×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

1982

Problem mit Tochter des Partners - Bitte um Rat

FrauDrachin
Zitat von MissLilly:
Das Kind aber indirekt zur Verantwortung zu ziehen, nur weil der Vater nicht gewillt ist der Überbringer der "schlechten" Nachricht zu sein

Das ist halt das ganze Dilemma hier.
Wie immer bei neuen Partnerschaften kommt es zu Konflikten zwischen den absolut legitimen Bedürfnissen der verschiedenen Beteiligten. Und das ist völlig normal, erwartbar und in Ordnung.
Hier obliegt es halt dem Vater, abzuwägen, ob und wie man alle Bedürfnisse würdigen und unter einen Hut bekommen könnte, ohne dass eine Partei übermäßige Härte erfährt.
Das ist das herausfordernde an Patchworksituationen. Klar hat es auch einen Impact auf die Personen, die das nicht selber gewählt haben, und nur sehr begrenztes Mitspracherecht haben.
Und ja, der Vater steht halt jetzt blöderweise in der Mitte, ist sicher auch ein Stück weit in sich selber zerrissen. Klar will er die neue Liebe feiern, aber klar will er gerade jetzt nichts tun, was die Beziehung zu seiner Tochter belasten könnte. Wichtig ist halt, dass solche Konflikte eine Beziehung (weder die Vater Tochter Beziehung noch die Paarbeziehung) belasten müssen, wenn alle wirklich gesehen werden.
Jetzt zeigt sich halt, wie die beiden als Paar mit einem schwierigen Konflikt umgehen können.

x 6 #241


Lukrethia
Also Drama sieht für mich anders aus. Vielleicht ein bisschen überreagiert, aber ich hätte auch keine Lust mit meinem neuen Partner und seiner Tochter in einem Bett zu schlafen. Und noch weniger Lust hätte ich mit meinem halb kaputten Rücken aufs Sofa. Da hätte ich ebenfalls das Feld geräumt und wäre heimgefahren. Dann können die zwei im Bett weitermützen und man spricht das nächste Mal eben in Ruhe drüber. Da muss man doch nicht in der Nacht rumdiskutieren. Dass manche da gleich einen Trennungsgrund herbeifantasieren, wenn sonst alles gut läuft - na Halleluja.

Im Leben gibt es eben Konflikte. Wenn da jedes Mal gleich die Liebe oder die Freundschaft flöten gehen würde, dann wäre das traurig.

Ein 13jähriges Kind darf trotz Nähebedürfnis lernen, dass es im Bett bei Papa nichts zu suchen hat, wenn die Partnerin da ist. Ich bin mir auch sicher, dass ein 13jähriges Kind das schon versteht und dass es auch die Reaktion nachvollziehen kann, wenn man mit ihm drüber spricht. Sicher, man hätte es auch anders lösen können, aber es ist jetzt nun mal so passiert und dann muss man das im Nachgang ausreden. Sollte in einer gesunden Beziehung möglich sein. Offenbar gab es ja vorher keinen Anlass, darüber zu sprechen, und nun ist er eben da. Blöd gelaufen, sollte sich aber lösen lassen. Die TE scheint es ja auch zu beschäftigen, sonst hätte sie hier nicht gepostet.

x 9 #242


A


Problem mit Tochter des Partners - Bitte um Rat

x 3


Y
Zitat von Lukrethia:
ein 13jähriges Kind das schon versteht und dass es auch die Reaktion nachvollziehen kann, wenn man mit ihm drüber spricht

Ja. Wenn man spricht. Was ist aber der Subtext, wenn jemand den Raum verlässt, wenn du dazu kommst? Das Gefühl kennen wir mit Sicherheit alle. Hier wurde durch Handlung ebenfalls etwas transportiert. Und eben nicht mit Klarheit besprochen.

Und das mutet dann doch eher nach einem (unbewussten) Machtkampf an, als nach Ziehen von verständlichen Grenzen. Ein Kampf um Raum. Raum, der einer Fremden nach mit Verlaub sechs Monaten Beziehung so oder so noch nicht zustehen sollte.

Und die ganze Diskussion um Intimität und Elternbett, etc. vernachlässigt in dem Moment ja auch das Alter der Tochter. Wo zieht man da bitte eine Grenze, wenn man das Kind nicht im Bett haben möchte? Weil man ja unangezogen und am schnackseln sein könnte? Bei 5 Jahren oder 7 oder 3? Daran sieht man doch, dass es nicht um das Kind, sondern das Machtverhältnis geht. Und wenn es um das Alter geht: wer bist du, dass du der Tochter vorschreiben willst, wann ihr Bedürfnis nach elterlicher Nähe abgeschlossen zu sein hat? Weil deine Kinder da anders waren? Was wäre das denn für ein Maßstab? Wie fände man denn dem gegenüber das Argument "andere Frauen stört es auch nicht, wenn Tine mit im Bett liegt"?

Klar ist: wer Kinder mit in sein Leben lässt, der übernimmt in dem Moment Verantwortung. Und sollte sich dieser auch bewusst sein.

x 6 #243


MissLilly
Zitat von Lukrethia:
Ein 13jähriges Kind darf trotz Nähebedürfnis lernen, dass es im Bett bei Papa nichts zu suchen hat, wenn die Partnerin da ist.


Verstehe .. und wer genau bestimmt darüber, dass die Tochter in Papas Bett nichts zu suchen hat? Die neue Partnerin, der Papa, die leibliche Mutter, Onkel Horst und Tante Petra oder die Nachbarin? Unwissender Smiley Am Kopf kratzender Smiley

x 3 #244


Lukrethia
@Yoffi wenn man zugange ist, sperrt man hoffentlich ab, egal, wie alt die Kinder sind. Das steht hoffentlich nicht zur Diskussion.

Es gibt auch viele Eltern, die ihre Kinder nicht im Ehebett haben wollen. Für viele Eltern vollkommen unvorstellbar, aber viele wollen diesen Raum eben mit ihren Kindern nicht teilen. Und diese Kinder erleben trotzdem Nähe. Nähe vermittelt man nicht nur dadurch, dass ein Kind bei einem im Bett schlafen darf.

Im Gegensatz zu einem 5jährigen Kind versteht ein 13jähriges hoffentlich, wenn man die Situation erklärt, was es damit auf sich hat. Muss es dafür Verständnis haben? Nein. Darf es verletzt sein? Natürlich - deswegen sollte man ja darüber sprechen, um dem Kind das Gefühl von Unerwünschtheit zu nehmen und die Verletzung wieder gut zu machen.

Ich denke, die TE hat sich zurückgezogen, sie hat dem Kind den Vortritt gelassen und es durfte bei Papa übernachten. Was passt daran nicht? Dass sie entgegen ihrer Wünsche nicht liegen geblieben ist? Dass sie nicht mitten in der Nacht zu diskutieren begonnen hat? Fände ich beides auch keine besseren Varianten. Eine unglückliche Situation, die eingetreten ist, weil man sich vorab keine Gedanken über so etwas gemacht hat.

Zitat von Yoffi:

Klar ist: wer Kinder mit in sein Leben lässt, der übernimmt in dem Moment Verantwortung. Und sollte sich dieser auch bewusst sein.

Du hast recht. Aber man macht eben trotzdem Fehler, davor ist niemand gefeit.

x 4 #245


MissLilly
Zitat von justawoman:
Also wenn die Kinder meines Partners dauerhaft mit im Bett schlafen würden, hätte ich auch etwas dagegen, da würde mir die Privatsphäre fehlen.


Ich persönlich würde mir eher Sorgen um den emotionalen Zustand eines solchen Kindes machen, anstatt mich meiner Privatsphäre beraubt zu fühlen. Gerade dann wenn mir von meinem erwachsenen Partner - der bereits schon seit 10 Jahren geschieden ist und vor mir dazwischen auch schon eine 4 jährige Partnerschaft hatte- auch noch erzählt werden würde, dass er ein schlechtes Gewissen dem Kind gegenüber hat. Da wäre meine erste Amtshandlung sicher nicht das Kind auszuquartieren zu wollen, sondern ich würde mir eingehende Gedanken darüber machen, ob ich einem solchen Zustand überhaupt gewachsen bin und wenn auch nur kurzfristig gewillt bin beizuwohnen.

x 4 #246


Lukrethia
Zitat von MissLilly:
Verstehe .. und wer genau bestimmt darüber, dass die Tochter in Papas Bett nichts zu suchen hat? Die neue Partnerin, der Papa, die leibliche Mutter, ...

Ich weiß nicht, wie das bei anderen ist, aber bei mir hat noch nie jemand bestimmt, wer bei mir im Bett liegt und wer nicht. Man sollte halt fähig sein, das miteinander zu besprechen. Hat hier nicht auf Anhieb geklappt und da muss man nun wirklich kein Weltuntergangsszenario draus basteln.

x 1 #247


Worrior
Zitat von MissLilly:
Verstehe .. und wer genau bestimmt darüber, dass die Tochter in Papas Bett nichts zu suchen hat? Die neue Partnerin, der Papa, die leibliche Mutter, Onkel Horst und Tante Petra oder die Nachbarin?

Ich würde ja zu Tante Petra tendieren.
Spaß beiseite, meiner Meinung bestimmt das der-/diejenige welche(m) dieses Bett gehört, der darin seine Nachtruhe sucht oder auch mal die Interaktion mit seine(r)m Partner(in).
Auch Eltern haben einen Anspruch auf Intimsphäre und auch für eine 13jährige ist es nicht traumaerzeugend wenn man ihr lehrt die Intimsphäre anderer Menschen zu respektieren.

x 6 #248


MissLilly
Zitat von Lukrethia:
Es gibt auch viele Eltern, die ihre Kinder nicht im Ehebett haben wollen.


Ja natürlich gibt es das, aber das HIER zumindest bei dem Mann nicht der Fall. Wozu also die Diskussion darüber führen, was andere Eltern in ihrem Bett haben wollen oder nicht?!
Das Thema ist hier, dass die TE es weder jetzt, noch in der Zukunft möchte und von dem Vater des Kindes verlangt, dass dieser das seinem Kind klarmacht. Undzwar ungeachtet dessen was der Vater oder die Tochter wollen, denn das wissen wir leider (noch) nicht endgültig.

x 1 #249


MissLilly
Zitat von Worrior:
Ich würde ja zu Tante Petra tendieren.

Ich wäre eher bei der Nachbarin, da diese am neutralsten wäre ...also zumindest solange wie sie morgens auf der Strasse von allen Beteiligten gegrüßt wird Zwinkerndes Gesicht

x 1 #250


Worrior
Zitat von MissLilly:
Ich wäre eher bei der Nachbarin, da diese am neutralsten wäre ...also zumindest solange wie sie morgens auf der Strasse von allen Beteiligten ...

Tante Petra sieht aber heisser aus. 🤣

#251


Lukrethia
@MissLilly und? Es ist legitim etwas zu wollen oder sich etwas zu wünschen. Kann sie tun. Sie übernachtet einmal in der Woche bei ihm und 6 x nicht. Findest du das überzogen, dass sie dann einmal die Woche, wenn sie bei ihm schläft, das Bett mit ihm alleine teilen möchte? Darum geht's doch oder nicht?
Und sicher verlangt sie es vom Vater, dass er das mit dem Kind bespricht, ist ja auch sein Kind und letztendlich liegt auch die Entscheidung bei ihm.

x 4 #252


MissLilly
Zitat von Lukrethia:
Ich weiß nicht, wie das bei anderen ist, aber bei mir hat noch nie jemand bestimmt, wer bei mir im Bett liegt und wer nicht.

Verstehe ....
Zitat von Lukrethia:
Man sollte halt fähig sein, das miteinander zu besprechen.


Ja, das ist eine gute Idee, bloß frage ich mich wozu genau die Besprechung dienen soll, wenn sowieso niemand darüber zu "bestimmen" hat wer bei dir im Bett liegt und es für dich sowieso nicht Frage kommt, dass ein Kind dort nächtigt?!

x 1 #253


MissLilly
Zitat von Worrior:
Tante Petra sieht aber heisser aus.


Ja, aber Tante Petra kann er nicht flachlegen 🤣

x 1 #254


Lukrethia
@MissLilly schau. Niemand bestimmt, wer mit mir im Bett liegt. Keiner kann zu mir sagen: du schläfst jetzt mit Xy in einem Bett.
Jemand kann aber fragen, ob er in meinem Bett schlafen darf. Was ist daran so schwer zu verstehen? 🤔

x 2 #255


A


x 4