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Plötzliche Trennung nach ü20 J - ich bin fassungslos

hotte
Liebe @Juli007

auch wenn deine Geschichte sehr traurig ist, ist es doch eine von vielen wie man sie hier im Forum lesen kann. Dein Verzweifelter versuch antworten zu finden macht dich gerade vermutlich selbst mehr kaputt als das es nutzt.

Ich kann dir vielleicht ein wenig aus der anderen Sicht erzählen.... meine eher (18 Jahre) ging letztes Jahr in die Brüche und die zwei jahre davor waren geprägt von Angststörung und Depressiver Verstimmung bei mir. Das Ende der Beziehung wurde von meiner Frau initiiert.

Du hattest geschrieben das du wohl für ihn zur Meckerziege mutiert seist. Das habe ich bei mir auch so wahrgenommen und das war etwas weshalb ich mich massiv zurück gezogen habe. Dazu kam eine permanente Abwertung von allem was mich angeht also Aussagen wie (Das siehst du falsch, Das ist nicht so und ähnliches, auch genannt Gaslighting). Ich habe es in der Beziehung nie wirklich erkannt und fühlte mich eher down und einfach nur erschöpft (weil ich ja immer versucht habe meiner Partnerin alles recht zu machen, sie dann aber trotzdem was du "meckern" hatte).

Erst nachdem ich etwas Abstand hatte, wir nochmal Kontakt hatte und das gleiche Muster wieder kam, habe ich erkannt was da los war und was das mit mir gemacht hat. Seitdem fokussiere ich mich auf mich und darauf die "Schäden" (an meinem Selbstwert) die dadurch entstanden sind wieder zu beheben.

Ich weiß nicht ob irgendwas davon vielleicht bei euch auch passen könnte, wollte aber einfach mal eine andere Perspektive aufzeigen.

Meine NochFrau sagte in einem der letzten Gespräche etwas sehr interessantes, nämlich das sie versucht hätte Partnerin und Therapeutin zu sein und sie sich besser darauf zurückgezogen hätte Partnerin zu sein. Sie meinte auch das dies eventuell wie Gaslighting gewirkt haben könnte aber ich weiß nicht ob das der Versuch war sich "rauszureden" bzw. mal wieder die Verantwortung abzugeben. Was aber wichtig ist, ist das du NICHT seine therapeutin bist. Sei für ihn da, nimm ihn und seine Gefühle ernst und versuch nicht ihn zu therapieren. Dafür gibt es Spezialisten.

x 2 #31


Stella31
Zitat von Juli007:
Da irrst du dich

Ich irre mich nicht, sondern habe deine eigenen Aussagen hier zum Anlass genommen, dir aufzuzeigen, was du über ihn sagst und denkst.
Dass du eine Therapie selbst vorgeschlagen hast, habe ich gelesen.
Aber dein Unverständnis darüber, wenn er sich erklärt mit der Begründung, dass er total leer ist, dass war das, was ich deutlich machen wollte.
Und wenn du selbst nicht ansatzweise nachvollziehen kannst, wie er fühlt, dann kannst du später, wenn deine Kinder von der Trennung wissen, ebenfalls nicht passend begründen, weshalb der Vater Out of Order ist.
Bevor du also einfach gegen mich schießt, geh doch mal in dich und überprüfe vielleicht deine eigene Einstellung zu Depressionen.

x 1 #32


A


Plötzliche Trennung nach ü20 J - ich bin fassungslos

x 3


J
Zitat von Sonnenschein85:
Ich würde auch noch einmal in Ruhe ohne Druck mit ihm sprechen. Es wirkt alles als hängst du etwas in der Luft und es ist vieles noch ...

Danke dir.
Wir haben gestern Abend nochmal in Ruhe geredet. Die Gespräche sind total ruhig. Er sagte nur, dass er merkt, dass es unverzeihlich ist, was er da gerade macht.
Eine Paartherapie würde gerade glaube ich keinen Sinn machen, da er auf der Paarebene gar nicht agieren kann. Er ist so mit sich selber beschäftigt. Er sagt immer er müsste sich sortieren.

#33


Sonnenschein85
Zitat von Juli007:
Danke dir. Wir haben gestern Abend nochmal in Ruhe geredet. Die Gespräche sind total ruhig. Er sagte nur, dass er merkt, dass es unverzeihlich ist, ...

Vielleicht dann wirklich die räumliche Trennung, so das Jeder sich auf sich selbst fokussieren kann. Wenn er da momentan keine Kapazitäen hat, dann hast du recht, dann kann man nichts erzwingen.

x 2 #34


J
@Fenjal
Ich habe das Glück juristischen Beistand in der Familie zu haben. Aber es erscheint mir so falsch, auch wenn ich weiß, dass ich jetzt auf mich gucken muss. Er sagt ich solle mir keine Sorgen machen. Er würde mich finanziell immer unterstützen, aber es sind halt nur Worte und man weiß nie, was kommt.
Er versteht auch gar nicht, dass ich mir finanziell Sorgen mache. Aber er kann das auch nicht nachvollziehen, denn er muss sich in der Tat keine Sorgen machen.

Ich war immer die Karrierefrau. Hab ihn damals während seinem Studium mitfinanziert. Irgendwann sollte er seine Chance bekommen und ich bin komplett in Sachen Karriere zurückgetreten. Ich hab das gerne gemacht. Und jetzt bin ich die Alleinstehende mit Minigehalt, die sich fragt, wie ich das alles nur schaffen soll. Nie hätte ich damit, jemals an diesem Punkt zu stehen.

#35


J
Zitat von Sonnenschein85:
Vielleicht dann wirklich die räumliche Trennung, so das Jeder sich auf sich selbst fokussieren kann. Wenn er da momentan keine Kapazitäen hat, dann ...

Wir sehen uns eh kaum, weil er so viel arbeitet. Es würde kaum einen Unterschied machen, wenn er jetzt auszieht. Allein das Wort „ausziehen“ zu schreiben, zerreißt mich förmlich.

#36


Scheol
@Waris07 na mach ich mal.

Mal einlesen……


@Juli007


Zitat:
Rosig war unsere Beziehung in den letzten Jahren nicht, was in erster Linie seinem Arbeitspensum geschuldet war.

Wenn du Beziehung in den letzen Jahren nicht rosig waren , dann auch mal überlegen innen noch die richtige ist.

Warum will er soviel arbeiten ?


Zitat:
Ich habe alles alleine gestemmt. Arbeiten, Kinder, Haus, die Betreuung meiner Mutter sowie ein Kind mit chronischer Erkrankung.

Warum wolltest du das ?

Zitat:
Ich war sehr oft am Limit und er hat zwar zwischendurch versucht mich mal zu unterstützen, aber das war kaum der Rede wert.

Also auch völlig überlastet über Jahre.

Zitat:
Absprachen wurden nie eingehalten und ich wurde dadurch wohl zum Meckerziege für ihn.

Also kein verlässlicher Partner und kein Team Play.


Zitat:
Das hört sich absurd an, aber gestern bekam ich noch einen großen Blumenstrauß, wie er es alle paar Wochen oder alle paar Monate immer mal macht. Abends auf der Couch, unterhielten wir uns und das Gespräch ging irgendwie in diese Richtung. Kein böses Wort, kein Streitgespräch, keine vernünftigen Antworten…. Er fühle sich leer. Es tut ihm leid.



Zitat:
Mein erster Gedanke war natürlich, dass eine andere Frau dahinter steckt, eine andere Erklärung gab es für mich gar nicht. Aber ich kann jederzeit an sein Handy, mir ist dergleichen auch nichts aufgefallen und er schwört darauf, dass das nicht der Fall ist. Ob es stimmt - keine Ahnung, aber eigentlich hätte er dafür noch nicht mal Zeit.

Das glauben wir ihm einfach mal.

Zitat:
Er ist selbstständig und arbeitet unfassbar viel. Dadurch hat er uns ein sehr schönes Leben ermöglicht, aber eben nur in materieller Hinsicht.

Was man oben ja merkt das es materieller Art ist.

Warum ackert er den soviel ? Um den Lebensstandard zu erhalten ?

Weil Kredite da sind ?

Weil die Kunden nur ihn wollen ?

Viele machen sich wenn eine Firma läuft zum Skla. ihrer selbst . Sie können nicht abgeben.
Statt einen Angestellten noch dazu zu nehmen und vom dem Gewinn etwas abzugeben , legen sie noch 1,2,3 Stunden am Tag drauf und merken nicht in welcher Spirale sie sich selbst gefangen haben.

Es war ja immer so ,……… bis man zusammen bricht.

Zitat:
Er geht seit neun Monaten zu einem Psychologen, weil er sehr depressiv verstimmt war, sich schlecht abgrenzen kann. Ob das eine Rolle spielt, kann ich nicht beurteilen.

Also beim Job scheint er sich nicht abgrenzen zu können und Nein sagen ist nicht drin.

Coache da gerade zwei Freunde und die merken auch nicht was normal ist und was Zuviel ist.

Ich fraget den einen Freund , wo sind den deine 100 % ? ( das weiß solch Mensch nie )

Nach 3 Monaten sagte er ohne es zu wissen , was er da sagte ,“ ich habe letzes Jahr über 900 Überstunden gehabt ….“

Ich zu ihm stopppppp mal ….. Taschenrechner genommen und ausgerechnet das das jeden Arbeitstag 4 Stunden mehr sind. Also ist SEIN normaler Arbeitstag , seine 100 % , 12 Stunden plus Arbeitsweg. Also tatsächliche 150 % immer und seid Jahren. Das das nicht gesund ist , sollte dann klar sein.

Zitat:
Ich kann das alles noch überhaupt gar nicht begreifen. Ich fühle mich wie in einem Film…. Und ich habe so unfassbare Angst. Ich fühle mich so furchtbar alleine, bin so verletzt, traurig und kenne diesen Menschen plötzlich nicht mehr.

Also auch bei dir schlägt das richtig ein und kommt anscheint sehr unerwartet. Wobei die letzten Jahre nicht rosig waren.

Zitat:
Die genauen Themen der Therapie kenne ich nicht. Er sagt, dass der Psychologe nichts damit zu tun hat.

Also ein Schambehaftetes Thema für ihn ? Oder ein sehr belastendes Teams für ihn
Sonst würde es er vermutlich erzählen.

Zitat:
Aber irgendwie kann ich das nicht glauben. Ich möchte nicht verallgemeinern, aber ich höre das sehr häufig als Resultat einer Therapie.

Naja wenn du tief in die Themen rein gehst , dann kann das schon massiv Dinge raus holen.

Zitat:
Das hat er definitiv, aber das schon viele, viele Jahre. Er kann auch keine Emotionen zeigen. Er sagt er fühlt nichts - auf viele Themen bezogen, nicht nur auf mich. Trotzdem verstehe ich diese plötzliche Wandlung nicht. Wie ein Psychopath.

Wenn das viele Jahre schon so ging mit der Überlastung , dann ist es klar das das irgendwann kollabiert.

Wenn du einen Motor vom Auto , statt auf 6500 Umdrehungen , ständig auf 9750 Umdrehungen drehst , immer im 5 Gang Volllast , ohne eine Inspektion und Ölwechseln zu machen , dann wird der Motor kaputt gehen.

Hier bekommen Männer meist Gänsehaut …… meine Frage war dann immer , „würden sie auf die Idee kommen , das mit ihrem Auto zu tun ?“

Antwort von denen fast immer „ Na um gottes Willen , da geht ja der Motor kaputt.

Also Mann ist in der Lage auf sein Auto aufzupassen , aber Mann ist nicht in der Lage auf sich als Mann aufzupassen.



Zitat:
Du hast absolut Recht, wir haben die Verbindung zueinander verloren.

Siehe oben einer deiner ersten Sätze ,…..

Zitat:
Ich möchte meine Hände nicht in Unschuld waschen, aber ich habe immer meine Gefühle kommuniziert, ihn immer gefragt, wie er sich fühlt, wie die Therapie war etc. Er kann mir vieles vorwerfen, aber kein Desinteresse.

Männer denken oft das sie dir Liebe zeigen wenn sie dir ein gutes Leben , geben können, und nicht wenn sie Zeit mit der Frau verbringen.

Man macht drei Jobs um drei Urlauber für seine Partnerin zu finanzieren , statt weniger zu arbeiten und Zeit miteinander zu verbringen.

Zitat:
Aber er ist seit vielen Jahren wie versteinert.

Gibt es da ein Zeitraum seit wann ?

Zitat:
Es fing an, als sein Vater vor vielen Jahren starb,

Wann war das genau und wie war der Verlust für ihn gewesen ?
Von eins , war ihm egal , bis zehn ,katastrophal

Zitat:
danach ein Freund.

Wann war das genau und wie hat er das empfunden ?



Zitat:
Er hat alles nur noch negativ gesehen. Wirklich alles! Negative politische Entwicklung und er hat schlechte Laune. Er konnte sich null abgrenzen. Das wurde immer schlimmer, weshalb ich (!) ihm einen Psychologen suchte.

Ist noch irgendwas schwerwiegendes in dem Zeitraum 1-3 Jahre vor den Verlust des Vater und Freundes passiert ?

Zitat:
Ich habe die Trennung seinerseits wirklich nicht kommen sehen, weil er trotz allem immer auf mich bedacht war. Aber du hast vollkommen Recht, ich erreiche ihn gerade überhaupt nicht. Er sitzt da wie versteinert. Haben bis vorhin noch geredet und zusammen gesessen und er ist total überfordert.

Wer mit sich nicht verbunden ist , kann mit anderen nicht verbunden sein.


Zitat:
Die Vermutung, dass eine andere Frau dahinter stecken könnte, war meine Vermutung, da es überhaupt nicht seinem Naturell entspricht. Er kann sich halt nicht richtig erklären und ich suche händeringend eine Erklärung. Ich kann ihn jederzeit erreichen, hab Zugriff auf sein Handy, weiß wo er ist, aber man weiß ja nie.

Na mal schauen ,……


Zitat:
Ich habe ihn bereits gefragt, wie er sich das jetzt vorstellt, auch bzgl. Haus. Er hat gar keinen Plan! Null! Ich solle mir keine Sorgen machen. Das ist aber nicht meine Art. Ich habe Angst ums Haus und das Zuhause meiner Kinder.

Sich einer Situation gegenüber stark ohnmächtig fühlen , oder sich in seiner Existenz bedroht fühlen , da ist man dann schon im traumatischen Bereich unterwegs.



Zitat:
Doch, den Grund kenne ich. Ich habe den sogar für ihn gesucht . Ich kann nicht beurteilen, was er hat. Ich bin kein Fachmann. Er oft grundlos traurig, fühlt sich leer etc.

Der Grund wäre ? Trauma ?

Zitat:
Ich denke die ganze Zeit immer noch, dass da ne andere Frau hintersteckt, auch wenn ich beim besten Willen nicht wüsste wann und wo er das anstellen würde und mir doch irgendwas hätte auffallen müssen.

Du versuchst irgend welche Gründe zu finden um dich zu stabilisieren um dir selbst Sicherheit zu geben.

Zitat:
Ich habe so Angst es den Kindern zu sagen. Zwei von ihnen sind sehr sensibel und das wird ihnen sehr zusetzen. Das zerreißt mir das Herz. Zudem müssen wir noch bis Ende April warten, bis wir es kommunizieren und das liegt mir so schwer im Magen.



Zitat:
Mir fällt Essen so schwer, ich bin total unter Strom, unruhig und zittrig.


Ja ,….. zittern.

Was dein Körper dir hier zeigt , sind vermutlich Traumareaktion.

Das nicht essen , ist irgend ein Versuch über irgendwas Kontrolle zu haben.

Die hohe Anspannung im Körper ( vermutlich hier Unterbauch usw. ) was wieder auf die Verdauungsorgane rüber strahlt und auch deshalb „auf den Magen geht“……

Das zittrige , zeigt das dein (Nerven)System völlig ausgelastet ist und versucht durch Zittern das Zuviel an Energie aus dem System raus zu zittern.

Wenn du zittern musst , unterbinde das nicht !

Es gibt eine Übung das TRE , Trauma Release exercise , das sogenannte abzittern, das neurogene Zittern , was dir helfen kann das Zuviel aus dem System abzuschütteln.

Schau mal bei YouTube.

Auch die 4-7-8 Vagusnerv Atmung kann dir helfen dein System etwas zu regulieren.


Zitat:
Natürlich möchte ich nicht, dass es eine andere Frau gibt, aber dann hätte ich eine Erklärung, denn dieses Gestammel, dieses ständige „mein Kopf ist so leer“ ist für mich einfach keine Erklärung!

Eine traumatische Erfahrung kann das Gehirn bis zu 30 % verändern aus Schutz wegen dem Geschehen.

Ein Burnout durch das sandige Zuviel an Cortisol , lässt Bereiche im Gehirn anschwellen und andere werden kleiner.

Der präfrontale Cortex ( wenn ich mich gerade nicht irre ) wird bei beiden in mitleiden schafft gezogen und man hat Probleme beim Denken und Entscheiden.



Zitat:
Ich hab ihm auch gesagt, dass er seinen Kindern ja wenigstens eine nachvollziehbare Erklärung geben muss. Er kann denen ja nicht sagen, dass sein Kopf leer ist.

Wäre aber wohl die Wahrheit.

Zitat:
Das ist für sie doch genauso wenig greifbar wie für mich. Daraufhin ist er nochmal in Selbstmitleid verfallen, dass er ja eh als Vater so versagt hätte und ein schlechter Vater wäre. Dieser ständige Selbstmitleid kotzt mich an.

Das er versagt hat , wie kommt er darauf ?

Was aber gerade sein Gefühl ist.

Zitat:
Ich bin so platt und kann aber einfach nicht schlafen…

Auch ein Anzeichen das du gerade überwachsam bist und Cortisol produzierter um wachsam zu sein.


Zitat:
Unser ältestes Kind befindet sich bis dahin noch in den USA. Sie besucht dort die Highschool, hat ganz schreckliches Heimweh und wenn wir es den Geschwistern jetzt sagen würden, würden sie das nicht für sich behalten können. Und dann mein Kind, das sensibelste von allen, mit Heimweh so weit weg und dann so eine Nachricht, das wäre ein Fiasko und kann ich ihr nicht antun.

Also der Mann finanziert gerade auch noch für ein paar tausend die auslands Aufenthalte für die Kinder ?



Zitat:
Nein, das würde überhaupt nicht auffallen, da er da häufig hin auswandern muss, weil er extrem schnarcht. Das kennen die Kinder seit eh und je, also wirklich von klein auf. Wir nennen es auch „Schnarchzimmer“. Wir haben heute auch zusammen gegessen, wir reden ganz ruhig. Dahingehend dürfte es nicht auffallen.

War der mal im Schlaflabor ?

Zitat:
Momentan fühle ich mich wie im falschen Film. Es ist noch gar nicht bei mir angekommen. Ich habe Angst vor morgen früh, wenn ich aufwache und realisiere, dass es kein schlechter Traum war.

Funktional / freeze Modus , vermutlich die Traumablase.

Zitat:
Da irrst du dich. Ich war diejenige, die eine Therapie in die Wege geleitet hat, um ihm zu helfen. Ich hatte ihm letztes Jahr noch eine Kur ans Herz gelegt, die er aber ablehnte.

Das Familie finanzgerüst muss aufrecht erhalten werden wegen den Kosten. Da fahren die nicht zur Reha.

Zitat:
Zu keinem Zeitpunkt habe ich von ihm erwartet, einfach zu funktionieren. Im Gegenteil!
Ich habe lediglich erwartet, dass er diese Entscheidung begründen kann. Denn, ob depressiv oder nicht, wenn ich so eine Entscheidung treffe, habe ich ja meine Gründe.

Ihm ist gerade alles Zuviel und da wird rational gedacht wenn es Burni ist.

Könnte noch eine andere Erklärung sein , aber da bräuchte ich oben noch Antworten.


Zitat:
Ich habe nicht gesagt, das Leere in seinem Kopf nicht existiert, sondern diese nicht die Antwort sein kann, mit der Mann seiner Frau und seinen Kindern nachvollziehbar erklären kann, warum deren Leben plötzlich ein Scherbenhaufen ist.

Ja für dich nicht , für mich schon.

„Das Gefühl der Gefühllosigkeit“ ,…. Das wünsche ich keinem.

Zitat:
Ich weiß nicht wie du darauf kommst, dass ich Unverständnis an meine Kinder weitergeben würde. An meine Kinder gebe ich in nächster Zeit rein gar nichts weiter und ich war bisher eher in der Position, ihn bei den Kindern besser dastehen zu lassen als er tatsächlich ist.

Wie groß ist den der monatlich finanzielle Aufwand den ihr habt ? Da kommen einige tausend zusammen habe ich das Gefühl. [url=tel:4000-6000]4000-6000[/url] werden es sein ?

x 3 #37


A
Zitat von Juli007:
Ich habe Angst ums Haus und das Zuhause meiner Kinder.

Was ist mit deinem Mann? Was empfindest du noch für ihn? Das kann ich aus deinen Beiträgen nicht rauslesen.

Deine Beträge lesen sich für mich geschockt ob des Kontrollverlustes, aber nicht emotional was ihn betrifft. Deshalb frage ich dich direkt. Lachendes Gesicht

Auch das du schreibst, du hast das nicht kommen sehen befremdet mich etwas. Seit Jahren sei es nicht rosig bei euch, er flüchtet auf die Arbeit. Du schreibst, es sei seit vielen Jahren versteinert.

Nein, damit ich nicht, dass du Schuld hast. Aber es befremdet mich doch, denn was hast du denn geglaubt oder gewollt? Das es immer so weitergeht bzw. das alles gut, wenn er nur das gibt, was du wünscht. Gleichzeitig aber siehst, das er seit Jahren ein Zombie ist?
Ich verstehe diesen Widerspruch irgendwie nicht.

Ich bin ganz ehrlich: Nachdem wie du das beschrieben hast, ist es vermutlich gut, dass jetzt endlich mal alles raus kommt und Klärung vielleicht auch Heilung entstehen kann.

Das bisher ist ja ein Albtraum gewesen - für mich zumindest. Mein Partner wie tot und leer neben mir. Ich würde verbrennen.

x 2 #38


J
Zitat von Akelei76:
Was ist mit deinem Mann? Was empfindest du noch für ihn? Das kann ich aus deinen Beiträgen nicht rauslesen. Deine Beträge lesen sich für mich ...

Du hast Recht. Ich bin in totaler Schockstarre. Es ist gerade mal 36 Stunden her. Es tut mir leid, wenn ich so wirr schreibe.
Ich liebe ihn. Deshalb habe ich es so lange ausgehalten. Ich war immer für ihn da, aber ich bin vermutlich wirklich in die Rolle einer Therapeutin geschlüpft. Ich hatte so große Hoffnung, als er endlich einer Therapie zustimmte, weil ich merkte, dass ich ihm nicht helfen konnte.

x 2 #39


RoteTablette
Es könnte eine Midlife Crisis sein. Das ist keine Modeerscheinung, sondern etwas wirklich ernstzunehmendes.

Das, was jetzt folgt, bitte nicht als Angriff werten. Ich versuche nur, darzustellen, wie viele Männer fühlen, die in dieser Situation sind. Es ist rein subjektiv; manches davon mag gerechtfertigt sein, manches nicht. Manches trifft auch nicht auf deinen Mann oder dich zu.

Mir ist klar, dass auch du in eurer Ehe nicht das hast, was du dir erträumt hast. Das darfst du nie aus den Augen verlieren. Aber ihn jetzt damit zu konfrontieren, wäre keine gute Idee. Er ist momentan nicht in der Lage, da konstruktiv drauf zu reagieren - also stell das bitte zurück, bisihr beide wieder Boden unter den Füßen habt.

Versuchmal, es von seiner Warte aus zu sehen. Wenn er seine Situation mit dir heute mit der vergleicht, die ihr vor 20 Jahren hattet: Sieht die dann besser oder schlechter aus? Ich wette, schlechter, und zwar sehr. Er blickt nun zurück - und stellt sich vor, dass das auch in der Zukunft mit serselben Tendenz weitergeht. Wo bleibt da sein Leben? Es ist gut zur Hälfte um, und alle seine Träume und hoffnungsvollen Erwartungen sind zerplatzt (manches hat sich sicher erfüllt, aber vieles eben auch nicht).

Er arbeitet sich den Ar*** ab. Das tut erfür dich und die Familie; natürlich auch für sich, weil er die Situation zu Hause ausblenden will.

Die Leidenschaft, die Intimität aus der Anfangszeit ist weg. Stattdessen hat er eine Frau, die "immer was an ihm auszusetzen hat und dauernd fordert".

Er hat sich lange Zeit mit Arbeit (mancher Mann auch mit Alk, Fernsehen, seinen Kumpels) betäubt, aber irgendwann lässt sich das nicht mehr länger durchhalten, weil die Situation nicht besser wird. Und er wird nicht jünger. Die Uhr tickt.

Viele Männer sind in dieser Situation anfällig für eine Affäre. Die bringt plötzlich (scheinbar und vorübergehend) die Jugend zurück - die verlorene Jugend, in der er stark, attraktiv und unbeschwert war. Kannst du die enorme Anziehungskraft verstehen, die so etwas hat?

Bei deinem Mann wird das aber wohl nicht der Fall sein, nuach deinen Schilderungen. Sei froh, ein Problem weniger für dich - vorerst.

Was kannst du nun tun? Zunächst müsst ihr beide aus eurem Schockzustand raus, ohne dass Entscheidungen getroffen werden, die nicht gut rückgängig zu machen sind: Unnötige gegenseitige Verletzungen, finanzielle Entscheidungen etc.

Danach würde ich versuchen, ein mitfühlendes, konstruktives Gespräch zu führen. Es wird nicht einfach sein, ihn aus seiner Erstarrung zu locken. Versuche, seine Seite zu sehen. Hör ihn an, ohne dich zu rechtfertigen und ohne ihn anzugreifen. Dann überleg dir (am besten zusammen mit ihm), was ihr tun könnt, um seinem und deinem(!) Traum wieder näher zu kommen.

Er wird auf jeden Fall weniger arbeiten müssen. Ihr werdet euch wieder einander zuwenden müssen. Mehr miteinander unternehmen. Mehr leben!

x 2 #40


J
@RoteTablette
Ich danke dir sehr. Ich würde sogar sagen, dass beide Geschlechter Midlifecrisis erwischen. Ich kann das gut nachvollziehen.

Definitiv ist unsere Beziehung schlechter als vor 20 Jahren. Und ich versuche seine Seite auch zu verstehen, wenn er es auch nicht formuliert und es dadurch einfach schwierig ist.

Das schlimme ist, dass er augenscheinlich nicht mal in Schockstarre ist. Er wirkt sehr klar.

Er muss für uns nicht so viel arbeiten. Das habe ich auch immer wieder betont. Seine Firma ist einfach zu schnell groß geworden. Dazu kaum verlässliche Leute, so dass er immer wieder gezwungen ist selbst zu agieren.

Vorhin haben wir nochmal geredet. Er kam auf mich zu. Er weint, er fühlt sich so blockiert. Ich weiß nicht, wo ich ansetzen soll.

#41


J
@Scheol
Vielen Dank für deine lange Antwort.

Zitat von Scheol:
Warum will er soviel arbeiten ?

Er will es schon lange nicht mehr. Die Firma läuft „zu gut“. Er sucht Entlastung durch Angestellte, die aber oftmals so unzuverlässig sind u. a., dass er selbst immer wieder einspringen muss.

Zitat von Scheol:
Warum wolltest du das ?

Weil ich lange genug den Beruf im Fokus hatte und meinen Kindern ermöglichen wollte, dass sie kein Schlüsselkind sein sollen. Zudem konnte ich ihm den Rücken freihalten. Damit war ich damals absolut fein.

Zitat von Scheol:
Das glauben wir ihm einfach mal.

Naja….

Zitat von Scheol:
Warum ackert er den soviel ? Um den Lebensstandard zu erhalten ?

Nein, den Lebensstandard können wir auch mit weniger halten bzw. lege ich da keinen großen Wert drauf.

Zitat von Scheol:
Weil Kredite da sind ?

Nein, das Haus ist bezahlt.

Zitat von Scheol:
Wenn das viele Jahre schon so ging mit der Überlastung , dann ist es klar das das irgendwann kollabiert.


Zitat von Scheol:
Gibt es da ein Zeitraum seit wann ?

Bestimmt schon 10 Jahre. Aber ein schleichender Prozess.

Zitat von Scheol:
Der Grund wäre ? Trauma ?

Seine depressive Stimmung, alles negativ sehen, nicht abgrenzen können…

Zitat von Scheol:
Also der Mann finanziert gerade auch noch für ein paar tausend die auslands Aufenthalte für die Kinder ?

Nein, das tut er nicht. Es ist in dem Fall nur ein Kind und es ein stinknormaler Schulaustausch mit einer Partnerschule. Selbst die Flüge wurden übernommen. Lediglich Taschengeld zahlen wir.

Zitat von Scheol:
War der mal im Schlaflabor ?

Mehrmals! Ohne Befund.

#42


J
@hotte
Danke für deine Nachricht.

Ich finde mich in deinen Worten absolut wieder. Die Situation ist schon sehr ähnlich.

Und deine Frau hat absolut recht. Auch ich habe immer versucht auch seine Therapeutin zu sein, weil dieser Wunsch ihm zu helfen, einfach so groß war.

Ich würde wirklich gerne für ihn da sein. Das war stets mein Bestreben, aber wie ist man für jemanden da, der nicht redet. Er sitzt zu 90% nur da und sagt nichts. Er wäre blockiert und es tut ihm alles so leid. Er wäre emotional auf Distanz. Mehr kann ich ihm kaum entlocken. Zudem ist er mit meiner emotionalen Reaktion glaube ich überfordert.

#43


Scheol
@Juli007
@Waris07

So nun hast du zwar geantwortet ,aber auf die mir sehr wichtigen Fragen leider nicht.

Also improvisieren wir mal.

Da er nach dem Verlust des Vater wohl sehr down war , kann dieses Erlebnis als gravierend bis traumatisch definiert werden.

Der zeitnahe Tod des besten Freundes , hat ihm nochmal die Beine weggehauen und ihm klar gemacht das geliebte Menschen von jetzt auf gleich gehen können.

Meist kommen solche Trauma erst 1-3 Jahre nach diesem Ereignis hoch und der Deckel fliegt vom Topf.

Das vertiefen in die Arbeit ist ein Ablenkungsmanöver um sich nicht mit den Verlusten beschäftigen zu müssen.

Kann aber auch eine Art selbstverletzendes Verhalten sein. Der Mensch kann körperlichen Schmerz besser ertragen als wie seelischen Schmerz.

Die Verluste können für ihn so schwer und so existenziell bedrohlich gewesen sein , das er lieber präventive sich von geliebten Menschen trennt und die Zeit bestimmt wann diese aus seinem Leben gehen als wie wenn der Tod dieses für ihn klärt und Leute aus seinem geliebten Umfeld holt.
( selbst Sabotage der eignen guten bestehende Beziehung ,…..steht unter Traumafolgestörungen , ……..aber auch Problem im führen von zwischen menschlichen Beziehungen )

Es gibt die Diagnose Depression als Einzel Diagnose , aber es gibt sie auch als Folgen traumatischer Erfahrungen ( Traumafolgestörungen genannt )


Wenn man die Geschichte vorher sich anschaut und eine Zeitschiene mit Ereignissen bastelt wird man im Vorlauf sehen das vermutlich einige Trauma ( Microtrauma ) statt gefunden haben.

Man nennt es auch Bauklotz Prinzip oder Effekt ?

Man stapelt kleine und große Probleme übereinander und verarbeitet diese nicht richtig , bis der Turm aus Bauklotzproblemen zusammen klappt.
Und dann steht man nimmer Brühe.


Sie Beschreibung das er nichts fühlt, könnte eine Art des abspaltens sein um die Sache gerade erträglicher zu machen.


Es kann keine Emotionen zeigen das wäre die starre. Ein Hase wo sich die Schlange gerade aufbäumt macht auch keine Emotionen. Es stellt sich tot um zu überleben.


Das erstarren von ihm wird funktional sein. Es bedeute nicht das er starr auf den Sofa sitzen muss. Sondern das er emotionslos funktioniert.


Ihr habt die Verbindung zueinander verloren auch weil er selbst nicht mit sich verbunden ist.

Wenn er nicht im inneren mit sich verbunden ist , wie soll er mit dir oder einer anderen Person im außen verbunden sein? Das geht nicht.

Das nicht mehr abgrenzen können nach dem Verlust der beiden wichtigen Personen , wo er sofort hoch gegangen ist , zeigt doch sehr deutlich wie sehr überlastet er doch ist.


Man hat hier einige Anzeichen die für ein Schocktrauma , Verlusttrauma sprechen würden.


Du selbst zeigst auch Anzeichen für Trauma wenn man deine Beschreibung so liest. Hier mal unter Verratstrauma / Betrayal Trauma schauen.


An deiner Stelle würde ich versuche die oben genannten Übungen zu machen um das es dir etwas leichter geht und das sich das alles nicht so sehr verfestigt.

Die Übungen haben hier schon viele gemacht und vielen hat es auch Besserung gebracht.


Falls dich das Thema interessiert , das Buch von Verena König „ bin ich traumatisiert“ könnte weiterhelfen.

x 1 #44


J
@Scheol
Vielen lieben Dank .

Es sind mir offensichtlich Zitate beim Einfügen verloren gegangen, denn ich hatte schon die Intention dir zu antworten. Sorry hierfür.

Deine Erklärung klingt nachvollziehbar. Darf ich fragen, was dich ahnen lässt, dass auch ich ein Trauma erlitten habe?

#45


A


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