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Problem mit Tochter des Partners - Bitte um Rat

Sonnenschein85
Zitat von Liebeleben:
@MissLilly doch kurz. Wir wollen das aber lieber persönlich besprechen.

Persönlich ist auch besser. Das ist ja schon ein wichtiges Thema.

x 2 #61


I
Ich finde es nicht gut, wie manche hier direkt mutmaßen, dass die TE Theater gemacht hat, Ihren Freund direkt eine Konsequenz oder Bestrafung unterjubeln wollte. Die TE hat in keinem Satz zu erkennen gegeben, dass Sie verbittert geflohen ist, sondern, dass Sie sich unwohl gefühlt hat und Ihren Schlaf wollte.

Wenn ein Kind in diesem Alter zu einem Elternteil ins Bett geht, ist es nicht gleich fragwürdig. Man sollte klar differenzieren, von wem dieser Wunsch ausging, welchen Level an emotionalem Stress das Kind hat und ob es ein Dauerzustand ist. 1. Ist das hier gar nicht das Hauptthema und 2. Fehlen viele zu viele Informationen um den Freund der TE und Vater des Kindes moralisch zu verurteilen.

Ich persönlich hätte mich genauso wie TE unwohl gefühlt. Ich hätte ebenfalls, ohne einen Streit zu provozieren, das Feld geräumt und erwähnt dass man das Thema nochmal in Ruhe bereden kann. In keiner Zeile steht, dass der Freund der TE eingeknickt ist, enttäuscht oder traurig war.

@Mann1989 bitte entschuldige aber du fühlst dich in diesem Strang wohl ziemlich getriggert, lenkst vom Thema ab und urteilst moralisch zu Themen die du nicht in vollem Umfang kennst.

x 3 #62


A


Problem mit Tochter des Partners - Bitte um Rat

x 3


N
Zitat von Mann1989:
Vermutlich wäre eine ganz lockere Atmosphäre gewesen,

Nachdem eine erwachsene Frau mit zwei (fast) erwachsenen Kindern auf dem Sofa schläft?
Mein Rücken kann einiges ab, aber eine Nacht auf dem Sofa muss ich mir wirklich nicht geben.

Außerdem ist Liebeleben doch eine Partnerin und nicht die Harmonie- und Wohlfühlmaschine, die hier manche gerne hätten.

Zitat von Mann1989:
Hast Du eine Sekunde daran gedacht, wie sich wohl dein Partner gefühlt haben könnte?

Nein. Warum sollte sie?
Wenn er sich schlecht fühlt, hat er einen Mund, um das zu sagen und ein Gehirn, um die Situation aufzulösen.

Aber Deine Ansprüche an Frauen sind einfach etwas "mehr" als üblich. Die meisten Männer können mit solchen "Krisen" ganz gut umgehen, sind selbst erwachsen und schaffen auch die nächtliche Selbstregulation.

Zitat von Mann1989:
Da er dies nicht tat, warst Du gekränkt und gingst aus Trotz nachhause und wolltest ihn das auch spüren lassen. Du hast Dich, vielleicht unterbewusst, nicht gleich wertvoll gefühlt und hast seine Tochter als Konkurrenz gesehen. Und das finde ich unreif und auch sehr egoistisch.

Dein Frauenbild in a nutshell.
Da projizierst Du aber gerade Deine Erfahrungen in Deinen Beziehungen. Mit der TE hat das ja gar nichts zu tun. Sie wirkt nicht so, als könnte sie nicht für sich einstehen und müsste diese "Hintenrumspielchen" spielen, die Du aus Deinen Beziehungen kennst.

Zitat von Manchmal_Hexe:
Gegenüber seiner Tochter muss es auch eine Kränkung gewesen sein, dass du wegen ihr mitten in der Nacht aufgestanden bist.

Warum das denn?
Und selbst wenn die gekränkt gewesen sein sollte, wäre es ja der Job des Vaters, diese Fehlinterpretation aufzuklären.

Zitat von KlausHeinrich:
Und man erkennt dahinter auch ein gewisses Mindset.


Zitat von Mann1989:
Es liest sich nämlich so, als wäre für dich das setzen und durchdrücken nur möglich, in dem Du gleich auch noch die Strafe draufpackst.

Wenn das Mindset so ist, dass Gehen eine Strafe ist, muss die eigene Abhängigkeit beleuchtet werden. Das ist ja Besitztumsdenken aller erster Güte.

Zitat von Worrior:
Das Verhalten des Vaters gegenüber dem Kind und der TE war absolut unverantwortlich.

So weit würde ich nun aber auch nicht gehen.
Halten wir dem Mann doch zu Gute, dass er sich vielleicht gar keinen Kopf zu dem Beziehungsgeflecht gemacht hat, sondern wie so viele "es einfach laufen lässt", bis irgendein Konflikt auftritt. Du selbst gestaltest Deine Beziehungen ja auch aktiv. Aber die meisten Scheidungsväter, die ich kenne, leben eher im Moment und lösen Probleme erst, wenn sie sich stellen und sehen die nicht proaktiv kommen oder haben vorab schon Bedingungen oder Pläne für "Next". Immer in der Hoffnung, dass sich das schon irgendwie von allein fügen wird.

Aber auch dann ist es nicht die Aufgabe der TE, auf dem Sofa Harmonie zu verbreiten und beim entspannten Frühstück irgendwas selbst zu klären. Sie darf unentspannt sein, bis der Partner das klärt. Kein Next muss ein Gutelaunebär in allen Lebenslagen sein, nur weil Kinder im Haushalt sind. Trauen wir dem Mann doch einfach zu, dass er Probleme aus seinem Bereich auch selbst lösen kann und damit für die TE UND die Tochter eines Wohlfühlatmosphär schafft oder eben seine Zeit aufteilt, wenn er das nicht schafft.

x 6 #63


MissLilly
Zitat von Liebeleben:
Ich würde auch nicht sagen, dass ich aus Trotz nach Hause gegangen bin, sondern weil ich mich einfach total unwohl gefühlt habe in dieser Situation und das nicht wollte. Gleichzeitig wollte ich aber auch keinen Streit provozieren und auch kein Drama machen, deswegen hab ich gesagt, lass uns morgen reden. Ich gehe jetzt heim.


Gail finde ich ja, dass du zwar der Meinung bist das die Tochter mit 13 zu alt dafür ist um im Bett des Vaters zu schlafen und auch alt genug dafür sein müsste um das zu verstehen, aber offensichtlich nicht alt genug dafür zu sein scheint, dass DU ihr deine (ganz persönliche) Grenze kommunizieren kannst 😂
Das ist natürlich auf gar keinen Fall deine Aufgabe, DEINE Grenze zu kommunizieren, sondern plötzlich die des sorgeberechtigten Vaters ....Tja und als er ganau DAS nicht direkt gemacht hat und du ja selbstverständlich kein Drama veranstalten wolltest, biste einfach mitten in der Nacht aufgestanden und nach Hause gefahren, anstatt einfach direkt aufzustehen und zu sagen:,, Lieber Mann, liebe Tochter ...seid mir bitte nicht böse, aber ich ich kann so nicht schlafen, weil ich mich unwohl fühle und ich bin sicher ihr versteht das. Könntet ihr so lieb sein und euch ins Bett von (Name der Tochter) legen, wenn es dir nicht so geht oder ihr noch ne Runde kuscheln oder quatschen wollt?!"

DAS wäre auch meiner Sicht ein reifes und eigenverantwortliches wahren der eigenen Grenzen und nicht ein passiv aggressives Abhauen mitten in der Nacht, nur weil man selbst zu feige oder zu bequem dafür ist.

x 3 #64


ElGatoRojo
Zitat von DieSeherin:
das ganze hat für mich nämlich etwas von "revierpinkeln"

Tja - und wenn schon. Es ist doch seine Aufgabe, dass sowohl seine Tochter als auch seine Geliebte sich nicht unwohl fühlen. Und da kann er doch einfach 1 und 1 zusammenzählen um zu sehen, was geht und was nicht.

Hätte ich eine Geliebte, die ich einmal die Woche oder so besuche und da hängt ihr 13-jähriger Sohn mit im Bett herum, dann war es das gewesen. Das ist so etwas von klar dass ich garnicht begreifen kann wie ein Mann seiner Freundin zumuten kann, gemeinsam mit ihm und auch der 13 jährigen Tochter in einem Bett zu schlafen.

x 8 #65


I
Zitat von MissLilly:
Gail finde ich ja, dass du zwar der Meinung bist das die Tochter mit 13 zu alt dafür ist um im Bett des Vaters zu schlafen und auch alt genug dafür sein müsste um das zu verstehen, aber offensichtlich nicht alt genug dafür zu sein scheint, dass DU ihr deine (ganz persönliche) Grenze kommunizieren kannst ...

Schon mal darüber nachgedacht, dass die TE Ihren Freund sowie seine Tochter vielleicht einfach schlafen lassen wollte, ohne Nachts so eine Grundsatzdiskussion anzuzetteln? Vielleicht waren alle Beteiligten einfach nur Müde?

x 6 #66


S
Zitat von Liebeleben:
Vielleicht ist es tatsächlich eine Lösung, wenn er dann im Zweifel mal zu ihr runtergeht.

Das klingt doch nach einen guten Plan, so wird deine privatsphäre respektiert und seine Tochter hat trotzdem die Option wenn es ihr danach ist.

x 4 #67


M
Zitat von Worrior:
meine Tochter und auch meine Stieftochter konnten mit 16 Auto und Motorradfahren.

Das konnte ich auch, trotzdem würde ich während einer Wurzelbehandlung am liebsten noch gaaaanz laut nach meinen Eltern rufen.

Zitat von Liebeleben:
Wir werden das Thema noch mal besprechen, wenn wir uns persönlich sehen.

Finde ich sehr gut! Versuche nur auch offen für seinen Standpunkt zu sein. Das Mädchen steht wie gesagt erst an der Grenze, erwachsen zu werden. Was dir fremd ist, muss bei ihnen nicht unbedingt sein.

Zitat von Liebeleben:
ich finde nicht, dass ich mich die ganze Nacht unwohl fühlen muss

Die Frage ist halt auch, warum du dich als erwachsene Frau mit seiner Tochter unwohl fühlst. Sie scheint dir zu vertrauen, sonst wäre sie nicht gekommen.

Wenn ich raten dürfte, würde ich sogar sagen, ihr seid noch keine Freundinnen. Das kommt mit der Zeit, aber dazu gehört auch Nähe zulassen, Fehler machen dürfen und den anderen versuchen anzunehmen und verstehen. Sie gehört bis sie auszieht zur Beziehung dazu und ich kann nur den Rat geben, dass ihr als Familie zusammenwächst und sie nicht nur „die Tochter von“ bleibt.

Zitat von Liebeleben:
deswegen hab ich gesagt, lass uns morgen reden. Ich gehe jetzt heim.

Nach Hause fahren mitten in der Nacht ist schon etwas „Drama“, aber ich habe da eben auch eine andere Meinung.

x 3 #68


T
@Liebeleben
Ich verstehe, dass du deine Grenzen hast. Das ist auch völlig in
Ordnung. Das muss unbedingt mit deinem Partner besprochen werden. Dennoch finde ich, dass deine sofortige Flucht nicht optimal war.

Dein Partner hat reagiert, wie er bisher auch reagiert hat. Er hat seiner Tochter die Sicherheit gegeben, die sie gerade gebraucht hat.
Ich stelle mir gerade auch vor, wie die Tochter sich in dieser Situation gefühlt hat, weil du sofort das Haus verlassen hast.

Auch wenn ihr (Tochter und du) euch gut versteht, müsst ihr euch noch richtig kennenlernen. So lange bist du ja auch noch nicht mit deinem Partner zusammen.

Zitat von Liebeleben:
Ich bin maximal einmal pro Woche über Nacht da. Die restlichen sechs Tage kann sie bei ihm schlafen und sich an ihn kuscheln. Ich finde nicht zu viel verlangt, dass diese eine Nacht dann für mich reserviert ist.

Es ist immerhin ihr zu Hause. Für sie ist es mit Sicherheit auch keine einfache Situation, wenn du dann auf einmal da bist.
Vielleicht gibst du euch einfach ein bisschen Zeit , damit sich alle an die neue Situation gewöhnen.

x 5 #69


MissLilly
Zitat von Sonnenschein85:
Persönlich ist auch besser. Das ist ja schon ein wichtiges Thema.


Selbstverständlich ist persönlich immer besser. Allerdings scheint der TE die Beziehung zwischen Vater und Tochter und auch der derzeitige emotionale Zustand der Tochter keine Neuigkeit für die TE zu sein, wenn man den ET liest. Spätestens da hätte die TE doch ausreichend Zeit gehabt ihrem Partner (gerade im Sinne des "Patchwork") zu sagen WO genau ihre Grenze liegt und weshalb. Gerade wenn man erst 6 Monate zusammen ist und weiterhin eine feste Partnerschaft beabsichtigt in der schon Kinder (egal welchen Alters) vorhanden sind.

#70


Worrior
Zitat von MissLilly:
DAS wäre auch meiner Sicht ein reifes und eigenverantwortliches wahren der eigenen Grenzen und nicht ein passiv aggressives Abhauen mitten in der Nacht, nur weil man selbst zu feige oder zu bequem dafür ist.

Ist das feige oder bequem?
Mit solch einer Situation überrascht wäre ich vielleicht auch verunsichert und auch etwas überfordert gewesen.

x 2 #71


MissLilly
Zitat von ImErnst12:
Schon mal darüber nachgedacht, dass die TE Ihren Freund sowie seine Tochter vielleicht einfach schlafen lassen wollte, ohne Nachts so eine Grundsatzdiskussion anzuzetteln? Vielleicht waren alle Beteiligten einfach nur Müde?


Natürlich ..daher ja mein Vorschlag..

#72


K
Wer einen Partner mit Trennungskind/ern hat, muss folgendes mitbringen oder lernen:

1. Empathie
2. Toleranz
3. Impulskontrolle.

Nur so kann das für alle Beteiligten - inkl. des Kindes - harmonisch funktionieren. Ich sehe den Knackpunkt in Letzterem. Wenn ich einen Handlungsimpuls in einer unerwarteten Situation verspüre ("mir passt das nicht"), wäge ich vor dem Handeln sorgfältig ab:

- Wie wirkt mein erster Impuls auf den Partner und das Kind?
- Und wie groß ist hier meine persönliche Einschränkung wirklich?
- Kann ich in der Situation -- entgegen meinem ersten Impuls -- nicht einfach Toleranz zeigen und meine Wünsche später besprechen?

Zeigt das nächtliche Aufspringen in dieser Situation eine angemessene Impulskontrolle?

#73


Worrior
Zitat von Manchmal_Hexe:
Das konnte ich auch, trotzdem würde ich während einer Wurzelbehandlung am liebsten noch gaaaanz laut nach meinen Eltern rufen.

Ich krieg immer Gas, bin da auch verpienzt.

x 1 #74


MissLilly
Zitat von Worrior:
Mit solch einer Situation überrascht wäre ich vielleicht auch verunsichert und auch etwas überfordert gewesen.


Nachdem hier wäre ich persönlich wenig verwundert...


Zitat von Liebeleben:
Mein Partner hat eine Tochter die 13 Jahre alt ist und im Wechselmodell bei ihm lebt. ihr Verhältnis zur Mutter ist etwas angespannt, das führt dazu, dass sie häufig die Aufenthalte bei der Mutter cancelt und bei meinem Freund bleibt, was er auch in Ordnung findet.

Zitat von Liebeleben:
Mein Partner hat irgendwie ein relativ schlechtes Gewissen dem Mädchen gegenüber und versucht das problematische Verhältnis zur Mutter so gutes geht auszugleichen

Zitat von Liebeleben:
Die Tochter ist noch relativ kindlich und schläft immer wieder bei ihrem Papa im Bett. Sie kuschelt gerne und er hat auch kein Problem damit, ihr die Nähe zu geben, die sie offensichtlich noch braucht.

#75


A


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