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Problem mit Tochter des Partners - Bitte um Rat

MissLilly
Zitat von Lukrethia:
Es ist legitim etwas zu wollen oder sich etwas zu wünschen. Kann sie tun.


Natürlich ist es das und ich persönlich spreche das weder der TE noch sonst jemanden ab. Ganz im Gegenteil kann jeder Mensch auf diesem Planten (dazu gehören auch Kinder) alles wollen und sich wünschen was auch immer er/sie möchte. Das bedeutet deswegen aber noch lange nicht, dass jeder Wunsch auch in Erfüllung gehen kann oder muss.

Zitat von Lukrethia:
Sie übernachtet einmal in der Woche bei ihm und 6 x nicht. Findest du das überzogen, dass sie dann einmal die Woche, wenn sie bei ihm schläft, das Bett mit ihm alleine teilen möchte?


Ich finde das überhaupt nicht überzogen...Ich finde lediglich die Herangehensweise in Bezug auf die familiäre Vorgeschichte/Konstellation überzogen. Ausgenommen man stellt die se*xuelle Komponente einer Beziehung ganz klar in den (persönlichen) Vordergrund (was auch vollkommen legitim wäre) und man es dann natürlich auch genau so machen kann.

#256


MissLilly
Zitat von Lukrethia:
Jemand kann aber fragen, ob er in meinem Bett schlafen darf.

Ja natürlich und genau DAS hat die Tochter doch getan!

Zitat von Lukrethia:
Was ist daran so schwer zu verstehen?

Das frage ich mich ehrlich gesagt auch.

x 1 #257


A


Problem mit Tochter des Partners - Bitte um Rat

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M
@alleswirdbesser
Zitat von alleswirdbesser:
Das Bett der Erwachsenen ist nicht in erster Linie ein Schlafplatz für alle, solange man 6uell aktiv ist.

Das verstehe ich nicht. Wenn es nach dem ginge, wären weit mehr Orte für unsere Kinder und Besucher ein Tabu, oder soll man jedes Mal darauf hinweisen, dass die Couch und das Badezimmer nicht mehr zu benutzen sind?

Zitat von alleswirdbesser:
als Elternteil würde ich mich daran stören, tatsächlich allein schon aus hygienischen Gründen

Ein Paar, welches sich liebt, küsst und Nähe zeigt ist nicht schmutzig, genauso wenig die Kinder. Es gehört nun mal zum Leben dazu und natürlich möchte man seine Kinder soweit es geht aus seinem Intimleben fernhalten. Was aus meiner Sicht aber auf engem Raum nicht immer möglich ist.

Was ich nicht ganz verstehe: Warum einem 13-jährigen Mädchen ein kindisches Verhalten vorgeworfen wird, weil sie einmal nachts die Nähe ihres Vaters aufgesucht hat.

Ich denke, hier geht es mittlerweile um die Frage von Nähe und Intimität. Wir Menschen haben da einfach unterschiedliche Bedürfnisse und für den einen ist etwas vollkommen normal, während der andere eher abstoßend darauf reagiert. Ist doch bei einem Paar mit einem unterschiedlichen Kuschelbedürfnis in einer Beziehung nicht anders. Die Tochter ist der TE zu nahe gekommen, sie will es nicht, während der Vater absolut kein Problem mit der Nähe seiner Tochter hat.

Ich frage mich langsam, was die TE hier wirklich stört: Dass der Vater ein vertrauensvolles Verhältnis zu seiner Tochter hat oder dass sie mit dem Mädchen doch nicht so zurechtkommt, wie sie meint. Manche Menschen können auch nicht mehr intim miteinander sein, wenn nicht alle Komponenten perfekt passen. Anders kann ich mir die Reaktion erklären, dass man nachts das Haus verlassen muss, weil eine 13-jährige ihren Vater aufsucht.

Aber meine halbe Familie ist auch aus Schweden, da wird im Sommer oftmals zusammen ein Lager gemacht, auch Freunden und Nachbarn das eigene Bett angeboten, wenn sie zu müde oder betrunken für eine Heimfahrt sind.

x 3 #258


M
Zitat von alleswirdbesser:
In den 5 bis 6 Nächten/Woche spricht ja auch nichts dagegen, aber wenigstens eine Nacht möchte man doch als Erwachsene ungestört im eigenen Bett verbringen?

Was machst Du aber, wenn das Mädel genau an diesen 5/6 Tagen dieses Bedürfnis nicht hat? Wenn sie nun mal unglücklicherweise genau an jenem Abend, an dem die TE auf Besuch ist, diese Nähe braucht?

Ich verstehe den Wunsch das Bett für sich alleine zu haben, dennoch finde ich, wenn ein Kind die Nähe braucht, dann soll das Kind diese Nähe auch bekommen. Klar es geht nicht immer und zu jeder Tageszeit, aber dafür sind doch Eltern da?

Zitat von alleswirdbesser:
Ich persönlich würde mich nicht darauf einlassen, weil ich wie gesagt keine Notwendigkeit darin sehe 7 Nächte die Woche das Kind beim Papa schlafen zu lassen.

Wenn ich richtig gelesen habe, dann ist das jetzt in einem halben Jahr einmal vorgekommen, als TE zu Besuch war. Ich entnehme dem Text also keinesfalls, dass die Tochter 7 Tage die Woche bei ihrem Papi schläft.

x 4 #259


MissLilly
Zitat von Manchmal_Hexe:
Ich frage mich langsam, was die TE hier wirklich stört:

🎯

Zitat von Manchmal_Hexe:
Dass der Vater ein vertrauensvolles Verhältnis zu seiner Tochter hat oder dass sie mit dem Mädchen doch nicht so zurechtkommt, wie sie meint.


Oder das die Tochter einfach zu viel Raum im Leben des Vaters einnimmt/beansprucht und die TE sich dadurch in ihrer Beziehung du dessen Vater eingeschränkt fühlt.

x 3 #260


J
Zitat von Woelkeline:
Wie passt denn das zusammen mit der Argumentation "pro Familienbett", das doch die Kinder so sehr stärkt, ihnen Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen für das ganze Leben gibt?

Nun, erstens hat es mir Sicherheit gegeben, solange ich dort schlafen durfte (nicht jede Nacht, sondern bei "Bedarf"). Außerdem gibt es leider noch andere Einflüsse, die ihren Beitrag leisten.

x 1 #261


HeavyDreamy
Ich verstehe nach wie vor nicht, warum man nicht darüber vorab schon gesprochen hat?

Die Beiden sind ein halbes Jahr zusammen - da hätte man genug Zeit gehabt, das Thema kurz anzusprechen, wie es aussieht, obs oke wäre, wenn die Tochter ab und zu auch im Bett bei denen schlafen darf.

So wäre es gar nicht erst soweit gekommen. Sie hätte verneinen können und ja, dann hätte der Vater eine andere Lösung finden können oder auch sagen können: Sorry, aber mein Kind geht schon vor und ich glaube, das passt nicht mit uns Beiden.

x 1 #262


J
Zitat von MissLilly:
Ich persönlich würde mir eher Sorgen um den emotionalen Zustand eines solchen Kindes machen, anstatt mich meiner Privatsphäre beraubt zu fühlen.

Muss ja nicht zwangsläufig ein emotionales Problem sein, kann auch schlichtweg Gewohnheit sein. Ich habe z.B. am Anfang der Beziehung klargestellt, dass ein Hund für mich im Bett nichts zu suchen hat. Im Schlafzimmer gerne, aber nicht im Bett. Mein Ex hat sich große Sorgen gemacht, dass das Tier leiden würde, aber faktisch hat der Hund es sofort akzeptiert. Kommt also immer drauf an, was der Grund ist, warum das Kind ins Bett kommt. Reden hilft da bestimmt.

x 1 #263


Jane_1
Zitat von Manchmal_Hexe:
Aber meine halbe Familie ist auch aus Schweden, da wird im Sommer oftmals zusammen ein Lager gemacht, auch Freunden und Nachbarn das eigene Bett angeboten,

In diesem Faden habe ich oft gedacht, dass die teils krass verschiedenen Ansichten und Gefühle mit der Sozialisation zu tun haben müssen. In anderen Ländern wäre das Thema sicher völlig anders diskutiert worden.

Ich finde ja, wir sind Säugetiere und brauchen Nähe. Wobei, das finde ich nicht nur so, das ist so. Es gibt zig wissenschaftliche Untersuchungen, dass wir Nähe und Berührungen brauchen. siehe zB hier:
https://www.spektrum.de/magazin/beruehr...kt/2047077

Wäre ich die TE, hätte ich mich geehrt gefühlt und mich voll gefreut, wenn das Mädchen sich dazugelegt hätte. Ja, ich hätte vermutlich schlecht geschlafen, aber ich sehe es auch so: Kinder gehen vor, auch wenn es nicht meine eigenen sind.

Ich habe auch die Theorie, dass die Pubertät für Jugendliche oft eine schwierige zeit ist, weil es dann u.a. viel weniger Berührungen gibt. In der Kindheit wird super viel gekuschelt und irgendwann hat man eine Freundin/einen Freund, wo es dann auch wieder Nähe gibt. Dazwischen haben viele Jugendliche kaum körperliche Nähe (v.a.Jungs). Kein Wunder, dass es einem da nicht gut geht.

x 8 #264


MissLilly
Zitat von justawoman:
Muss ja nicht zwangsläufig ein emotionales Problem sein, kann auch schlichtweg Gewohnheit sein.

Ja pauschal betrachtet könnte das so sein, nicht aber wenn mir einer erzählt, dass er dem Kind gegenüber ein schlechtes Gewissen hat und das Kind darüber hinaus auch noch Probleme mit dem anderen Elternteil hat.

Zitat von justawoman:
Ich habe z.B. am Anfang der Beziehung klargestellt, dass ein Hund für mich im Bett nichts zu suchen hat. Im Schlafzimmer gerne, aber nicht im Bett. Mein Ex hat sich große Sorgen gemacht, dass das Tier leiden würde, aber faktisch hat der Hund es sofort akzeptiert. Kommt also immer drauf an, was der Grund ist, warum das Kind ins Bett kommt.

Ok, also an dieser Stelle fehlen mir da ehrlich gesagt die Worte, da sich (zumindest in meiner äußerst tierlieben Welt) ein Kind nicht mit einem Hund vergleichen lässt...

#265


Lathgertha
Ich kann dich gut verstehen, und dein Gefühl ist absolut berechtigt. Für dich geht es nicht darum, das Kind abzulehnen, sondern um deine eigene Grenze als Partnerin. Ein gemeinsames Bett ist ein sehr intimer Raum, und wenn dieser plötzlich geteilt wird, vor allem ohne vorherige Absprache, fühlt sich das schnell übergriffig oder unangenehm an. Dass du gegangen bist, war im Kern kein Drama, sondern eine unmittelbare Reaktion auf eine Situation, in der du dich unwohl gefühlt hast. Vielleicht nicht die ruhigste Lösung, aber eine ehrliche Grenzreaktion.

Gleichzeitig ist die Situation mit seiner Tochter nicht komplett ungewöhnlich, aber auch nicht mehr wirklich altersgerecht in dieser Form. Mit 13 kann es durchaus noch vorkommen, dass ein Kind Nähe sucht, vor allem wenn es emotional belastet ist und das Verhältnis zur Mutter schwierig ist. In solchen Fällen ist es verständlich, dass sie sich beim Vater Sicherheit holt. Das Bedürfnis nach Nähe ist also nicht das Problem.

Die Art, wie diese Nähe gelebt wird, ist jedoch der entscheidende Punkt. Regelmäßig (korrigiere mich gern, falls anders) beim Vater im Bett zu schlafen oder sich dort einzukuscheln, vor allem wenn du als Partnerin anwesend bist, ist in dem Alter keine passende Dauerlösung mehr. Es verwischt Grenzen, hält sie eher in einer kindlichen Rolle und führt dazu, dass du als Partnerin aus dem gemeinsamen Raum verdrängt wirst. Genau das hast du intuitiv gespürt…

Dass sie diese Nähe so stark sucht, sollte man auch nicht einfach ignorieren. Es kann ein Hinweis darauf sein, dass sie emotional gerade mehr Halt braucht, insbesondere durch die angespannte Beziehung zur Mutter. Das heißt nicht, dass etwas grundsätzlich falsch läuft, aber es ist sinnvoll, dass der Vater hier bewusster hinschaut und sich fragt, wie er ihr Sicherheit geben kann, ohne sie in einer sehr kindlichen Form von Nähe zu halten.

Dein Partner handelt wahrscheinlich nicht aus falscher Motivation, sondern aus einem Gefühl von Verantwortung oder vielleicht auch einem schlechten Gewissen heraus. Er möchte für seine Tochter da sein und ihr geben, was ihr fehlt. Das ist nachvollziehbar, aber es darf nicht dazu führen, dass dabei eure Beziehung und deine Grenzen übergangen werden.

Ein gesunder Weg wäre, dass er weiterhin für seine Tochter da ist, aber die Form anpasst. Nähe ja, aber nicht im Bett/Schlafzimmer, wenn du da bist. Er kann mit ihr sprechen, sie beruhigen, vielleicht kurz bei ihr bleiben oder gemeinsam auf dem Sofa sitzen / ihrem Bett liegen, aber danach gehört das Schlafzimmer wieder euch als Paar. So wird ihr Bedürfnis gesehen, ohne dass deine Grenze verletzt wird.

Am Ende geht es nicht darum, wer recht hat, sondern darum, dass beide Ebenen Platz haben. Das Kind braucht Sicherheit, aber du brauchst auch einen klaren Raum in der Beziehung. Beides ist legitim.

Deine Reaktion war vielleicht im Ausdruck etwas stark, aber inhaltlich absolut nachvollziehbar. Und genauso berechtigt ist die Frage, ob man bei einem 13-jährigen Kind genauer hinschauen sollte, wenn es regelmäßig diese Form von Nähe einfordert. Entscheidend ist, dass dein Partner hier lernt, beides auszubalancieren, ohne dass eine Seite auf Kosten der anderen geht.

x 6 #266


alleswirdbesser
Zitat von Manchmal_Hexe:
Das verstehe ich nicht. Wenn es nach dem ginge, wären weit mehr Orte für unsere Kinder und Besucher ein Tabu, oder soll man jedes Mal darauf hinweisen, dass die Couch und das Badezimmer nicht mehr zu benutzen sind?

Ich versuche es ohne groß in Details zu gehen - Bettlacken tausche ich nachts nicht aus, andere Oberflächen mache ich sonst schnell sauber. Natürlich ist es kein Thema, wenn Tütchen verwendet werden, aber sonst… Kennst du das echt nicht?

x 2 #267


alleswirdbesser
Zitat von Manchmal_Hexe:
Ein Paar, welches sich liebt, küsst und Nähe zeigt ist nicht schmutzig, genauso wenig die Kinder.

Ok, Hygiene hat für mich was mit Körperflüssigkeiten zu tun. Es geht doch nicht um Küssen etc.

x 1 #268


HeavyDreamy
@alleswirdbesser

Äh, also wenn ein Kind sich ankündigt und das Bettlaken ist eingesaut, wechsel ich auch Nachts, also egal zu welcher Uhrzeit, für das Kind Lachendes Gesicht

x 1 #269


alleswirdbesser
Zitat von HeavyDreamy:
@alleswirdbesser Äh, also wenn ein Kind sich ankündigt und das Bettlaken ist eingesaut, wechsel ich auch Nachts, also egal zu welcher Uhrzeit, für ...

Also ich gehe lieber zum Kind ins Bett, so hat es mich für sich und auch seine Privatsphäre.

x 2 #270


A


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