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Plötzliche Trennung; Rolle der psychische Erkrankung?

S
Zitat von Jolle:
das Gedankenkarussell auszuschalten an Sie zu denken und verstehen zu wollen, kann ich aber nicht direkt ausschalten.

Das konnte ich auch nicht. Stattdessen habe ich alles aufgeschrieben, was an Gedanken, Erinnerungen und Gefühlen da war. Dadurch kam das Gehirn wieder Platz und es kam immer wieder neues und alles aus jeder Perspektive betrachtet, aber irgendwann kam die Ruhe. Alle Gefühle, die dabei hochkamen, habe ich zu Ende gefühlt. Jetzt kann ich an diese Vergangenheit denken, ohne dass noch unangenehme Gefühle sich dabei zeigen.
Wenn es dir dabei hilft, teile dich ruhig hier mit. Das hilft auch. Ich war bei einem Teilnehmer ziemlich lange am Tropf.

Aber über deine Bezeichnung: "Intimzonen Diskussion" muss ich die ganz Zeit lachen und grinsen Zwinkerndes Gesicht

x 3 #61


S
Zitat von Jolle:
dass sie das generische Maskulinum hasst und wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass es Frauen unsichtbar macht.

Ob das wissenschaftlich nachgewiesen ist, weiß ich nicht. Als über das Gendern anfangs gesprochen wurde, dachte ich, dass es Unsinn sei. Als es dann in den Nachrichten benutzt wurde, spürte ich plötzlich, dass ich als Frau in dieser Gesellschaft auch wahrgenommen wurde. Ich habe es immer als Männergesellschaft wahrgenommen und versuchte immer zu beweisen, dass ich alles als Frau auch kann. Ein alter Chef sagte mir mal, die Betriebsprüfung sei nichts für Frauen. Als ich in Pension ging, waren einschließlich mir fast nur noch Frauen in der Betriebsprüfung und wir hatten sogar zum aller erstenmal eine Frau als Vorsteherin und fast nur noch Frauen als Sachgebietsleiterinnen. Es waren alles Männerdomänen.
Sogar mein Exfreund war der Meinung, dass Männer besser seien als Frauen, allein deshalb, weil sie Männer sind, tsss.....
Trotzdem habe ich das Gendern nicht in meiner Sprache, will ich auch nicht, höchstens mal z.B. die Lehrer und Lehrerinnen.

x 4 #62


A


Plötzliche Trennung; Rolle der psychische Erkrankung?

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Heffalump
Zitat von Sincerite:
Gendern

Wenn man will, nicht wenn man muss! Staatlich aufoktruiert, dass find ich schlimm

x 6 #63


S
@Heffalump
sehe ich auch so!

x 1 #64


N
Zitat von Jolle:
Kann man sagen, dass, wenn einem der Intimgeruch des Partners bei bestimmten Praktiken stört, dass man sexuell auf der Körperebene nicht zusammenpasst?

Für mich ganz eindeutig: ja.

Alle Männer, mit denen ich im Bett gelandet bin, konnte ich selbst durchgeschwitzt oder nach einer Woche Camping im.Wald noch gut riechen. Und ich steh auf Hygiene. Aber es gibt Situationen im Leben, da schwitzt und riecht man. Und wenn das dann ein stechender oder zu organischer Geruch ist, ist das kein Mensch, mit dem ich Körperflüssigkeiten teilen möchte.

Zitat von alleswirdbesser:
Das hat er recht ausführlich beschrieben.

So wie das ganze Herangehen an Sex beschrieben wurde (sehr spät angefangen, über die erste Freundin nicht hergefallen, sondern über Monate rangetastet, dann erst auf ausdrücklichen Wunsch mehr als GV) würde ich schon sagen, dass Sex und Körperlichkeit beim TE generell nicht auf der Prioritätenliste ganz oben zu stehen scheinen.

Und da es ja ganz viele unterschiedliche Menschen gibt, inklusive asexuelle Menschen, Menschen auf dem Spektrum, Menschen, die sexualisierte Gewalterfahrungen gemacht haben, Menschen, denen der Zugang zum eigenen Körper durch Religion oder Scham versperrt wurde, gleichgeschlechtliche Menschen oder Menschen mit Reizverarbeitungsthemen, ist man auch sicher nicht allein mit so einem sehr gebremsten Zugang zu Sexualität. Man sollte sich dann eben nur nicht mit jemandem zusammen tun, der/dem ein abwechslungsreiches, häufiges und ungehemmtes Ausleben von Sexualität wichtig ist. Sonst passt das eben nicht.

Zitat von Blindfisch:
Aber mit Checklisten um die Ecke kommen....wohlgemerkt in der Beziehung....die regeln sollen wie der Andere sich zu verhalten hat, wie er zu sprechen hat usw. als gute Idee zu verkaufen, ist übergriffig.

Ach Blindfisch, diese Relationship Check-Ins haben doch nichts regulatorisches, sondern sind Gesprächsleitfäden, mit deren Hilfe man eine Beziehung beleuchten und sich mit dem Partner abgleichen kann. Gibt's als Partyspiel oder als Paartherapie oder eben als Set von Fragen, mit denen man gleiche und unterschiedliche Ansichten aufdecken kann. Es dient dem weiteren Kennenlernen innerhalb einer Beziehung und der nicht-oberflächlichen Kommunikation. Mit Gendern hat das nichts zu tun.

Zitat von Jolle:
Hier hat sie gesagt, dass sie das generische Maskulinum hasst und wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass es Frauen unsichtbar macht. Hier habe ich wieder in der rationalen Rolle agiert und gesagt, das Studien, die das nachweisen oft nicht wissenschaftlichen Kriterien entspreche, da die Grundgesamtheit nicht repräsentativ ist.

Joah, und hier hast Du ihr imho durch die Blume gesagt, dass sie Dir wurscht ist. Das Gendern war nicht das Thema, sondern Deine Weigerung, auf ihre Wünsche einzugehen. Ich ersetze Gendern durch Wackelpudding, vielleicht erkennst Du es dann selbst.

Sie sagt: Ich hasse grünen Wackelpudding, weil der so einen dumpfen Nachgeschmack hat, den ich nicht mag.

Du sagst: Studien, die diesen Nachgeschmack nachweisen, entsprechen nicht den wissenschaftlichen Kriterien, da nicht genügend Frauen dazu befragt wurden.

Wäre Deine Ex geduldiger gewesen, hätte sie darauf gesagt:
Guter Mann, es ist mir völlig gleich, ob genügend andere Frauen das ähnlich empfinden, damit Du das als valides Argument akzeptieren kannst. Ich finde, es müsste genügen, dass ich den Nachgeschmack empfinde und daher grünen Wackelpudding nicht mag. Wenn meine Empfindungen erst wissenschaftlicher Konsens werden müssen, um von Dir gehört und akzeptiert zu werden, dann darfst Du gerne weit weg von mir sein. Denn ich bleibe dabei, dass ich grünen Wackelpudding nicht mag. Und ich bleibe dabei, dass es am Nachgeschmack liegt und ich deswegen den roten lieber esse. Und Deine Studien dazu, wie ich als Frau das zu sehen und empfinden hätte, darfst Du Dir in Deinen rationalen A schieben.

Wie gesagt, wäre das meine Reaktion an einem Tag gewesen, an dem ich Geduld hätte aufbringen können. An einem Tag ohne Geduld hätte ich Dir auf Dein Argument geantwortet: "Sprich gerne, wie Du es für richtig hältst, aber erwarte nicht, dass ich Dir dann noch zuhöre."

Es ging nicht ums Gendern, sondern dass Du Dir ihre Vorliebe, von Dir genannt und nicht nur mitgemeint zu werden, nicht nur nicht angehört hast, sondern sie ihr auch noch "rational wissenschaftlich" abgesprochen hast, obwohl ihr Argument nicht mit "Keine Frau fühlt sich beim generischen Maskulinum mit gemeint" begann, sondern mit "Ich hasse das generische Maskulinum, weil ich mich dabei nicht gesehen fühle".

Fun fact: Es gibt Männer und Frauen, die nicht gendern und denen man inhaltlich dennoch anmerkt, dass sie nicht androzentrisch denken. Und es gibt ein paar wenige gendernde Menschen. Und dann gibt es noch Männer (und ein paar Frauen), denen die Androzentrik dermaßen aus jeder Pore quillt, dass selbst Gendern nichts retten könnte.

Ich denke, bei euch war es eine Kombination daraus, dass Du weder gegendert hast, noch sonstwie die weibliche Sicht hast gelten lassen. Und eben ihre Sicht auch nicht. Und das wäre wohl für viele ein Trennungsgrund.

Du selbst hast Dich mit Deinen Bedürfnissen bei ihr ja auch nicht gehört gefühlt. Also hättest auch Du einen Trennungsgrund gehabt. Sie ist Dir nur zuvor gekommen.

Wenn Du die Umstellung und das Entlieben vollzogen hast, kannst Du ja mal Ausschau halten nach einer Person, die Deine Werte teilt, Deinem Temperament entspricht, die gesund ist und die Du gut riechen kannst. Dann passt es besser.

x 2 #65


ElGatoRojo
Zitat von Nalf:
Alle Männer, mit denen ich im Bett gelandet bin, konnte ich selbst durchgeschwitzt oder nach einer Woche Camping im.Wald noch gut riechen. Und ich steh auf Hygiene. Aber es gibt Situationen im Leben, da schwitzt und riecht man.

Normal, wenn man den Menschen zumindest mag - aber auch, wenn man ihn liebt

x 1 #66


Y
@Jolle so wie du die Situationen beschreibst und auch wie du schreibst, kann ich mir vorstellen, dass du sie emotional einfach nicht abgeholt hast. Du bleibst ja bewusst sehr auf der rationalen Ebene. Vielleicht "typisch Mann", vielleicht einfach deine Art, vielleicht aber auch Schutz vor zu viel Nähe. Denn echte Nähe braucht Mut, macht immer auch verletzlich. Es war deine erste Beziehung, dazu noch in etwas "höherem" Alter. Grundsätzlich ist das natürlich nicht schlimm. Aber es kann auch dazu geführt haben, dass du vorsichtig, angepasst und eher passiv/rational geblieben bist und sie nie richtig an dich ran kam. Ihre Versuche mit dem Check-in weisen darauf hin. Ihre Frustration darüber, dass du auch auf ihre emotionalen Themen mit Ratio reagiert hast, kann ich in dem Kontext nachvollziehen. Irgendwann macht es mürbe, wenn die emotionale Ebene nicht erreicht wird.

x 3 #67