Zitat von Cocolores: Und das senkt schon seit langem die Unterrichtsqualität.
Die Unterrichtsqualität und das Niveau der Klausuren, die Werthaltigkeit von Abschlüssen etc. sinkt seit Jahren auch auf Schulen mit wenig Schülern mit Migrationshintergrund. Bestätigt von Lehrern hier. Auf dem Land, in konservativen Provinzen, mit wenig sozialen Brennpunkten und Wohlstand.
Zitat von Cocolores: nicht von deutschen Familien
Wer ist denn "deutsch"? Der/die mit dem Pass? Mit Nachnamen Müller, Maier, Schulze? In wievielter Generation muss man hier leben? Haar- und Hautfarbe? Welches Einwanderungsland ist in Ordnung, dass man schneller "deutsch" wird?
Will damit sagen, die Zeiten, dass man da noch irgendwas differenzieren kann, sind vorbei. Es gibt Sprösse des Remmo-Clans, die offiziell mit einem deutschen Pass ausgestattet sind.
Ich habe eine türkische Familie in meinem Freundeskreis. Eltern ohne deutschen Pass, integriert, sehr deutsches Verhalten, kennen keine Moschee von innen, trinken und essen alles. Kinder haben nur den deutschen und können wenig bis gar kein türkisch. Das ältere Kind ist freundlich und hilfsbereit, männlich übrigens. Das jüngere ist ein vorlauter, auffälliger, angeberischer Macho. Alle haben türkische Namen, die typische schwarze Haarfarbe und einen dunkleren Teint. Was sind diese jetzt?
Zitat von SchlittenEngel: dass es ja total rassistisch und sonst was wäre, jedem Achtung Beispiel! Araber, der mit einem Messer nachts am Bahnhof steht und einer Frau hinterhergeht, böse Absichten zu unterstellen
Nein, das ist nicht rassistisch. Solche Typen sind A-löcher, deren Taten saftige Konsequenzen haben sollten. Die Frage ist nur, was man dem Araber nachts am Bahnhof unterstellt, der ohne Messer da steht und zufällig in die gleiche Richtung muss wie eine Frau, nachdem beide gemeinsam aus dem Zug ausgestiegen sind.
Wir haben hier eine marode Infrastruktur. Daran sind nicht die Flüchtlinge schuld.
Wir haben die Digitalisierung verpennt. Daran sind nicht die Flüchtlinge schuld.
Unsere Wirtschaft hat sich zu lange auf frühere Erfolge ausgeruht. Daran sind nicht die Flüchtlinge schuld.
Dass wir uns z.B. von den Chinesen auf dem Automobilmarkt rechts überholen haben lassen, daran sind auch nicht die Flüchtlinge schuld.
Dass viele Kinder (Abstammung egal) keinen Purzelbaum mehr hinkriegen, keinen geraden deutschen Satz mehr schreiben können und das Einmaleins nicht mehr beherrschen, daran sind nicht die Flüchtlinge schuld. So viele sind unselbstständig und nicht mehr belastbar, dazu ab er verzogen und einige noch respektlos.
Der Kollaps unseres Sozialversicherungssystems war schon lange vor der Flüchtlingswelle vorhersehbar.
Wir diskutieren über Arbeitszeitmodelle und arbeiten so wenig wie kaum ein anderes Land.
Nun liegt halt das Problem darin, dass wir zu viele Baustelle auf einmal haben. Eigentlich haben wir fast nur noch Baustellen. Und das frustriert logischerweise alle. Wir kämpfen vermutlich an zu vielen Fronten. Und es scheint irgendwie abstrakt, was oder wer daran schuld nun ist. Also halt alle. Die Politiker, die Konzerne, die Fremden.... Und ich will auch gar nicht bestreiten, dass das überhaupt nicht stimmt. Sicherlich auch. Aber es ist eben immer auch die einfachste Lösung. Jeder sieht nur noch sich selbst. Im kleinen merkt man das im Vereinsleben.
Wenn ich mich - das gilt aber nur für mich und mein direktes Umfeld hier in meiner Heimat - umschaue, geht es uns sehr gut. Hier werden EFHs für über 1/2 Mio. EUR gebaut inkl. Landschaftsgärtner, der die Außenanlage teuer gestaltet und umsetzt, die Familien gehen zweimal im Jahr in Urlaub (inkl. Skiurlaube) und machen jedes Wochenende Ausflüge. Sie fahren zwei Autos, die Kinder haben modernste Fahrräder, motorisierte Zweiräder, Markenklamotten, IPhones. In Restaurant bekommt man ohne Reservierung keinen freien Tisch und samstags keinen Parkplatz neben Einkaufszentren. Soziale Brennpunkte gibt es kaum und ebenfalls vergleichsweise wenig Kriminalität. Das klingt, als wären wir hier auf Rosen gebettet. Sehe ich tatsächlich auch so. Und noch mal, mir ist wirklich bewusst, dass ich hier keine allgemeingültige Ableitung treffen kann und andere nicht völlig andere Erfahrungen gemacht haben. Aber das ist eben, wie ich es aktuell (noch) erlebe.
Trotzdem reden die Leute hier als würden wir im Zentrum von Berlin leben. Eine Bekannte hat vor kurzem behauptet man könne nachts nicht mehr durch unser 1500-Seelen-Dorf alleine laufen. Und ich tue das regelmäßig und sehe außer die übliche party-wütige Dorfjugend nichts besonderes. Ich kenne auch keinen Fall von Übergriffigkeit, Gewalt oder ähnliches. Vieles wird hier einfach nachgeplappert, wie man es halt anderswo hört. Und man kennt einen, der einen kennt, der mit einem verwandt ist, der mal....
Mir ist durchaus klar, dass die Schilderungen für viele Ballungsgebiete und Großstädte durchaus zutrifft. Und mir ist auch klar, dass viele Probleme (Arbeitslosigkeit, Wohlstandsverlust) noch hierher schwappen können. Trotzdem wundere ich mich, warum in meiner Gegend bereits jetzt - und vor einiger Zeit schon - die Vorurteile und die Angst so enorm und dadurch die Bereitschaft Parteien zu wählen, die der rechten Ecke zugeordnet werden, so übermächtig ist. Hier herrscht vielerorts tatsächlich noch Wohlstandsverwahrlosung.