Zitat von Mann1989: Vermutlich wäre eine ganz lockere Atmosphäre gewesen,
Nachdem eine erwachsene Frau mit zwei (fast) erwachsenen Kindern auf dem Sofa schläft?
Mein Rücken kann einiges ab, aber eine Nacht auf dem Sofa muss ich mir wirklich nicht geben.
Außerdem ist Liebeleben doch eine Partnerin und nicht die Harmonie- und Wohlfühlmaschine, die hier manche gerne hätten.
Zitat von Mann1989: Hast Du eine Sekunde daran gedacht, wie sich wohl dein Partner gefühlt haben könnte?
Nein. Warum sollte sie?
Wenn er sich schlecht fühlt, hat er einen Mund, um das zu sagen und ein Gehirn, um die Situation aufzulösen.
Aber Deine Ansprüche an Frauen sind einfach etwas "mehr" als üblich. Die meisten Männer können mit solchen "Krisen" ganz gut umgehen, sind selbst erwachsen und schaffen auch die nächtliche Selbstregulation.
Zitat von Mann1989: Da er dies nicht tat, warst Du gekränkt und gingst aus Trotz nachhause und wolltest ihn das auch spüren lassen. Du hast Dich, vielleicht unterbewusst, nicht gleich wertvoll gefühlt und hast seine Tochter als Konkurrenz gesehen. Und das finde ich unreif und auch sehr egoistisch.
Dein Frauenbild in a nutshell.
Da projizierst Du aber gerade Deine Erfahrungen in Deinen Beziehungen. Mit der TE hat das ja gar nichts zu tun. Sie wirkt nicht so, als könnte sie nicht für sich einstehen und müsste diese "Hintenrumspielchen" spielen, die Du aus Deinen Beziehungen kennst.
Zitat von Manchmal_Hexe: Gegenüber seiner Tochter muss es auch eine Kränkung gewesen sein, dass du wegen ihr mitten in der Nacht aufgestanden bist.
Warum das denn?
Und selbst wenn die gekränkt gewesen sein sollte, wäre es ja der Job des Vaters, diese Fehlinterpretation aufzuklären.
Zitat von KlausHeinrich: Und man erkennt dahinter auch ein gewisses Mindset.
Zitat von Mann1989: Es liest sich nämlich so, als wäre für dich das setzen und durchdrücken nur möglich, in dem Du gleich auch noch die Strafe draufpackst.
Wenn das Mindset so ist, dass Gehen eine Strafe ist, muss die eigene Abhängigkeit beleuchtet werden. Das ist ja Besitztumsdenken aller erster Güte.
Zitat von Worrior: Das Verhalten des Vaters gegenüber dem Kind und der TE war absolut unverantwortlich.
So weit würde ich nun aber auch nicht gehen.
Halten wir dem Mann doch zu Gute, dass er sich vielleicht gar keinen Kopf zu dem Beziehungsgeflecht gemacht hat, sondern wie so viele "es einfach laufen lässt", bis irgendein Konflikt auftritt. Du selbst gestaltest Deine Beziehungen ja auch aktiv. Aber die meisten Scheidungsväter, die ich kenne, leben eher im Moment und lösen Probleme erst, wenn sie sich stellen und sehen die nicht proaktiv kommen oder haben vorab schon Bedingungen oder Pläne für "Next". Immer in der Hoffnung, dass sich das schon irgendwie von allein fügen wird.
Aber auch dann ist es nicht die Aufgabe der TE, auf dem Sofa Harmonie zu verbreiten und beim entspannten Frühstück irgendwas selbst zu klären. Sie darf unentspannt sein, bis der Partner das klärt. Kein Next muss ein Gutelaunebär in allen Lebenslagen sein, nur weil Kinder im Haushalt sind. Trauen wir dem Mann doch einfach zu, dass er Probleme aus seinem Bereich auch selbst lösen kann und damit für die TE UND die Tochter eines Wohlfühlatmosphär schafft oder eben seine Zeit aufteilt, wenn er das nicht schafft.