?

Weil er merkt, dass durchvseine jahrelange Abwesenheit die Kinder keine sehr enge Bindung zu ihm haben.

Zitat von Scheol:
Ist noch irgendwas schwerwiegendes in dem Zeitraum 1-3 Jahre vor den Verlust des Vater und Freundes passiert ?

Nein.

Zitat von Scheol:
Wann war das genau und wie hat er das empfunden ?

Das war im selben Jahr wie sein Vater und das war wirklich einschneidend.

#46


Cocolores
Zitat von Sommersprose:
geht auch zur Psychologin, der hat dort eine Gehirnwäsche bekommen

Wurde schon gesagt, aber das kann man nicht oft genug wiederholen: so ein Schwachsinn! Also ob Psychologen nichts Besseres zu tun haben, als den Patienten zur Trennung zu raten. Sie raten gar nichts. Sie analysieren und helfen dem Patienten für sich den richtigen Weg zu gehen. Und wenn das eben die Trennung ist dann ist das eben so!
Zitat von Juli007:
Er sagt, dass der Psychologe nichts damit zu tun hat. Aber irgendwie kann ich das nicht glauben. Ich möchte nicht verallgemeinern, aber ich höre das sehr häufig als Resultat einer Therapie.

Warum geht ein Mensch in Therapie? Weil er/sie ein Problem hat, am Ende ist und nicht mehr weiter weiß.
Zitat von Juli007:
Dieser ständige Selbstmitleid kotzt mich an.

Ich bin tatsächlich etwas entsetzt. Seit etwa 10 Jahren sagt Du geht es mit ihm bergab. Kommunizierst Du das auch schon so die ganze Zeit oder läßt ihn das spüren? Er kriecht schon unterm Teppich und Du trittst noch drauf?
Zitat von Stella31:
Es hat überhaupt nichts mit Gehirnwäsche zu tun, beim Psychologen zu sein, sondern dort werden Dinge be-und verarbeitet, die oftmals nie oder nur rudimentär angesehen wurden.

So ist es. Für mich klingen solche Aussagen immer nach: der Psychologe ist Schuld. Wenn er da nicht hingegangen wäre, wäre bei uns noch alles tutti. Aber wenn alles in Ordnung gewesen wäre, hätte es auch keinen Psychologen gebraucht.
Gerade Männer tun sich bei einem solchen Schritt extrem schwer. Hier muß also wirklich schon 5 NACH 12 gewesen sein.
Zitat von Juli007:
Ich habe nicht gesagt, das Leere in seinem Kopf nicht existiert, sondern diese nicht die Antwort sein kann, mit der Mann seiner Frau und seinen Kindern nachvollziehbar erklären kann, warum deren Leben plötzlich ein Scherbenhaufen ist.

Es geht nicht darum, dass DU es verstehst oder eine tolle Erklärung für Eure Kinder hast. Kann es sein, dass Dein Mann in der Kette ganz unten steht? Null Verständnis für seine Lage. Da ist ein Mann am Ende, zeigt und kommuniziert es und es kommt bei Dir nichts davon an. Was soll er denn tun? Der Ausbruch ist für ihn scheinbar jetzt der einzige Weg. Sonst würde es doch auch in Zukunft einfach so weiterlaufen wie bisher.
Zitat von Akelei76:
Auch das du schreibst, du hast das nicht kommen sehen befremdet mich etwas. Seit Jahren sei es nicht rosig bei euch, er flüchtet auf die Arbeit. Du schreibst, es sei seit vielen Jahren versteinert.

Hier kam gar nichts plötzlich, sondern mit langer Ankündigung. Wovor aber einfach die Augen verschlossen wurde und jetzt sogar mit Unverständnis reagiert wird.

Sorry, das so sagen zu müssen, aber wenn Du liebe @Juli007 Deinen Blickwinkel nicht änderst und mal einen Schritt zurück trittst und endlich mal Deinen Mann SIEHST, ist hier das Ende unausweichlich.
Paartherapie würde vielleicht helfen, wenn beide bereit sind das Thema ehrlich anzugehen, Verständnis füreinander finden und vor allem auch bereit sind Dinge zu ändern.

#47


A


Plötzliche Trennung nach ü20 J - ich bin fassungslos

x 3


T
Kannst Du wirklich verlässlich ausschließen, dass da keine andere im Spiel ist?

Du sagst, er habe dafür keine Zeit, sei aber selbstständig und immer auf der Arbeit. Glaub mir, Menschen, die eine Affäre führen wollen, finden Zeit. Und nein, nicht immer muss das über das Handy laufen, welches Du siehst.

Und nein, leider merkt man es nicht, wenn der Partner eine Affäre hat. Das würde viel Leid ersparen.

Ich persönlich bin bei Männern, die 20 Jahre in einer Ehe waren, immer etwas hellhörig, wenn sie sich plötzlich von heute auf Morgen trennen und dicht machen. Dazu gehört wirklich eine Menge Mut. Sich zu trennen, klar dabei zu bleiben und sich nicht auf neutrale Gespräche einzulassen. Oder auf Vorschläge, wie man es verbessern oder wie die Ehe eine 2. Chance haben könnte.

#48


Igelfisch
Zitat von Juli007:
Ich denke die ganze Zeit immer noch, dass da ne andere Frau hintersteckt, auch wenn ich beim besten Willen nicht wüsste wann und wo er das anstellen würde und mir doch irgendwas hätte auffallen müssen.


Er ist sehr viel an der Arbeit. Vielleicht gibt es eine "neue" Angestellte/Kundin/Postbotin... whatever. Muss natürlich nicht sein aber oft genug bestätigt sich der erste Gedanke und zugegeben wird immer nur das, was bewiesen werden kann. Das zieht sich hier durch viele Fäden im immer gleichen oder sehr ähnlichen Muster.

Egal was nun ist, Du hast keinen Einfluss auf seine Gedanken und Gefühle weil er es nicht zulässt. Also kümmere Dich um Deine und die Deiner Kinder. Er will sich trennen, nimm es ernst auch wenn es für Dich unvorstellbar und schwer ist. Dass Du juristische Hilfe in der Familie hast ist gut, aber nichts ersetzt einen guten Fachanwalt für Familienrecht. Deine juristische Hilfe kannst Du gern zur Unterstützung mit zum Anwalt nehmen. Dort hin zu gehen verängstigt Dich sicherlich, aber es geht erstmal nur darum sich zu informieren.

Und Du sagst eine räumliche Trennung macht keinen großen Unterschied. Aber doch, das tut es. Du bist ja jetzt, trotz dass Du noch in Schockstarre bist, schon wütend auf ihn. "Sein Selbstmitleid kotzt Dich an". Und dann sitzt Du an einem Tisch mit ihm und Dir geht es dabei nicht gut. Tu Dir das nicht zu lange an denn das entzieht Dir alle Kräfte und die wirst Du noch brauchen.

#49


A
Zitat von Timeconsumption:
Ich persönlich bin bei Männern, die 20 Jahre in einer Ehe waren, immer etwas hellhörig, wenn sie sich plötzlich von heute auf Morgen trennen und dicht machen.

Das ist doch hier nicht der Fall. Das ist nicht von heute auf morgen und dicht und leer und schlecht geht es dem Mann der TE nach seit JAHREN!

x 2 #50


Ragna
Zitat von Juli007:
Das hat er definitiv, aber das schon viele, viele Jahre. Er kann auch keine Emotionen zeigen. Er sagt er fühlt nichts - auf viele Themen bezogen, ...

Klingt alles nach einer handfesten Depression, depressiven Verstimmung, Neudeutsch auch Burn Out genannt.
Wahrscheinlich funktioniert er weiterhin, also im Job, privat im Notbetrieb, dass er nichts, sich nicht mehr fühlt, in diesem Stadium der psychischen Erschöpfung, "normal".
Vielleicht hat er für sich festgestellt, dass er etwas in seinem Leben verändern muss um den Teufelskreis durchbrechen zu können.
Privat, beruflich, im Freundeskreis usw. Vielleicht ist seine Entscheidung aus der Verzweiflung heraus getroffen oder er benötigt erst einmal Abstand und Ruhe, viel Ruhe?
Ist er bei einem Therapeuten? Der Psychologe stellt meist nur die Medikation, nimmt er Medis?

#51


J
@Timeconsumption
Nein, das kann ich natürlich nicht ausschließen. Und ich sehe es genauso wie du, insbesondere plötzlich nach vielen Jahren. Aber ich kann das Gegenteil nicht beweisen.

#52


Scheol
Zitat von Juli007:
@Scheol Vielen lieben Dank . Es sind mir offensichtlich Zitate beim Einfügen verloren gegangen, denn ich hatte schon die Intention dir zu antworten. Sorry hierfür. Deine Erklärung klingt nachvollziehbar. Darf ich fragen, was dich ahnen lässt, dass auch ich ein Trauma erlitten habe?

Wie schwer ist diese Situation gerade für dich von 1 bis 10 , wo die 1 dafür steht das es dir egal ist.

#53


Igelfisch
Zitat von Akelei76:
Das ist doch hier nicht der Fall. Das ist nicht von heute auf morgen und dicht und leer und schlecht geht es dem Mann der TE nach seit JAHREN!


Vielleicht hat er seit Jahren eine Affäre und jetzt ist da irgendwas im Gange. Vielleicht ist die andere Frau schwanger/ will es der Ehefrau sagen wenn er sich nicht trennt/ hat ihn abserviert weil er sich nicht trennen wollte und nun muss er liefern wenn er sie wieder haben will.... Und da gibt es ja noch diverse andere Möglichkeiten. So ne zweite Beziehung nebenher unbehelligt laufen zu haben geht nicht ewig und es saugt irgendwann jede Kraft aus dem Affärenführer. Hab ich schon oft genug hier gelesen und auch schon in meinem Umfeld sehen müssen.

x 1 #54


C
Zitat von Timeconsumption:
Kannst Du wirklich verlässlich ausschließen, dass da keine andere im Spiel ist? Du sagst, er habe dafür keine Zeit, sei aber selbstständig und ...

Ja. Ich werfe auch noch eine emotionale Schreibsel-Affäre, z.B. über E-Mail, in den Raum. Hatte mein Ex. Die kann man problemlos vom Arbeitsplatz aus "führen".

x 1 #55


Waris07
@Juli007

Scheol hat dir ja schon einige hilfreiche Impulse mit auf den Weg gegeben, die vielleicht dabei helfen, deinen Mann und die Situation etwas klarer zu verstehen. Wie geht es dir damit im Moment?

Manchmal kann es eine unheimlich Entlastung sein, sich selbst ebenfalls Unterstützung zu holen, zum Beispiel bei einer psychologischen Beratungsstelle. Das kann neue Perspektiven eröffnen und helfen, die eigenen Gefühle besser einzuordnen.
Eine andere Möglichkeit wäre, wenn es für dich eine Option ist, deinen Mann bei passender Gelegenheit zu fragen, ob es für ihn denkbar wäre, dass du ihn einmal zu einer seiner nächsten Therapiesitzungen begleitest. Er darf darüber nachdenken und kann das natürlich zuerst in Ruhe mit seinem Therapeuten besprechen. So könnten sich für dich neue Einsichten ergeben, denn du bist ja ein wichtiger Teil seines Lebens.
Auch eine Paarberatung kann sinnvoll sein, um gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln und zu sehen, wie ihr die Verbindung zwischen euch stärken bzw wieder aufbauen könntet.

Und noch eine Frage, die manchmal hilft, um die eigenen Gefühle klarer zu spüren: Liebst du deinen Mann noch als Partner? Wie tief fühlst du die emotionale Verbindung zwischen euch aktuell? Gab es noch kleine Momente der Nähe oder liebevolle Gesten miteinander, selbst wenn sie nur sporadisch vorkamen?

@Scheol: Danke übrigens, dass du hier deinen Input geteilt hast. Vieles davon ging mir beim Lesen auch durch den Kopf, aber du schaffst es doch deutlich besser, es klarer, ruhiger und vor allem kürzer auf den Punkt zu bringen als ich. 😅

x 1 #56


FrauDrachin
Hey @Juli007 ,

ich gestehe, ich habe mir jetzt nicht alles durchgelesen.

Ich erkenne mich in manchem was du schreibst wieder.
Ich war auch mit einem Workaholic verheiratet. Auch mein Exmann hat sich meiner Meinung nach in die Arbeit geflüchtet, weil er sich seinen Dämonen nicht stellen konnte und wollte. Deiner hat das immerhin getan, scheinbar waren seine Dämonen noch schwieriger zu kontrollieren.

Auch ich habe lange zeit mit komplettem Unvertändnis auf die Trennung reagiert, habe keinen seiner Gründe gelten lassen, habe gekämpft, geheult, geschimpft, war der Meinung, dass mir schreckliches Unrecht widerfährt...
Leider habe ich buchstäblich Jahre in diesem Zustand verbracht, und das ist im Nachhinein das, was ich anders machen würde.

Deshalb von mir folgende Vorschläge:

Zitat von Juli007:
Und könnt ihr mir sagen, wie man seinen körperlichen Zustand irgendwie verbessert?
Mir fällt Essen so schwer, ich bin total unter Strom, unruhig und zittrig.

Mach dich mal zu Autonomem Nervensystem Vagus/Parasympathikus schlau.
Kurzfassung:
Unsere Körperfunktionen, die wir nicht steuern können (Herzschlag, Verdauung, Organfunktion usw.) werden vom autonomen Nervensystem gesteuert. Dieses Nervensystem besteht aus 2 Gegenspielern: Dem Sympathikus und dem Parasympathikus.
Der Sympathikus aktiviert uns und wenn er stark aktiviert wird, kickt unser Kampf/Flucht/Freeze system. Wir werden zittrig, stehen unter Strom, die Muskelspannung und der Blutdruck wird erhöht für den Fall, dass ein Kampf stattfinden soll, klares Denken und langfristige Planung werden gehemmt, auch das Schmerzempfinden... es geht erst mal darum und NUR darum, dem Tiger zu enkommen. Dieser Teil sollte nur kurzfristig stark aktiviert werden, sonst kommt es zu den bekannten und vielfältigen Stressymptomen. Eine Trennung ist ein enormer Stress.
Dem gegenüber steht zur Balace der Parasympathikus. Steht er im Vordergrund, unterstützt er Heilung, Verdauung, lässt uns den Wunsch haben, Beziehungen zu pflegen...

Also wäre hier der erste Rat: schau, dass du deinen Parasympathikus/Vagusnerv aktivierst.Youtube gibt eine Menge dazu her. Gute Möglichkeit sind Atemübungen (länger aus als Einatmen), Licht, Mass., Achtsamkeit, Meditation, sanfte Bewegung, Rituale, sich etwas gutes tun. Schau, was für dich passt.
Dann wirst du auch nach und nach wieder etwas ruhiger werden innerlich und dann fällt dir das Essen (und evtl. ach schlafen?) wieder leichter. Wird halt nicht von heute auf morgen passieren, gib dir Zeit.

Zitat von Juli007:
dieses ständige „mein Kopf ist so leer“ ist für mich einfach keine Erklärung!
Ich hab ihm auch gesagt, dass er seinen Kindern ja wenigstens eine nachvollziehbare Erklärung geben muss.

Zitat von Juli007:
Meine Kinder haben höchste Priorität, weshalb ich diese Aussage gerade wirklich verletzend finde.

Und dann scheinen deine Gedanken sehr um deine Kinder zu kreisen.
Ich denke, auch das könnte zum Teil Ausdruck deiner "Kampfstimmung", deiner Sympathikusdominanz sein. Versuche mit den Gedanken etwas still zu werden.
Du musst nicht verstehen, warum er sich trennt.
Er muss dir keine Erklärung liefern, vielleicht kann er es gar nicht.
Auch die Kinder müssen nicht verstehen, was genau der Grund ist. Wir können andere immer nur bis zu einem gewissen Grad verstehen.
Wichtig ist, dass du verstehst, und am besten auch den Kindern auch so kommunizierst, dass du zwar nicht genau verstehst, was in ihm vorgeht, dass du aber weißt, dass er ein sehr treuer, loyaler Mensch ist und er deshalb offensichtlich unter enormem Druck steht, dass er dafür bereit ist, die Ehe aufzugeben.
Was außerdem wichtig ist: Die Kinder werden klar kommen. Du kannst ihnen helfen, indem du ihnen zeigst, dass du wohl sehr traurig bist, aber auch klarkommst. Noch ein Grund, aus dem Kampf/Flucht-System rauszukommen.
Ebenfalls wichtig, und eines der wichtigsten Dinge überhaupt, die Kindern erklärt werden müssen: Dein Mann verlässt DICH. Ja, ist eklig, schlimm... ABER er verlässt nicht die Kinder. Dein Mann liebt DICH evtl. nicht mehr. Aber seine Kinder wird er immer lieben.
(Ich würde mir auch keine größeren Gedanken darüber machen, ob da vielleicht noch irgendwie eine andere Frau im Hintergund ist. Vielleicht ist es so, vielleicht nicht. Ändert an eurer Situation nicht viel)

Zitat von Juli007:
Trotzdem verstehe ich diese plötzliche Wandlung nicht. Wie ein Psychopath.

Dass solche Gedanken kommen, halte ich für völlig natürlich. Wenn die Wut kommt, will auch sie gespürt werden.
Wichtig ist allerdings: Drück möglichst schnell die Stoptaste.
Du machst die Situation für dich nicht besser, und für deine Kinder wesentlich schlimmer, wenn du in Opposition gehst. Wieder ein Symptom deines Kampf/Flucht-Systems.
Er ist ganz sicher kein Psychopath.
Nochmal: Es kann gut sein, dass du seine Gründe nicht verstehen kannst, es kann gut sein, dass er sie nicht erklären kann, deshalb gibt es aber trotzdem verdammt gute Gründe. Niemand geht aus 20 Jahren Ehe weg, wenn es nicht verdammt gute Gründe gibt.
Versuch, wohlwollend über ihn zu denken, versuch ihn zu verstehen. Lies dich tiefer über Depression ein, viele depressive Menschen haben schlicht keine Kraft, eine Beziehung zu führen.
Wenn du wohlwollend bist, wird alles einfacher. Sei es ein nochmal zusammenfinden, wenn es denn sein soll, sei es eine friedliche Trennung. Und ganz besonders: Für deine Kinder ist das ein wirkliches Geschenk.

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J
@Igelfisch
Sein Büro ist zu Hause. Die Firma extern. Ich möchte etwas Anonymität waren, deshalb fällt es mir schwer das jetzt zu erklären. Es würde dadurch deutlicher werden, aber ich traue mich nicht so ganz ins Detail zu gehen, weil ich irgendwie auch nicht erkannt werden möchte. Ich hoffe ihr versteht das. Grundsätzlich verstehe ich deine Gedanken aber absolut. Ich habe sie ja auch.
Zu Hause teilen wir uns ein Büro.

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J
@Cocolores
Ich war gestern traurig, wütend und verzweifelt. Wütend auf mich, auf ihn, auf das Leben und in dieser Wut habe ich den Satz geschrieben. Ja, sowas passiert mir dann. Diesen Satz habe ich weder jetzt zu ihm gesagt, noch sonst irgendwann. Im Gegenteil. Ich kann mir viel vorwerfen, aber nicht, dass ich nicht für ihn da war, seinen Blickwinkel versucht habe einzunehmen. Das ist mir aber gewiss nicht immer gelungen, denn es ist nicht einfach, wenn jemand sich nur wenig öffnet. Dafür hat er sich auch immer bedankt. Das Gemecker bezog sich auf logistische Dinge, die einfach immer untergegangen sind. Dahingehend habe ich gemeckert, ja, weil es halt immer auf mich zurück fiel. Aber niemals habe ich seinen Zustand kritisiert oder ignoriert.

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J
@Waris07
Zitat von Waris07:
Liebst du deinen Mann noch als Partner? Wie tief fühlst du die emotionale Verbindung zwischen euch aktuell? Gab es noch kleine Momente der Nähe oder liebevolle Gesten miteinander, selbst wenn sie nur sporadisch vorkamen?

Ja und ja.
Sonntag Morgen Blumen und Frühstück ans Bett. Sonntag Abend die Trennung. Ich habe ihn gefragt, warum er mir am Morgen noch Blumen mitgebracht hat.
„Einfach so und eine Entschuldigung für das ganze Chaos, was ich immer mache“.

Er ging davon aus, dass er mit mit der Trennung einen Gefallen getan hat.

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A


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